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Dürfen Hunde Äpfel fressen?

Es gibt ein bekanntes Sprichwort das sagt: „Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern“ ( An apple a day keeps the doctor away ) – aber was ist dran an diesem Sprichwort und gilt es auch für Hunde? Tatsache ist, dass Äpfel wertvolle Vitamine, Spurenelemente und Pektin enthalten, die eine wichtige Rolle bei der Förderung der Verdauung spielen. Und wenn Äpfel gesund sind, wie viele kann ich meinem Hund füttern?

Das Wichtigste in aller Kürze für Schnellleser

Ja, du kannst deinem Hund Äpfel füttern.
Achte aber unbedingt darauf, das Kerngehäuse zu entfernen! Das Kerngehäuse eines Apfels enthält Blausäure und diese ist giftig.

Die Inhaltsstoffe eines Apfels

Schauen wir uns zunächst einmal an, welche Inhaltsstoffe ein Apfel hat, betrachten wir also einmal „die Chemie eines Apfels“:
Zunächst einmal besteht ein Apfel aus Wasser, nämlich zu rund 85%.
Weitere 11 bis 14 Prozent eines Apfels bestehen aus Fruchtzucker, der sogenannten Fructose.
Dann enthält ein Apfel natürlich noch diverse Vitamine, die sowohl für den menschlichen Stoffwechsel als auch für den von Hunden wichtig sind. Zu nennen ist hier insbesondere Riboflavin, besser bekannt als Vitamin B2.
Hinzu kommen dann noch Mineralstoffe und Spurenelemente, zum Beispiel Kalzium, Kalium, Magnesium, Schwefel, Phosphor und Chlor. Etwa 75% der wichtigen Inhaltsstoffe befinden sich dabei direkt unter der Schale.
Seinen Ruf als „Schlankmacher“ verdankt der Apfel aber einem weitläufig eher wenig bekannten Inhalt, nämlich dem Pektin.
Pektine sind pflanzliche Polysaccharide (Vielfachzucker), die für viele Säugetiere ernährungsphysiologisch Nahrungsfasern sind. Das klingt vielleicht ein wenig kryptisch, aber hinter dieser Begrifflichkeit verbergen sich letztlich die wohlbekannten Ballaststoffe.

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Welchen Effekt haben Äpfel in der Hundenahrung?

Äpfel können einen positiven Effekt auf die Verdauung deines Hundes haben. Grund dafür ist vor allem das Pektin, das Giftstoffe aus Magen und Darm bindet. Darüber hinaus hilft dieser Ballaststoff dabei, das Gewicht des Hundes zu regulieren.
Hinzu kommt die ergänzende Zufuhr mit wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.
So ist Kalzium essenziell für den Knochenaufbau deines Vierbeiners und erfüllt überdies eine wichtige Funktion bei der Blutgerinnung.
Kalium ist ebenfalls am Knochenstoffwechsel beteiligt und ist auch von großer Bedeutung bei der Regulation des Blutdrucks.
Das in Äpfeln enthaltene Vitamin B2 spielt eine große Rolle bei der Vermeidung des berüchtigten Grauen Stars, an dem leider nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und viele andere Säugetiere erkranken können.
Letztlich kann man festhalten, dass du mit dem Füttern von Äpfeln deinem Hund grundsätzlich etwas Gutes tust.
Einige Punkte gibt es aber zu beachten. Worauf genau du achten musst, das erfährst du im nächsten Absatz.

Apfelgenuss 🙂

Wenn du deinem Hund mit Äpfeln fütterst, achte bitte auf Folgendes

Du solltest unbedingt das Kerngehäuse des Apfels entfernen, denn dieses enthält, im Gegensatz zum Fruchtfleisch des Apfels, Blausäure. Blausäure ist giftig, für uns Menschen wie auch für unsere vierbeinigen Freunde.
Da viele Hunde bekanntermaßen enthusiastische Esser sind, solltest du bei der Ausführung deines treuen Begleiters darauf achten, dass er sich nicht unbeaufsichtigt über auf dem Boden liegende Äpfel hermacht, da diese eben das Kerngehäuse mit der giftigen Blausäure noch enthalten.
Zudem kann es vorkommen, dass manche Hunde allergisch auf die Inhaltsstoffe von Äpfeln reagieren. Allergien gegen Äpfel sind auch beim Menschen bekannt, bei Hunden ist dies (wie du schon mehrfach in diesem Artikel lesen konntest) wieder einmal nicht anders.


Wenn dein Hund also nach der erstmaligen Verkostung mit Äpfeln Auffälligkeiten zeigt, solltest du eine allergische Reaktion in Betracht ziehen und besser in Zukunft auf die Fütterung mit Äpfeln verzichten. Achte dabei insbesondere auf Symptome wie häufiges Kratzen, Rötungen auf der Haut oder Atembeschwerden.
Zudem können auch durch den Fruchtzucker unerwünschte Reaktionen auftreten, zu nennen sind hier insbesondere Durchfall und Erbrechen.
Und: Dein Hund sollte Äpfel nur in Maßen verzehren. Denn der hohe Fruchtzuckergehalt kann zu Zahnverlust und einer unerwünschten Gewichtszunahme führen.

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Wenn dein Hund keine Äpfel mag…

…ist das völlig unproblematisch. Hunde haben verschiedene Geschmäcker, manche mögen Äpfel, andere lehnen sie kategorisch ab. Zum Erzielen des verdauungsförderlichen Effekts kannst du, wenn dein Hund Äpfel nicht mag, die Gabe von Probiotika zum Futter in Betracht ziehen.

Zusammenfassung

Hunde dürfen Äpfel essen.
Entferne aber unbedingt das Kerngehäuse!
Äpfel helfen dabei, die Verdauung deines Hundes zu unterstützen und versorgen ihn darüber hinaus mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Achte aber darauf, ob dein Vierbeiner nach dem erstmaligen Verzehr Anzeichen einer allergischen Reaktion zeigt.
Falls dein Hund keine Äpfel mag, kannst du den verdauungsförderlichen Effekt durch die Gabe von Probiotika erreichen.

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