Akita Inu

Die Geschichte des Akita Inu reicht bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts zurück, als in der Region rund um die japanische Stadt Akita Hunde der Rasse „Akita Matagis“ gezüchtet wurden. Die akita-inudamaligen Einsatzbereiche der Hunde waren vor allem die Bärenjagd und auch Hundekämpfe. Im weiteren Verlauf kreuzten Züchter um 1868 den Akita Matagis mit Mastiffs und dem Tosa, wodurch die Hunde an Größe und Gewicht zulegten und ihr spitzähnliches Äußeres weitestgehend einbüßten. Nach dem offiziellen Verbot der Hundekämpfe in 1908 konnte sich die Rasse dennoch weiterhin erhalten. 1931 dann wählte man neun besonders eindrucksvolle Hunde aus und ernannte sie zu „Denkmälern der Natur“.

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges und aufgrund eines massiven Ausbruchs der Tollwut reduzierte sich der Bestand der Akitas. Da das Fell der Hunde für die Fertigung von Militärkleidung benötigt wurde und lediglich der deutsche Schäferhund einen besonderen Schutz genoss, kreuzten Züchter ihre Akitas mit deutschen Schäferhunden. So entstand während dieser Zeit ein sehr uneinheitliches Bild, bei dem die charakteristischen Züge des ursprünglichen Akitas kaum mehr zu erkennen waren. Langjährige Arbeit und Kreuzungen mit Akita Matagis ermöglichten der Rasse im Laufe der Jahre die Rückkehr ihres ursprünglichen Erscheinungsbildes. Heute ist der Akita Inu oft nur noch mit der Bezeichnung „Akita“ zu finden und wird unter der FCI Standard Nummer 255, Gr. 5, S 5 geführt.

Das äußere Erscheinungsbild des Akita Inu

Gewicht:

Akita Weibchen bringen mit etwa 35 Kilogramm etwas weniger Gewicht auf die Waage. Ausgewachsene Rüden wiegen im Schnitt 40 Kilogramm.

Größe:

Der Akita ist im Allgemeinen ein sehr großer Hund. Während Hündinnen zwischen 60 und 65 Zentimetern Widerristhöhe aufweisen, können Rüden eine Größe zwischen 66 und 70 Zentimetern erreichen.

akita-inu-gestreiftFarbe:

Den Akita gibt es in verschiedenen, charakteristischen Farben. Zu finden sind bei dieser Hunderasse die Fellfarben „Rot-Falbfarben“, Gestromt, Weiß und „Sesam“. Bei der Sesam Färbung sind die Haare rot-falbfarben und weisen schwarze Spitzen auf. Besonders charakteristisch wird die Färbung des Akita durch „Urachiro“, weswegen diese spezielle Zeichnung bei allen Akitas – abgesehen von den weißen Hunden – verlangt wird. Ein Akita mit der „Urachiro“ Färbung hat an bestimmten Körperstellen (Brust, Rute, Bauch, Hals, Bein-Innenseiten, Unterkiefer, Backen und seitlicher Fang) sehr helles Haar.

Körperbau:

Typisch für den Akita ist sein großer und muskulöser Körper, dem es an ausgewogenen Proportionen nicht fehlt. Seine Haltung wirkt anmutig und majestätisch, der Schwanz ist ähnlich dem eines Spitzes über den Rücken gebeugt. Der Akita verfügt über einen sehr breiten Kopf, dessen Stirn von einer deutlichen Furche durchzogen wird. Die kleinen, dreieckig geformten Ohren stehen stets aufrecht und weisen leicht nach vorne. Das Fell des Akitas ist im Bereich der Unterwolle sehr dicht und weich, während das Deckhaar eine vergleichsweise feste Struktur hat.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen:

akita-inu-hellAllgemein gilt der Akita als ein sehr ruhiger, intelligenter und treuer Geselle. Zudem verfügen Akitas in aller Regel über einen recht starken Jagdtrieb und zeigen einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Die Haltung in einer Hundegruppe kann sich beim Akita als schwierig erweisen, da er ein sehr starkes Bewusstsein für Rangordnungen und sein Revier hat. Unter Umständen kann die Dominanz des Akitas daher anderen Hunden gegenüber problematisch werden.

