Hundeshampoo – Was sollte ich beachten?

Das Baden des Hundes zählt insbesondere bei Tieren, die in der Wohnung gehalten werden, zu den regelmäßigen Maßnahmen der Pflege. Doch auch im Freien lebende Vierbeiner benötigen hin und wieder ein Bad zur Reinigung ihres Fells. Bei diesem verwendet der Hundebesitzer zumeist ein Hundeshampoo. Doch nicht jedes Mittel ist für jeden Hund geeignet. Nachfolgende Tipps sollen die Auswahl eines geeigneten Hundeshampoos erleichtern.

Grundsätzliches zum Baden des Hundes

HundeshampooHunde besitzen von Natur aus ein anderes Reinlichkeitsempfinden als der Mensch. Daher stellt das Baden und Shamponieren ihres Fells eine besondere Belastung dar. Zum einen empfinden die meisten Hunde den glatten Untergrund der Wanne als unangenehm. Zum anderen stört es sie, dass das Wasser aus dem Duschkopf von oben auf ihr Fell trifft. Vor allem im Kopfbereich reagieren sie besonders ängstlich. Aus diesen Gründen sollte der Hund langsam an das Baden herangeführt werden.

Das Baden des Hundes dient hauptsächlich der Reinigung der Haut, des Haares und der Fellpflege. In übertriebenem Maße schädigt es jedoch die Haarstruktur und die Hautbarriere. Allergische Reaktionen können ebenso die Folge sein wie Hautverletzungen. Letztere bieten Keimen und Bakterien die Möglichkeit, in den Körper einzudringen. Insofern sollte der Hund der Prozedur des Bades nicht häufiger als notwendig ausgesetzt werden. Kommt beim Baden ein Shampoo zum Einsatz, sollte auf dessen Inhaltsstoffe geachtet werden.

Hundeshampoos gegen Verunreinigungen von Haut und Fell

Bei der Auswahl des Hundeshampoos gilt grundsätzlich der Spruch: Weniger ist mehr. Häufig kommt der Hundebesitzer beim Baden des Hundes ganz ohne ein Pflegemittel aus. Es reicht, das Fell mit lauwarmem Wasser gründlich auszuspülen. Stärkere Verunreinigungen lassen sich hierbei jedoch nicht entfernen. Das verwendete Shampoo sollte mild und mit möglichst wenigen chemischen Zusätzen belastet sein.

Neigt der Hund zu einer schuppigen und trockenen Haut, muss das Shampoo rückfettende Inhaltsstoffe enthalten. Shampoos für die besonders sensible Haut sollten seifenfrei sein. Spezielle Pflegezusätze wie die Aloe vera spenden Feuchtigkeit und wirken entzündungshemmend. Hunde mit einem längeren Fell, das zum Verfilzen neigt, profitieren von sogenannten Entfilzungsshampoos. Sie erleichtern das spätere Durchkämmen des Haars.

Für den Menschen bestimmte Shampoos sollten bei Hunden nicht eingesetzt werden. Sie enthalten verschiedene Duft- und Farbstoffe, die die natürliche Hautbarriere des Hundes unnötig belasten. Ohnehin empfinden Hunde auffällige Düfte als unangenehm. Sie werden bemüht sein, diese so schnell wie möglich loszuwerden. Beispielsweise sielen sie sich nach dem Bad gezielt auf dem Boden. Besteht die Möglichkeit, wälzen sie sich in Aas. Damit wäre der gegenteilige Effekt der Reinigung erreicht. Steht im Bedarfsfall kein Hundeshampoo zur Verfügung, kann notfalls ein Babyshampoo benutzt werden.

Hundeshampoos gegen Ungeziefer

Den Reinigungsshampoos gegenüber stehen Hundeshampoos, die vorwiegend der Ungezieferbekämpfung dienen. Ihre Inhaltsstoffe beseitigen Parasiten wie Flöhe und Haarlinge. Bei der Anwendung derartiger Shampoos sollte der Hundebesitzer unbedingt die Herstellerangaben beachten, da die Mittel arzneilich wirkende Bestandteile beinhalten.

Für säugende Hündinnen, Welpen und kranke Hunde sind diese Shampoos nur bedingt oder gar nicht geeignet.

Hund-waschenZudem müssen bei der Anwendung von Ungeziefer-Bekämpfungsshampoos weitere Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Der Packungsbeilage von frei verkäuflichen Ungeziefer-Bekämpfungsshampoos ist im Allgemeinen zu entnehmen, ob eine nochmalige Behandlung notwendig ist. Eine langfristige Wirkung kann nämlich nur erzielt werden, wenn später geschlüpfte Nissen ebenfalls beseitigt werden. Das Einhalten der Vorgaben des Herstellers trägt zur Gesundung des Hundes bei. Eine präventive Anwendung von Hundeshampoos dieser Art sollte aufgrund der möglichen Nebenwirkungen jedoch unterbleiben. Immerhin ähneln einige Wirkstoffe gesundheitsschädigenden Nervengiften. Ohnehin ist eine vorbeugende Wirkung von Ungeziefer-Bekämpfungsmitteln eher unwahrscheinlich.

Vom Tierarzt verschriebene Hundeshampoos

Gegen einige Erkrankungen der Haut verschreibt der Tierarzt spezielle Hundeshampoos. Beispielsweise kommen sie beim verstärkten Milben– und Pilzbefall in Betracht. Auch ihr Einsatz sollte gezielt und in der individuellen Dosierung erfolgen, da es bei falscher Anwendung beziehungsweise einer Überdosierung zu gesundheitlichen Schäden kommen kann.

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