Nach der Einschläferung von „Maya“: Peta zahlt 49.000 Dollar

Die Tierschutzorganisation Peta ist bekannt für ihre aufsehenerregenden Aktionen. Rund um unzumutbare Zustände im Umgang mit Tieren zeigen sich die Aktivisten meist unerschrocken und kompromisslos. Jetzt jedoch standen gerade diese Tierliebhaber in der Kritik, denn das Einschläfern herrenloser Hunde in den USA scheint Teil des dortigen Peta-Alltages zu sein. Nach der Einschläferung eines geliebten Chihuahuas folgte nun der Kampf einer Familie um eine Entschädigung.

Bild ist nur ein Symbolbild

Einschläferungen bei Peta nicht unüblich

 Schon länger ist bekannt, dass Tierschützer von Peta im us-amerikanischen Norfolk nicht allen gefundenen Hunden und auch Katzen zu einem neuen Zuhause verhelfen. In einem Tierheim, das Peta vor Ort selbst führt, werden nicht vermittelbare Tiere getötet. Wie viele der dort eingelieferten Hunde und Katzen ihr Leben lassen müssen, ist jedoch unklar. Die Angaben schwanken zwischen 72 und neunzig Prozent aller Schützlinge. In jedem Fall viel zu viel.

Peta selbst äußerte sich zu den Vorwürfen recht klar: Die Organisation wolle Tiere nicht einfach einlagern und überfüllte Tierheime seien ebenfalls keine adäquate Lösung. Es sei nur verantwortungsbewusst, nicht nur kranke oder alte Tiere einzuschläfern, sondern auch solche, die kaum Chancen auf eine Vermittlung haben. Hundefreunden jedoch stoßen diese Äußerungen sauer auf. Dass Peta mehr als die Hälfte der eingefangenen Tiere nicht vermittelt, sondern tötet, entspricht für viele nicht dem eigentlichen Tierschutzgedanken. Hier eine allgemeine Stellungnahme von Peta dazu

 

Wie es zum schrecklichen Vorfall kam

Dass die Diskussion rund um Petas Einschläferungen nun erneut aufflammte, ist einem Vorfall aus 2014 zu verdanken. Hier war die neunjährige Cynthia Zarate gemeinsam mit ihren Eltern und dem Chihuahua „Maya“ auf einem Campingplatz in Accomack County, Virginia. Als „Maya“ jedoch plötzlich verschwand und nicht mehr aufzufinden war, begann die Suche nach der geliebten Hündin.

Wie sich bald herausstellte, hatte der Betreiber des Campingplatzes Peta-Aktivisten gebeten, vor Ort streunende Tiere einzufangen. Aufnahmen einer vor Ort installierten Überwachungskamera zeigten, wie eine Aktivistin „Maya“ direkt vor dem Wohnwagen ihrer Familie anlockte und mitnahm. Wie sich herausstellte, wartete die Organisation nicht lange, sondern schläferte den Chihuahua noch am Tag des Verschwindens ein.

Das alleine war bereits ein schwerer Verstoß gegen das geltende Gesetz in Virginia. Hier nämlich müssen Tierheime grundsätzlich mindestens fünf Tage warten, bevor ein eingefangenes Tier „erlöst“ werden darf. So soll Tierhaltern die Möglichkeit gegeben werden, ihre geliebten Vierbeiner wiederzufinden und nach Hause zu holen. Für das vorschnelle Einschläfern musste Peta kurz darauf rund 500 Dollar Strafe in Kauf nehmen.

 

„Mayas“ Familie wehrte sich mit Erfolg

Diese allgemeine Strafe war jedoch für Cynthia Zarate und ihre Eltern nicht genug. Für sie steckte hinter der Einschläferung mehr. Daher machten sie ihre Vermutung, Peta würde Haustiere nur deshalb einschläfern, weil viele Aktivisten nicht mit der Haltung von Tieren im Allgemeinen einverstanden wäre, publik und verlangten sieben Millionen Dollar als Entschädigung. Eine offizielle Klage wurde ebenfalls eingereicht, wobei es zum Beginn des Prozesses jetzt im September nicht kommen sollte.

Kurz nach der Klage und den Vorwürfen nämlich meldete sich Peta selbst zu Wort. Die Verantwortlichen bezeichneten das Geschehene als „schrecklichen Fehler“ und bemühten sich um einen außergerichtlichen Kompromiss. Nun wird Peta rund 49.000 Dollar Entschädigung an die Familie Zarate zahlen und darüber hinaus eine Spende von 2.000 Dollar an eine lokale Tierschutzorganisation vornehmen.

 Die Familie selbst sieht diese Einigung als wertvoll und wichtig, um den schrecklichen Vorfall verarbeiten zu können. Ob Cynthia Zarate sich jedoch auch in emotionaler Hinsicht so bald vom Verlust ihrer Hündin erholen kann, bleibt dennoch fraglich.

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