Dinge, die Hunde gar nicht mögen

Jeder Hundehalter hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was er von seinem Vierbeiner erwartet. Gehorsam, Treue und Liebe stehen da meist ganz oben auf der Liste. Aber wie sieht es mit unserem Hund aus? Was erwartet er eigentlich von uns? Auch hier stehen Liebe und Treue im Vordergrund, aber es gibt auch eine Reihe von Dingen, die Hunde gar nicht mögen.

1. Vermenschlichung

Tier bleibt Tier. Ein gesunder Hund braucht weder einen Kinderwagen noch eine Tragetasche. Die vier Beine sind sehr lauffreudig und brauchen Bewegung. Buntgefärbtes Fell und Haarklammern können zu allergischen Hautreaktionen führen. Glitzernder Schmuck blendet und irritiert unsere Lieblinge beim Laufen. Auch eine Kahlrasur im Sommer ist völlig unnötig. Das Fell schützt vor der Sonneneinstrahlung genauso, wie im Winter vor der Kälte. Hunde mögen keine Kleidung. Hunderassen mit Unterwolle benötigen auch im Winter keine Mäntelchen oder dergleichen.

2. Schaumbäder

Für Menschen ist die tägliche Körperhygiene Pflicht. Wir Baden, Duschen, Parfümieren und Stylen. Unsere Vierbeiner hingegen benötigen nur selten wirklich ein Bad und auch dann nur mit speziellen Hundeshampoos. Diese sind rückfettend und riechen nicht. Hunde erkennen sich am Duft und der Eigengeruch wird durch ständiges Baden verfälscht. Außerdem reagieren Hunde oft mit Juckreiz und stumpfem Fell auf menschliche Waschlotionen. Um filzigem und schmutzigem Fell entgegenzuwirken, braucht es lediglich eine gute Fellbürste.

3. Scharfes Essen

Fressen würden Hunde bekanntermaßen alles, was sie zwischen die Zähne bekommen, aber nicht alles ist auch für unsere Lieblinge geeignet. Stark gewürzte Speisen, Süßigkeiten, Alkohol, Hühnerknochen und Knoblauch sind da nur einige Beispiele. Viele unserer Speisen sind für eine artgerechte Ernährung nicht zu gebrauchen. Hunde sind Fleischfresser und benötigen eine entsprechende Proteinzufuhr. Es gibt eine Vielzahl von Futtermitteln im Fachhandel. Unter anderem spezielle Futtermischungen für Senioren, Welpen und empfindliche Tiere.

Ein Schaumbad ist für Hunde eine Qual

4. Einsamkeit

Wölfe leben in Rudeln und auch sein zahmer Verwandter liebt die Gesellschaft. Welpen verfolgen ihren Menschen überallhin. Dieser Folgezwang lässt zwar nach einiger Zeit nach und auch das Alleinsein lässt sich trainieren, aber wohl fühlt sich ein Hund dabei nicht. Die Freude ist groß, wenn das geliebte Herrchen oder Frauchen endlich zurück ist. Auch nachts ist der schönste Hundeplatz neben dem Bett, möglichst nah beim Rudel.

5. Inkonsequenz

Eine erfolgreiche Hundeerziehung braucht Konsequenz. Für einen Hund gibt es nur Ja oder Nein. Darf ein Hund zum Beispiel ins Bett, weil er gerade frisch gebadet wurde, wird er das auch dann einfordern, wenn er gerade aus dem Regen kommt. Bekommt er ausnahmsweise etwas vom Tisch, wird er von nun an bei jeder Mahlzeit darauf warten, dass es was Leckeres gibt. Überlegen Sie also gut, ob Sie die Regeln auch konsequent durchsetzen wollen und können.

6. Große Reden

Die menschliche Sprache ist für unseren Vierbeiner ein Rätsel. Ganze Sätze oder gar lange Reden gehen in das eine Ohr rein und aus dem anderen wieder heraus. Hunde verstehen nur klare, kurze Ansagen. Sie erkennen die Befehle anhand der Betonung und der Laute. Das Wort als solches ist ihnen unbekannt. Entsprechende Gesten unterstützen das Verständnis und tragen zu einer guten Kommunikation zwischen Mensch und Tier bei. Grundsätzlich gilt: Je prägnanter der Wortlaut desto leichter prägt sich der Befehl ein.

