Hundehaftpflicht für Listenhunde

Hundehalter von Listenhunden haben es oft schwer, eine Hundehaftpflicht für ihre Vierbeiner zu finden. Viele Hundeversicherungen schließen diese nämlich von ihrem Versicherungsangebot aus. Warum ist das so? Und geht das auch anders?

Was ist eine Hundeversicherung?

Haftpflichtschaden!?

Jeder Hund sollte eine Hundehaftpflicht haben. So eine Hundeversicherung sichert dich nämlich gegen finanzielle Forderungen von Dritten. Diese können beispielsweise entstehen, wenn dein Hund einen anderen Hund oder Menschen verletzt. Falls also bei einem Ausflug in den Wald oder Park aus Spiel plötzlich Ernst wird, übernimmt die Versicherung die finanzielle Forderung des Geschädigten bis zur Versicherungssumme. Auch wenn dein Hund Dinge von Dritten beschädigt, wie beispielsweise die teure Lieblingsvase der Schwiegermutter beim Spielen im Wohnzimmer, springt hier die Versicherung bis zur Versicherungssumme ein. Diese Punkte machen die Hundehaftpflichtversicherung so wichtig. Für Hunde, die nicht gelistet sind, ist die Auswahl hier groß und eine passende Hundeversicherung kann schnell gefunden werden.

Was genau sind Listenhunde?

Listenhunde sind Hunde, die rassebedingt per Gesetz als gefährlich eingestuft werden. Diese Einstufung variiert in Deutschland von Bundesland zu Bundesland. In manchen Bundesländer werden die Hunde zudem in zwei Kategorien eingeteilt: „Vermutlich gefährlich“ und „gefährlich“. Umgangssprachlich werden Listenhunde auch „Kampfhunde“ oder „gefährliche Hunde“ genannt.

Zu den Listenhunden zählen in den meisten Bundesländern:

Auch Mischlinge, die aus einer Kreuzung mit diesen Hunderassen entstanden sind, werden als Listenhund eingestuft.

Warum werden bestimmte Rassen von der Hundeversicherung ausgeschlossen?

Bestimmte Hunderassen werden leider von der Hundeversicherung ausgeschlossen. Das Problem liegt in den Kosten für die Versicherung und dem daraus resultierenden Preis für die Versicherungsnehmer. Statistisch gesehen ist das Risiko, dass Listenhunde einen Schaden anrichten größer. Durchschnittlich kommt die Versicherung also für mehr Schäden von Listenhunden auf. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Versicherungen im Durchschnitt mehr Geld für Listenhunde benötigen, um für deren Schäden aufzukommen ohne Einbuße im Gewinn zu machen. Hunde, die nicht Teil dieser Liste sind, sind für die Versicherung statistisch gesehen somit günstiger. Um diese höhere Geldsumme zu decken, müsste die Versicherung die Preise für alle Hundehalter erhöhen. Durch die höheren Kosten, verliert die Hundeversicherung wiederum an Wettbewerbsfähigkeit. Hundehalter von nicht gelisteten Hunden können ihren Vierbeiner günstiger bei anderen Versicherungen versichern. Die Versicherung verliert somit an Kunden.

Fazit

Versicherungen sitzen oft zwischen den Stühlen. Versichern sie auch Listenhunde, steigen die Preise und ihnen rennen die Kunden ohne Listenhund davon. Mehr Inklusion für Hunde ist also gar nicht so leicht! Jeder Hundehalter sollte jedoch die Möglichkeit haben, seinen Hund zu versichern. Das hat sich auch die Versicherung Coya gedacht. Coya ist eine Hundeversicherung aus Deutschland, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, die Versicherungsbranche zu revolutionieren. Die Hundehaftpflicht von Coya gibt es seit Oktober 2019. Zunächst stieß sie auf Enttäuschung bei Hundehaltern von Listenhunden, denn auch sie schloss Listenhunde vom Versicherungsprodukt aus. Coya erhielt mehrere Nachrichten von Nutzern des Produkts zu dem Thema, die der Enttäuschung Luft machten. Das Versicherungsunternehmen hat daraufhin entschieden, dass Hundeversicherung auch anders geht und Hundeinklusion eine wichtige Sache ist. Seit Ende des Jahres sind bei Coya nun alle Hunde herzlich willkommen.

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