Übergewicht – so kommt der Hund wieder in Form

Dicke Hunde leiden ebenso wie dicke Menschen. Übergewicht verursacht Herzerkrankungen, Gelenkprobleme sowie Nierenschäden und senkt die Lebenserwartung deutlich. In den meisten Fällen sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel schuld. Wir beraten Sie gerne.

Wie und warum entsteht Übergewicht beim Hund?

Hund-mit-uebergewichtIm Gegensatz zum Mensch kann sich der Hund sein Futter nicht selbst aussuchen oder zubereiten. Er muss das fressen, was Herrchen und Frauchen ihm anbieten. Vernunftbedingte Nahrungsverweigerung kommt beim Hund nicht vor. Unser vierbeiniger Freund frisst alles und er frisst, was er kriegen kann oder was wir ihm geben. Neben einer gesunden, ausgewogenen und möglichst getreidefreien Ernährung ist deshalb ausreichend Bewegung wichtig, damit sich der Hund wohl fühlt und nicht an Gewicht zulegt. Eine Gewichtszunahme geschieht schleichend. Bei einem großen Hund fallen ein bis zwei Kilogramm mehr kaum ins Gewicht, bei kleinen Rassen ist bereits eine geringe Gewichtszunahme gesundheitsschädlich und vor allem deutlich sichtbar. Kein Wunder, dass vor allem kleine Rassen zu dick sind. Einmal zugelegt sind die zusätzlichen Kilos nur mit größer Disziplin wieder wegzubekommen. Zuerst müssen Sie die Ernährungsgewohnheiten überprüfen. Wie oft bekommt mein Hund zu fressen, wie viel und welche Art Futter gebe ich ihm? Sind diese Fragen geklärt, dann überprüfen Sie die empfohlene Futtermenge für das Idealgewicht der Rasse und Größe Ihres Hundes. Sie werden möglicherweise erstaunt sein, in welchem Maß und in welchen Massen Sie die Tagesration überschreiten!

Bei Unklarheiten zum Gewicht den Tierarzt fragen

Wenn Sie nicht sicher sind, wie viel Ihr Hund wiegen darf, dann lassen Sie sich vom Tierarzt beraten. Eine bestimmte Futtermarke können, müssen Sie sich jedoch nicht vom Tierarzt empfehlen lassen, denn die meisten haben Verträge mit nur einem Hersteller — nicht immer ist dieser auch der beste. Verzichten Sie außerdem auf billige Fertignahrung aus dem Supermarkt und:

Glauben Sie keiner einzigen Fernsehwerbung für Tierfutter, bzw. hinterfragen Sie diese und belesen sich vorab über dieses Produkt!!

hund-diaetBilligfutter erkennen Sie am geringen Fleischanteil (meist weniger als 10 Prozent), an einem hohen Getreideanteil (als Klebstoff und zum Strecken), zahlreichen Zusätzen und einer unglaublich hohen Fütterungsempfehlung. Billiges Futter ist nicht nur minderwertig, sondern im Endeffekt sogar teurer als hochwertiges Hundefutter. Hunde, die billiges Fertigfutter bekommen, haben nahezu ständig Hunger, denn die minderwertigen Proteine machen nicht satt, aber dick und belasten das Verdauungssystem. Hochwertiges Futter enthält mindestens 60 Prozent Fleisch sowie Gemüse und Kräuter statt Getreide wie Mais und Weizen. Wer absolut sicher gehen will, ernährt seinen Hund artgerecht mit Frischfleisch. Diese Methode nennt sich Barfen.

Aber wie bekomme ich meinen Hund wieder schlank?

Wenn der Hund zu dick ist, helfen nur eine Ernährungsumstellung zu Markenfutter mit sehr hohem Fleischanteil, viel Bewegung sowie eine strikte Diät. Die empfohlene Futtermenge richtet sich nach dem Idealgewicht Ihres Hundes gemäß Größe und Rasse, nicht nach dem tatsächlichen (Über)-Gewicht. In den meisten Fällen bedeutet dies: Friss die Hälfte! Zum Vergleich: Die tägliche Futtermenge eines mittelgroßen Dackels beträgt etwa 100 Gramm und passt in eine Kaffeetasse.

Ein Hund braucht regelmäßige Bewegung!
Ein Hund braucht regelmäßige Bewegung!

Das entspricht einer Hand voll Trockenfutter und sieht im Futternapf sehr übersichtlich aus. Von dieser Futtermenge muss jedes zusätzliche Leckerli abgezogen werden. Zwischenmahlzeiten, Hundewürstchen und das berühmte „Eckchen“ Leberwurstbrot am Abend sind ab sofort tabu. Egal wie arg der Hund bettelt oder wie traurig er schaut — Sie müssen konsequent bleiben! Den Erfolg können Sie jede Woche auf der Waage abmessen. Behalten Sie die neue Fütterungsmethode dauerhaft bei. Sobald Ihr Liebling sein Idealgewicht erreicht hat, dürfen Sie auch wieder ein gesundes Leckerli zwischendurch geben.

Hinweis: Zwei Spaziergänge von mindestens einer dreiviertel Stunde sind Pflicht, wenn Ihr Hund ansonsten keine Möglichkeit für einen Freilauf haben. Hinzu kommen ein bis zwei kurze Runden, damit der Hund Blase und Darm entleeren kann. Nutzen Sie den Spiel- und Jagdtrieb und verstecken Sie Fleischbrocken beim Gassigehen. Somit wird jede Diät zum Vergnügen.

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