Hundefutter von der Tierfuttermanufaktur Bubeck im Test

Auf der Suche nach dem perfekten Hundefutter war die Entdeckung des Monats die Tierfuttermanufaktur Bubeck, die von sich selbst auf ihrer Homepage gut Dinge über ihr Futter und dessen Herstellung schreibt. Mit dem gesunden Misstrauen des leiderprobten Endverbrauchers – oder in diesem Fall Zwischenhändlers zwischen Laden und Hund – glaubt man das nun nicht auf Anhieb alles. Bestellt wurde trotzdem und nach einer Woche Test lässt sich einiges berichten:

Der Online Shop: Informativ und komfortabel

Sehr übersichtlich, gut beschrieben und ordentlich sortiert zeigen sich die Produkte auf der Shopseite. Man bekommt einen ersten Eindruck von den Verpackungen, kann über Zusammensetzung und Herstellung einiges in Erfahrung bringen. Bestellt ist innerhalb weniger Minuten, wenn man sich mal entschieden hat, was man haben will. Die Entscheidung fiel auf das Bubeck Trockenfutter No. 21 mit Pferdefleisch für kleine Rassen und das Nassfutter Sorte Wildfleisch mit Kartoffeln und Pastinaken. Die Verpackung ist laut Bildern schlicht und ansprechend designt; Hundebesitzer erkennen hier auf einen Blick die Sorte, beim Trockenfutter die Größe der Bröckchen und beim Nassfutter, welche „besonderen Zusatzstoffe“ im Produkt einfach weggelassen wurden. Auf jeder Produktseite konnte man sich wirklich genau informieren, woraus das Futter besteht – auch Zusatzinfos fehlen auf der Homepage nicht. Ein „Trusted Shops“ zertifizierter Onlineshop mit Bewertung „sehr gut“.

 

Lieferung und erster Eindruck

Pünktlich im versprochenen Zeitraum waren die bestellten Artikel an der Haustüre. An der äußeren Verpackung war nichts Außergewöhnliches – also reintragen und gleich mal auspacken. Natürlich vom Testkandidaten aufmerksam beäugt, aber auch das ist nichts Besonderes. Die Verpackung war wie erwartet und abgebildet. Eine stabile Trockenfutter Verpackung, die einen bei der Entsorgung nicht vor unlösbare Probleme stellt, das Nassfutter in der Dose, wie alt bekannt.

Das Trockenfutter

 Auf der Verpackung und im Shop war von „kleinen Kroketten“ die Rede – und da wurde wirklich nicht zu viel versprochen. Die kleinen Stücke fassen sich hart an, sind nicht fettig und hinterlassen nach dem Anfassen höchstens einige kleine Krümel an der Hand. Überraschend angenehm war der Geruch, der nach dem Öffnen aus der Verpackung strömte. Kein Ekel, kein Würgereiz, eher der Eindruck „Das könnte ich auch essen“ – was natürlich zu weit führen würde. Erfahrene Hundebesitzer wissen, das ist nicht immer so; die meisten Tiernahrungsprodukte bedürfen einer gut schließenden Umverpackung, damit der anstrengende Geruch nicht im Schrank oder Regal zum Problem wird.

Gemüse oder Obst im Napf würde bei unserem „Versuchskaninchen“ eher befremdliche Blicke auf Frauchen hervorrufen – gespannt auf die Reaktion auf dieses Trockenfutter wurde der Napf befüllt. Die empfohlene Menge sah in der Schüssel etwas mickrig aus. Die Erwartung: Wenn das schmeckt, wird in Sekundenschnelle inhaliert und hungrige Blicke erwarten einen Nachschlag. Weit gefehlt, denn jede einzelne Krokette wurde genüsslich gekaut, die Dauer der Mahlzeit war länger, als bei anderen Futtersorten, die schneller zu zerbeißen waren. Es scheint zu schmecken.

 

Das Nassfutter

Was schon beim Bestellen auffiel, war der sehr hohe Fleischanteil im Nassfutter – man kennt Produkte, die nur einen verschwindend geringen Prozentsatz Fleisch enthalten. Auch hier ist dementsprechend die Menge pro Mahlzeit etwas kleiner ausgefallen. Proband und „Dosenöffner“ konnten am Vorbereiten der Nahrung nichts Spektakuläres feststellen: Schwanzwedeln und Begeisterung beim Öffnen der Dose, anhaltend bis zum Auf-den-Boden-Stellen des Napfes. Essen ist aber immer Grund für überschwängliche Freude und lässt sich nicht auf Bubeck oder nicht Bubeck festlegen.