Hund anstarren reizt
Hund anstarren reizt

7. Unsicherheit

Jedes Hunderudel braucht einen Führer. Im Idealfall ist das der Zweibeiner. Stärke und Sicherheit sind wichtige Eigenschaften um als Oberhaupt akzeptiert zu werden. Hunde erkennen schnell, ob man einer Situation gewachsen ist. Angst und Unsicherheit verwirren und stellen die Führung in Frage. Ein Hund der seinen Anführer nicht mehr akzeptiert wird aufmüpfig und wird seinerseits versuchen, das Rudel zu übernehmen.

8. Anstarren

Augenkontakt ist für uns Menschen eine Geste der Höflichkeit, aber beim Hund bewirkt es genau das Gegenteil. Vierbeiner die angestarrt werden, fühlen sich regelrecht bedroht. Es ist eine Geste der Dominanz. Ein unterwürfiger Hund schaut vielleicht weg, während jedoch ein unbekannter starker Rüde zum Angriff übergeht.

Gerade von Fremden mögen Hunde selten am Kopf getätschelt werden!
Gerade von Fremden mögen Hunde selten am Kopf getätschelt werden!

9. Kopf tätscheln

Berührungen am Kopf mögen Tiere genauso wenig wie Menschen. Gerade unbekannte Hunde sollte man lieber erstmal nur am Rücken streicheln. Der Kopf ist das empfindlichste Körperteil, da lässt man Fremde nicht gerne ran. Auch die eigene Körperhaltung spielt eine wichtige Rolle. Geht man forsch und groß aufgerichtet auf einen Hund zu, wird dieser wahrscheinlich ausweichen oder zum Angriff übergehen. Möchte man jedoch das Vertrauen des Tieres gewinnen, ist eine gebückte, ruhige Haltung eher erfolgsversprechend.

10.Umarmung/ Kontaktzwang

Hunde mögen weder gedrückt noch geküsst werden. Sie fühlen sich leicht eingeengt und bedroht. Nicht selten führt eine Umarmung zu einem Knurren oder gar Schnappen. Jedes Tier ist anders. Manche Vierbeiner sind allen Menschen gegenüber aufgeschlossen, einige ziehen sich lieber zurück. Nötigen Sie Ihren Liebling nie zu Kontakten. Wenn er bereit ist sich streicheln zu lassen, dann kommt er von ganz alleine.

Zwangsumarmung ist Hunden unangenehm
Zwangsumarmung ist Hunden unangenehm

11.Piesacken

Selbstverständlich sollte man Tiere nie absichtlich verletzen. Einem Hund am Schwanz ziehen, das Futter wegnehmen oder mit Gegenständen bewerfen ist ein absolutes No-Go. Ein respektvoller Umgang mit jedem Lebewesen sollte selbstverständlich sein.

12.Flugreisen

Hunde sind Gepäck. Man braucht sich nur zu überlegen, welchen Weg unser Koffer nimmt, wenn er erstmal auf dem Gepäckband am Flughafen gelandet ist. Möchten wir unserem Liebling das wirklich antun? In einer engen Box, ohne uns irgendwo zwischen Koffern gestapelt in einem stickigen Laderaum? Zusätzlich der Druckausgleich und die Gefahr im falschen Flugzeug gelandet zu sein? Es gibt gute Hundepensionen. Besser wäre die Unterbringung bei jemandem, dem der Hund vertraut. Familie, Freunde, Bekannte?

13.Laute Geräusche

Feuerwerk, Schützenfest, Karneval, laute Partys,… Das Hundegehör ist um ein vielfaches feiner als unser eigenes. Vor allem schrille und hohe Töne sind für unsere Vierbeiner extrem unangenehm.

14.Streit

Hunde sind sehr feinfühlig und erkennen sofort, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Familienstreitigkeiten sind für sie nur schwierig zu verarbeiten. Ähnlich wie Kinder, wissen die Vierbeiner nicht, für wen sie Partei ergreifen sollen. Oftmals verkriechen sie sich mit eingezogenem Schwanz in einer Ecke und warten bis wieder Ruhe eingekehrt ist.

Hunde mögen keinen Streit
Hunde mögen keinen Streit

15.Stubenhocker

Bewegungsmuffel und Hunde passen einfach nicht zusammen. Natur, lange Spaziergänge, überall schnüffeln und noch ein paar aufregende Spiele; ein Traum für jeden Hund. Egal bei welchem Wetter, unsere Vierbeiner sind gerne draußen. Nur abwechslungsreich sollte es sein. Immer die gleiche Strecke wird auf Dauer langweilig.

Fazit:

Hund und Mensch sind über die Jahre eine eingespieltes Team geworden. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass unsere Tiere auch Bedürfnisse und Eigenarten haben, die wir respektieren sollten. Nur so wachsen wir zu einem gut funktionierenden Rudel zusammen.

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