Großer Münsterländer

By Pia C. Groening [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Der Große Münsterländer ist ein Jagdgebrauchshund aus der Gruppe der Vorstehhunde. Zu seinen Vorfahren zählen verschiedene langhaarige Jagdhundtypen, die in Deutschland bereits im Mittelalter bei der Vogel- und Beizjagd eingesetzt wurden. In seiner heutigen Form kennt man den Großen Münsterländer erst seit etwa 100 Jahren. Zuvor waren Hunde seines Typs als schwarz-weiße Fellvariante des Deutsch Langhaar bekannt. Nachdem dieser Farbschlag dort ab 1909 nicht mehr erwünscht war, wurde mit diesen Tieren im Münsterland erstmals gezielt gezüchtet und somit die neue Rasse begründet.

In der FCI-Systematik befindet sich der Große Münsterländer in Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.2 (Kontinentale Vorstehhunde), Typ „Spaniel“, Standard Nr. 118.

Äußeres Erscheinungsbild

Größe:
Die Widerristhöhe liegt zwischen 60 und 65 cm (Rüden) bzw. zwischen 58 und 63 cm (Hündinnen).

Gewicht:
Das Gewicht beträgt um die 30 kg.

Farbe:
Das Fell ist langhaarig und dicht, die Grundfarbe Weiß mit schwarzen Platten und Tupfen. Auch reinschwarze Tiere sowie eine sogenannte Schimmelung kommen vor (d. h. eine stark ausgeprägte Tüpfelung, bei der die Punkte eher klein sind). Der Kopf sollte immer schwarz sein, kleinere weiße Abzeichen wie eine Blesse („Strich“ im Gesicht) sind erlaubt.

Körperbau:
Grosser-MuensterlaenderDer Körperbau ist kräftig und muskulös mit einem schnittigen Gesamtbild. Körperlänge und Körperhöhe sollten annähernd gleich bemessen sein; der Hund steht im quadratischen Typ.
Die Außenlinie ist trocken, das Gesamtbild des Hundes weist einen Ausdruck von Intelligenz und Adel auf.
Der langgestreckte Kopf ist edel mit geringem Stop und ausgeprägter Kinnmuskulatur. Der Fang ist lang und kräftig, der Nasenrücken gerade. Der Nasenspiegel ist schwarz.
Bei den Augen ist eine möglichst dunkle Färbung erwünscht. Die Ohren sind breit, haben eine abgerundete Spitze und liegen dem Kopf eng an.
Der Hals soll edel geschwungen und kräftig sein. Der Rücken ist relativ kurz, gerade und fest, d. h. gut bemuskelt. Die lange, breite Kruppe fällt nur schwach ab. Die Brust ist tief mit deutlicher Vorbrust. Die Rute soll waagerecht oder leicht aufwärts getragen werden. Das Schulterblatt liegt den Rippen fest an, die Gliedmaßen stehen gerade und sind gut gewinkelt.

Besondere Eigenschaften

Wesen:

By Pleple2000 (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
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Das Wesen des Großen Münsterländers ist freundlich und lebhaft, jedoch ohne Nervosität. Die Hunde sind intelligent und lernen schnell; sie sind loyal, zuverlässig und dem Menschen zugetan. Auch im Umgang mit Kindern verhalten sie sich in der Regel unproblematisch.
Sie haben einen ausgeprägten Arbeitswillen, einen großen Bewegungsdrang und lieben den Aufenthalt in der Natur. Als Vorstehhund neigt der Große Münsterländer nicht zum ausdauernden Hetzen von Wild. Als sogenannter „lautjagender Hund“ (nur solche werden zur Zucht zugelassen) zeigt er einen Fund zuverlässig durch Bellen an.
In der Zucht wird großen Wert auf Schussfestigkeit und ein ruhiges Wesen gelegt.

Mögliche Einsatzgebiete:
Der Große Münsterländer ist ein vorzüglicher Hund für den jagdlichen Gebrauch, daher wird er auch heutzutage noch überwiegend von Jägern gehalten. Seine Talente liegen im Vorstehen, im Aufstöbern und beim Apportieren. Die Wasserjagd bereitet ihm besondere Freude.
Durch sein freundliches, menschenbezogenes Wesen eignet sich der Große Münsterländer auch als Begleithund für sportliche Menschen mit Hundeerfahrung.

Haltung und Pflege

Für eine Haltung in der Stadt ist der Große Münsterländer nur sehr bedingt geeignet. Als „professioneller“ Jagdhund braucht er eine Aufgabe und viel Bewegung – am liebsten in der freien Natur.
Das lange Fell ist robust und relativ pflegeleicht.

Gesundheit
Der Große Münsterländer zeigt bis auf die gelegentlich auftretende Hüftgelenksdysplasie (HD) keine rassetypischen Erkrankungen.

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