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5 häufige Hundekrankheiten im Überblick

Als Hundebesitzer sorgt man sich schnell um seinen Vierbeiner. Körperliche Krankheitssymptome oder auffällige Verhaltensweisen geben Anlass zur Sorge. Eine gesunde Ernährung und artgerechte Auslastung können Krankheiten oder gesundheitliche Probleme unseres Hundes oft nicht gänzlich verhindern. Damit du einen Überblick zu den fünf häufigsten Hundekrankheiten bekommst, haben wir sie für dich zusammengefasst.

1. Flohbefall

Flöhe gehören zu den Parasiten, von denen unsere Hunde vergleichsweise häufig befallen werden. Über die Jahre sind Flöhe gegen viele Schutzmittel resistenter geworden und man wird sie nicht so einfach los. Hat ein Flohweibchen ihre Blutmahlzeit eingenommen, kann sie bis zu 50 Eier am Tag ablegen. Flöhe vermehren sich also explosionsartig. Floheier fallen nach der Ablage durch das Flohweibchen aus dem Fell des Hundes heraus. Dann verteilen sie sich schnell überall. Liegeplätze, Decken, Teppiche, Autositze und andere beliebte Orte an dem sich der Hund aufhält sind von Flöhen befallen.

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Flöhe verursachen Juckreiz und Unwohlsein. Der Hund dreht sich dabei abrupt um und beißt sich in das Fell. Viele Hunde haben hinzukommend eine Allergie gegen den Flohspeichel. Ein einziger Flohbiss reicht schon aus und es kommt zu Irritationen und Entzündungen der Haut. Selbst schwere Ekzeme können vorkommen.  

Abhilfe schafft ein spezielles Parasitenpräparat. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Mittel auf dem Markt. Lasse dich dazu am besten vom Tierarzt beraten. Zusätzlich kannst du die Flöhe samt Flohkot mit einem Flohkamm aus dem Fell herauskämmen. Ergänzend wird meistens das Waschen des Hundes mit einem Flohshampoo empfohlen. Achte unbedingt darauf, dass auch die Umgebung gründlichst gereinigt wird. Liegedecken und ähnliches sollten am besten ausgetauscht werden, da häufig nicht alle Flöhe und Eier ausgewaschen werden können. Hier mehr dazu

2. Wurmbefall

Würmer zählen ebenfalls zu den lästigen Parasiten, welche unsere Hunde befallen können. Meistens nimmt ein Hund Würmer während des Spaziergangs auf. Frisst er beispielsweise den Kot von Artgenossen, Mäusen oder anderen Nagetieren, ist die Gefahr einer Infektion groß. Es gibt eine Reihe verschiedenster Wurmarten, welche deinen Hund befallen können. Je nach Wurmart kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Band- oder Fadenwurmart. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Verdauungsprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • stumpfes oder struppiges Fell
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • aufgeblähter Bauch
  • Juckreiz
  • chronischer Husten

Vorbeugen kannst du, indem du so gut wie möglich verhinderst, dass dein Hund Kot anderer Tiere frisst. Leider ist dies manchmal leichter gesagt als getan. Regelmäßig sollte der Kot deines Hundes auf Würmer untersucht werden. Ist dein Hund befallen, wird der Tierarzt eine passende Wurmkur verordnen und den Erfolg der Bekämpfung beobachten.

3. Ohrenentzündung

Am häufigsten sind Hunde mit lang behaarten Hängeohren betroffen. Bei Hunden mit Stehohren staut sich die warme, feuchte Luft nicht so leicht im Gehörgang. Hängende Ohren speichern hingegen die Wärme und Feuchtigkeit, woraus ein perfekter Nährboden für Bakterien entsteht. Es können jedoch auch Fremdkörper, Parasiten oder Milben dahinterstecken.

Meistens ist der äußere Gehörgang von einer Entzündung betroffen. Zu den Krankheitszeichen gehören vor allem das Kopfschütteln und häufiges Kratzen am Ohr, weil durch die Entzündung ein starker Juckreiz ausgelöst wird. Rötungen, starke Schmalzbildung und ein übler Geruch können hinzukommen.