Auch hier kein Schütteln beim Riechen an der Tiernahrung; die Optik ist anders, als bei den meisten Dosenfutter-Produkten. Hier gibt es keine gepressten Fleischpaste-Brocken in Soße oder Gelee – man sieht auch am fertigen Produkt noch, aus was es besteht. Sehnen und Herz sind beispielsweise noch gut zu erkennen. Für den „Dosenöffner“ wohl gewöhnungsbedürftig – für den wedelnden Tester überhaupt kein Problem. Es schmeckt bei jeder Mahlzeit und es wird weder etwas aussortiert noch was übrig gelassen.

 

Nach einer Woche Test: Verträglichkeit und Wirkung

Die Begeisterung über das neue Futter von Bubeck hat auch nach einer Woche nicht nachgelassen. Sowohl das Trockenfutter, wie auch das Nassfutter wurden jedes Mal restlos vertilgt; ein zufriedenes Schläfchen war die glückselige Quittung. Natürlich wurde auch die Verträglichkeit getestet: Es konnten weiter keine Blähungen oder andere Verdauungsprobleme festgestellt werden. Die Hinterlassenschaft beim Gassigehen ließ sich problemlos in die Tüte aufnehmen; kein Durchfall oder weicher Stuhl – nicht einmal am Tag nach der direkten Umstellung. Die kleinen Brocken vom Trockenfutter werden übrigens auch gleich als Leckerlies benutzt; genau die richtige Portionsgröße und scheinbar ein lohnendes Objekt der Begierde beim kleinen Tester. Hier gibt es allerdings eine Vielzahl von Produkten im Bubeck Online Shop zu kaufen, die etwas Abwechslung in den Speiseplan und die Belohnungsriege bringen. Da werden wir doch auch einmal einen Test folgen lassen.

 

Fazit: Der Test kann nach einer Woche mit einem durchaus positiven Ergebnis abgeschlossen werden (das Futter wird natürlich noch aufgebraucht). Einzelne Aspekte:

  • Der kleine Schatz musste nicht überredet werden, das Futter anzunehmen, obwohl Geschmacksverstärker und Lockstoffe bei diesen Futterprodukten weggelassen wurden.
  • Gemüse, Obst und Kräuter sind im Futter enthalten – Dinge, die unser Liebling in reiner Form eher nicht fressen würde.
  • Die kleinen Trockenfutterbrocken sind hart, aber das scheint nicht zu stören. Es wird begeistert gekaut, bis alles weggeputzt ist – und das mit der Zahnreinigung durch Kauen zuckerfreier Kekse scheint wirklich wie von selbst zu funktionieren. Das muss allerdings ein längerfristiger Test erst noch beweisen. Nach einer Woche kann dazu noch nichts gesagt werden.

Über Bubeck allgemein:

  • Wir haben es hier mit einem Testhund zu tun, der von Allergien oder Unverträglichkeiten Gott sei Dank verschont ist. Doch wer mit diesen Problemen zu tun hat, kann bei Bubeck wirklich alle Möglichkeiten nutzen, ein verträgliches Futter zu finden. Allerdings dauert es etwas, sich in den Artikelseiten in das Thema einzulesen und herauszufinden, welches Futter bei welchen Problemen oder Sonderwünschen geeignet ist. Glutenfrei, getreidefrei, mit nur einer Proteinquelle: Letztendlich sind kaum Grenzen gesetzt. Auch Unverträglichkeiten auf Chemie in jeder Form sind ausgeschlossen, da sie schlicht nicht eingesetzt wird. Wünschenswert wäre unter Umständen auch ein Überblick, wie sich Allergien und Unverträglichkeiten genau äußern können, um dem unwissenden Hundehalter die Augen zu öffnen, „Hey, hier läuft was falsch!“.
  • Der Shop und die Nutzung desselben funktionieren einwandfrei und sind mit ausführlichen Informationen zu manchen Themen gespickt. Wie im Punkt zuvor beschrieben, müsste man allerdings manche Sachen auch zusätzlich in der Suchmaschine nachschlagen.
  • Die Preise sind etwas über dem Durchschnitt für Qualitätsfutter und natürlich weit über dem Preis für chemie-belastetes Discountpreisfutter – aber, wenn man die Herstellungsweise und die verwendeten Zutaten bedenkt (heimische Produkte, Steinbackofen etc.), rechtfertigt sich dieser Preis durchaus, vor allem, weil es dem Hund rundherum gut geht und keine Reste bleiben.
  • Nette Zusatzangebote, wie zum Beispiel ein Abo-Service, machen es dem Hundehalter leicht, erstens mit möglichst wenig Aufwand an das benötigte Futter zu kommen und zweitens sogar noch ein paar Prozent zu sparen. Ausbaufähig wäre im Shop noch das Angebot an Zubehör-Artikeln, etwa Leckerli-To-Go Behältnisse, Näpfe usw.

Ihr habt ebenfalls Hundeprodukte, die Ihr von uns getestet haben wollt? Schreibt uns an kontakt@hund.info

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