In der Familie zeigt sich der Akita sehr treu und vertrauenswürdig. Kinderfreundliche Akitas sind in der Welt dieser Rasse durchaus zu finden. Entscheidend ist es hier jedoch, dass der Akita in der Lage ist, Kinder neben sich zu akzeptieren. Er braucht einen sehr engen Bezug zu seiner Familie und sollte nicht ohne eine konsequente, aber verständnisvolle Erziehung leben. Stresssituationen können dem Akita für gewöhnlich nichts anhaben. Lediglich fremden Menschen gegenüber zeigt sich diese Hunderasse eher reserviert und misstrauisch.
In der Erziehung erweist sich ein Akita häufig als eigensinnig, weswegen diese Rasse keineswegs für Hundeanfänger geeignet ist. Der Akita befolgt Befehle oftmals nur dann, wenn er einen tatsächlichen Sinn dahinter erkennen kann. Dennoch lassen sich auch Akitas von ihrem Halter gern von fordernden Hundesportarten überzeugen. Im Freien und bei Spaziergängen müssen die meisten Akitas aufgrund ihres starken Jagdtriebes an der Leine gehalten werden. Alleine bleiben nur die wenigsten Akitas gerne. Sie binden sich stark an ihre Familie und brauchen zum dauerhaften Glück sehr akita-inu-welpenviel Zuspruch und Gesellschaft.

Mögliche Einsatzgebiete

Während der Akita Inu früher als Jagdhund und Kampfhund eingesetzt wurde, ist er heute zumeist in der Funktion eines Schutz- oder auch Begleithundes zu finden. Da der Akita sehr viel Wert auf sein Revier legt, eignet er sich auch als Wachhund. Akitas werden häufig auch als Helfer bei Rettungsprojekten und als Lawinenhund sowie Polizeihund eingesetzt.

 

Haltung und Pflege des Akita Inu

Grundsätzlich erfordert die Haltung eines Akitas eine sehr verständnisvolle, aber konsequente Hand. Sein Revierverhalten lebt dieser Hund vorzugsweise in Häusern mit großem Garten oder auch Hofreiten aus. Da der Akita aufgrund seines muskulösen Körperbaus viel Kraft und Energie hat, braucht er entsprechend regelmäßigen und aktiven Auslauf. Doch mit Spaziergängen alleine ist es hier zumeist nicht getan, da ein Akita auch mitdenken und geistig ausgelastet werden will.

Die Fellpflege ist ein weiterer Punkt, der bei einem Akita nicht zu kurz kommen sollte. Insbesondere die dichte Unterwolle dieser Rasse muss in regelmäßigen Abständen gründlich ausgebürstet werden. Während des Fellwechsels sollte der Akita sogar täglich sorgfältig gebürstet werden. Abseits hiervon zeichnet sich das Akita Fell durch seine geringe Schmutzanfälligkeit aus, da die akitaUnterwolle vom festen Deckhaar geschützt wird.

Zusätzlich sollten auch die Ohren, die Krallen und die Zähne des Hundes mehrmals jährlich geprüft und gegebenenfalls gereinigt und entsprechend behandelt werden.

 

Gesundheit

Der Akita ist ein sehr robuster Hund, der kaum anfällig für Erkrankungen ist. Dennoch gibt es auch hier bestimmte Krankheiten, die ein Akita im Laufe seines Lebens entwickeln kann. Besonders häufig ist die Rasse von Hauterkrankungen wie Sebadenitis betroffen. Diese Erkrankung führt zu einem Absterben der Talgdrüsen im Zuge eines entzündlichen Prozesses. Des Weiteren können Akitas auch an Hüftgelenksdysplasie leiden, weswegen beim behandelnden Tierarzt entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden sollten. Weitere Erkrankungen, die bei Akitas gelegentlich auftreten können, sind Blindheit, Taubheit, eine Schilddrüsenunterfunktion, Magendrehungen und Probleme mit dem Gleichgewichtssinn.

Die Lebenserwartung des Akita liegt zwischen zehn und dreizehn Jahren.

Eingeschickte Bilder glücklicher Akita Besitzern:

 

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Literatur

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ein Kommentar

  1. Ein sehr stolzes Tier! Dass er ein sehr treuer Begleiter ist, zeigt ja auch die Geschichte des wahrscheinlich bekanntesten Vertreters seiner Rasse Hachikō, dessen Geschichte ja mit Richard Gere in der Hauptrolle verfilmt wurde. Hachikō war der Hund, der seinen Besitzer jeden Tag selbstständig vom Bahnhof abholte und auch ganze neun Jahre nach dem Tod seines Herrchens immer zu gleicher Uhrzeit und an gleicher Stelle erschien, zu der auch sein Halter normalerweise angekommen wäre. Kennen bestimmt viele.. VG Andree 🙂

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