Arten des Abschiedes – Details und Tipps rund um die Bestattung des Vierbeiners

Ganz egal, wann es Hundehalter trifft und ganz gleich, wie lang und erfüllt das Leben des eigenen Hundes war: Der Tod der Fellnase ist ein Schock und löst starke Gefühle der Trauer aus. Dass gerade in einer solchen Situation darüber nachgedacht werden muss, wie das geliebte Tier seine letzte Ruhe finden soll, ist oft schwer. In einem anderen Artikel haben wir bereits einige Tipps zum Überwinden der Trauer und verschiedenen Optionen zur Abschiednahme berichtet. Hier jedoch soll sich alles um die konkreten Optionen drehen und wie diese ablaufen.

Die Diamantbestattung – Erinnerungen konservieren

Eine zeitlose Erinnerung an den treuen Gefährten wünschen sich viele Hundefreunde, wenn ihr Vierbeiner stirbt. Was sich mit Fotos zwar ermöglichen lässt, kann mit einer Diamantbestattung noch erweitert werden. Diese Option zählt zu den wohl teuersten Möglichkeiten, ein Andenken zu erhalten, das Hundehalter auch nach vielen Jahren noch begleitet.

Für eine Diamantbestattung braucht es nur wenig Asche oder auch etwas Fell des verstorbenen Hundes. Beide Ausgangsstoffe werden dann im Labor so bearbeitet, dass der enthaltene Kohlenstoff isoliert wird. Viel Hitze und enormer Druck sorgen dann dafür, dass sich ein roher Diamant ausbildet. Dann jedoch ist die Prozedur noch nicht gänzlich vollendet, denn Anbieter schleifen den Diamanten im Anschluss so, wie es sich der Hundebesitzer wünscht. Auch möglich ist es, nicht nur weiße Diamanten, sondern farbige Steine in Grün, Blau, Rot oder Gelb zu erhalten.

Da die benötigte Aschemenge für eine Diamantbestattung recht gering ist, kann der Rest dann in einer Urne aufbewahrt oder auf einem Friedhof beigesetzt werden. Bewusst sein sollten sich trauernde Hundehalter jedoch der Tatsache, dass eine Diamantbestattung sehr teuer ist. Etwa 4.000 bis 6.000 Euro kostet diese Möglichkeit im Schnitt, wobei es durchaus teurere Varianten gibt.

Bestattung auf dem Tierfriedhof – Das ist wichtig

Deutlich günstiger als die Diamantbestattung ist das Begräbnis auf einem speziellen Tierfriedhof. Solche Friedhöfe gibt es inzwischen in vielen deutschen Städten, sodass der Web zum Grab nicht allzu lang ausfallen wird. Bei der Bestattung auf einem Tierfriedhof unterstützen ausgebildete Fachleute den trauernden Hundehalter und bieten verschiedene Optionen. Es lohnt sich, den gewünschten Tierfriedhof vorab zu  besichtigen und ein erstes Beratungsgespräch zu führen. Hier können dann auch besondere Wünsche rund um eine Trauerfeier und das individuelle Grab besprochen werden.

Grundsätzlich gibt es bei der Bestattung auf einem Tierfriedhof zwei Varianten. Hundehalter können sich für eine anonyme Bestattung entscheiden, bei der der Vierbeiner gemeinsam mit anderen verstorbenen Tieren unter einer Wiese oder in einem kleinen Waldstück beerdigt wird. Diese Möglichkeit ist günstiger als das Einzelgrab. Beim Einzelgrab verhält es sich nahezu genauso wie auf gewöhnlichen Friedhöfen. Hier erhält der Hundehalter einen konkreten und festen Platz inklusive Kreuz oder Grabstein. Belaufen sich die Kosten für eine Beisetzung auf etwa 150 bis 350 Euro, müssen dann jedoch weitere Ausgaben für die Grabmiete, den Grabstein und die weitere Pflege hinzugerechnet werden. Dann kostet die Einzelbestattung in Summe häufig mehr als 1.500 Euro.

Ganz wichtig bei der Wahl des Tierfriedhofes ist die Frage nach der Art des Grundstückes. Stets bevorzugen sollten Hundehalter solche Friedhöfe, die auf geweihtem Grund eröffnet wurden. Das nämlich bietet Haltern die Garantie, dass das Grundstück in den kommenden Jahren nicht plötzlich veräußert und bebaut wird.

Einäscherung – Einzeln oder allein?

Als Alternative zur Bestattung des Hundekörpers auf einem Friedhof haben Halter auch die Möglichkeit der Einäscherung. Bei dieser wird der verstorbene Hund in einem speziellen Krematorium verbrannt und dessen Asche je nach Art des Vorgehens rückgeführt. Grundsätzlich entscheiden müssen sich Hundehalter jedoch, ob sie eine sogenannte Sammelkremierung oder eine Einzelkremierung wünschen.

Bei der Sammelkremierung wird der Hund gemeinsam mit anderen Hunden eingeäschert, was die Kosten senkt. Zwischen 150 und 250 Euro verlangen hier die meisten Anbieter. Die Sammelkremierung bietet jedoch nicht die Option, die Asche des eigenen Hundes zu erhalten. Anders ist das bei der teureren Einzelkremierung. Hier wird der Hund einzeln eingeäschert und die Asche nach Wunsch in eine Urne gefüllt. Diese können Besitzer dann mitnehmen, oder auf einem Tierfriedhof beisetzen lassen. Die Kosten für die Einzelkremierung staffeln sich je nach Größe des Hundes und belaufen sich auf 200 bis 500 Euro. Auch bei der Sammelkremierung gibt es in der Regel gewichtsabhängige Kosten.

 

Was der Tierarzt tun kann

In unserem letzten Artikel haben wir darauf hingewiesen, dass Tierärzte verstorbene Hunde der kommunalen Tierkörperbeseitigung zuführen. Hier jedoch gibt es, wie eine Leserin anmerkte, durchaus Unterschiede. Es lohnt sich daher, beim eigenen Tierarzt nachzufragen, welches Vorgehen in der Praxis üblich ist. Vielen Tierärzten nämlich ist die wenig würdevolle Option der Tierkörperbeseitigung ebenfalls unangenehm, weswegen sie auf pietätvollere Alternativen setzen.

So kann es sein, dass der eigene Tierarzt die Option eines Tierkrematoriums nutzt und den verstorbenen Hund im Rahmen einer anonymen Sammelkremierung einäschern lässt. Wer vor der Entscheidung steht, das eigene Tier in einer Praxis einschläfern zu lassen und die kommunale Beseitigung meiden möchte, sollte daher vorab telefonisch nachfragen. Und bietet sich keine Möglichkeit, etwa weil die verfügbare Praxis die einzige im Umkreis ist, können Halter ihr verstorbenes Tier mit nach Hause nehmen und sich selbst um das weitere Vorgehen kümmern.

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ein Kommentar

  1. Vielen Dank für den interessanten Artikel über Bestatter. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden.

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