Bemerkst du diese Symptome, ist der Gang zum Tierarzt nötig. Die Ohrenentzündung wird in der Regel mit Medikamenten wie Ohrentropfen oder einer Salbe behandelt. Bei einer starken Ohrenentzündung wird außerdem oft die Behandlung mit einem Antibiotikum empfohlen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte die regelmäßige Ohrenreinigung zur Pflegeroutine bei deinem Hund gehören. Schaue auch mindestens einmal die Woche in die Ohren deines Hundes, damit du Veränderungen oder eine sich anbahnende Entzündung früh erkennst. Hier mehr zur Ohrpflege

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4. Zwingerhusten

Zwingerhusten gehört zu den häufigen Hundekrankheiten, insbesondere aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr. Hunde stecken sich durch eine Tröpfcheninfektion schnell gegenseitig an, wodurch die Ansteckungsrate auf Hundeplätzen, in Tierheimen oder Spielgruppen besonders hoch ist. Die Inkubationszeit reicht von wenigen Tagen bis zu Wochen.

Betroffene Hunde leiden an einem trockenen Reizhusten, welcher sich in fortgeschrittenem Stadium zu einem produktiven Husten entwickeln kann. Ein wässriger Nasenausfluss kommt in einige Fällen dazu. Aufgrund des starken Hustenreizes müssen sich einige Vierbeiner dadurch übergeben. Viele Hunde zeigen lediglich diesen typischen Husten. Fieber oder sonstige Symptome treten dann nicht auf.

Zwingerhusten kann durch einen Schleimhautabstrich oder die Blutentnahme diagnostiziert werden. Nun ist vor allem wichtig, dass dein Hund sich ausruhen kann. Ruhe hilft bei der Regeneration am besten. Je nach Symptomatik kann ein hustenlinderndes oder schleimlösendes Mittel bei der Genesung helfen. Es bietet sich außerdem an, die Abwehrkräfte und das Immunsystem deines Hundes zu stärken. Hier mehr dazu

5. Hüftgelenk-Dysplasie

Bei der Hüftgelenk-Dysplasie (HD) handelt es sich um eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Am häufigsten sind große, schwere Hunderassen betroffen.  Bei dieser meist erblich bedingten Krankheit passen die Hüftgelenkpfanne und der Oberschenkelkopf nicht korrekt zusammen. Aufgrund dessen liegt der Oberschenkelkopf nicht ausreichend tief genug in der Gelenkpfanne. Das Hüftgelenk ist entsprechend instabil. Durch die ständige Knochenreibung können sich später Knorpelschäden entwickeln oder es kommt zur Arthrose. 

 

Ein großer Teil der Hunde mit HD ist zunächst symptomfrei. Ist die HD stärker ausgeprägt, kann der Hund Schmerzen beim Aufstehen und während der Bewegung spüren. Das Gangbild des Hundes verändert sich, indem das Becken eher seitwärts statt gerade bewegt wird. Insgesamt wirkt der Hund weniger bewegungsfreudig oder eingeschränkt währenddessen.

Festgestellt wird diese Krankheit durch eine HD-Aufnahme via Röntgenbild. Spezielle Tests deuten auf den Schweregrad der Hüftgelenks-Dysplasie. Heilbar ist HD leider nicht, es bleibt nur die Linderung der Symptome durch Schmerzmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem sollte der Alltag des Hundes angepasst werden. Ungünstige Bewegungen für Hunde mit HD sind beispielsweise das Treppensteigen oder abruptes Stoppen während des Ballspielens. Die Hüfte des Hundes sollte so wenig Belastung wie möglich ausgesetzt sein. Es bieten sich ruhigere Spaziergänge an, sowie unterstützende Übungen oder Bewegungstherapie. Um so früh wie möglich reagieren zu können, sollte der Hund bestenfalls schon als Junghund untersucht werden.

Seriöse Züchter lassen keine Hunde mit HD an der Zucht teilhaben. Dadurch kann schon vor der Verpaarung das Risiko an HD zu erkranken stark eingedämmt werden. Bei vielen Zuchtvereinen ist das HD-Röntgen vor der Zulassung zur Zucht Pflicht. Hier weiteres

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Der Besuch beim Tierarzt gibt Gewissheit

Hast du den Verdacht, dass dein Hund erkrankt ist, kann der Tierarzt Gewissheit geben. Routineuntersuchungen und vorbeugende Maßnahmen helfen, bestimmte Krankheiten schon im Vorhinein den Garaus zu machen. Die allermeisten Krankheiten verlaufen weniger schwer, wenn sie früh erkannt werden. Schaue also genau hin, achte auf Veränderungen und hole dir Expertenmeinungen ein.

Neigt dein Vierbeiner zu bestimmten Krankheiten und wie gehst du damit um? Wir hoffen natürlich, dass sich dein Hund bester Gesundheit erfreut.

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