Azawakh

Bis 65 Kilometer pro Stunde erreicht diese filigran gebaute Windhunderasse aus Afrika. Der Azawakh, einst für die Hetzjagd und das Bewachen gezüchtet, ist auch heute noch in den Ländern Mali, Burkina Faso und Niger zu Hause. Seit den Siebzigerjahren finden sich jedoch auch in Europa vermehrt Hunde dieser Rasse. Dies führte letztlich zur Aufnahme des Azawakh in die offiziellen Listen der FCI. Hier wird die Rasse in der FCI Gruppe 10, Sektion 3 unter der Standard-Nummer 307 geführt.

Azawakhs, auch als Tuareg-Windhunde bezeichnet, zählen zu den eher seltenen Hunderassen. Ihr Erscheinungsbild und auch ihr Wesen weisen deutliche Parallelen zu anderen Windhunderassen auf. Vor der Anschaffung sollten Hundeliebhaber daher genau überlegen, ob sie den Bedürfnissen dieser lauffreudigen Rasse gerecht werden können.

 

Das äußere Erscheinungsbild des Azawakh

Gewicht

Azawakh-Rüden erreichen ein Gewicht von zwanzig bis 25 Kilogramm. Mit 15 bis zwanzig Kilogramm sind Hündinnen meist noch etwas leichter.

Größe

Nur wenig größer als Hündinnen mit ihren sechzig bis siebzig Zentimetern werden Rüden dieser Rasse, die etwa 64 bis 75 Zentimeter Widerristhöhe erreichen.

 

Farbe

Das sehr kurze Haarkleid der Azawakhs zeigt unterschiedliche Farbspiele von roter über sandgetönte bis in zu hellbrauner Färbung. Außerdem typisch für die Rasse kann eine Stromung des Fells sein. Am Kopf und an den Beinen verfügen viele dieser Hunde über schwarze Abzeichen, während die Brust zumeist einen weißen Fleck aufweist. Abgesehen von diesen Standardbestimmungen sind Azawakhs in ihrer afrikanischen Heimat oft mit einem weitaus vielfältigeren Farbspiel ausgestattet. Hier gibt es auch gescheckte, stark gestromte und falbfarbene Exemplare.

 

Körperbau

Beim Azawakh handelt es sich um einen äußerst schlanken und hochbeinigen Hund. Er verfügt über einen schmalen bis spitzen Kopf, einen langen Hals und eine dünne Rute. Die Ohren hängen sanft herab. Der Standard verlangt, dass sich die Knochen unter der Haut der Vierbeiner deutlich abzeichnen, weswegen hervorstehende Rippenbögen als Qualitätsmerkmal gelten. Dies jedoch ist nur dann zu erreichen, wenn ein Azawakh auf Diät gesetzt wird und sich ähnlich ernährt wie in Afrika.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen

Seinen ursprünglichen Zweck als selbständig denkender Wach- und Jagdhund kann der Azawakh bis heute nicht verleugnen. Die Rasse zeigt sich daher recht eigenständig, teilweise auch dominant und verfügt über ein gewisses Territorialverhalten. Diese Wesenszüge verleihen Azawakhs gemeinsam mit ihrem Körperbau eine sehr elegante und edle Aura.

Hinter der resoluten Fassade des Azawakh verbirgt sich jedoch eine große Sensibilität. Mit lauten Worten und harter Hand können diese Hunde nicht umgehen. Sie verhalten sich häufig zurückhaltend und benötigen etwas Zeit, um mit neuen Menschen oder Situationen „warm“ zu werden. Haben sie einen Menschen jedoch einmal in ihr Herz geschlossen, überzeugen Azawakhs durch ihr ausgesprochen liebevolles, freundliches und teilweise auch verschmustes Verhalten.

Auch mit Kindern und anderen Hunden im eigenen Zuhause können Azawakhs gut zurechtkommen. Hier ist jedoch eine gute Sozialisierung, die schon im Welpenalter beginnt, unverzichtbar. Auch die Erziehung eines Azawakh erfordert ein wenig Geduld und Verständnis. Diese Rasse ordnet sich nicht bedingungslos unter und hinterfragt Befehle gelegentlich. Eine solide Bindung zwischen Mensch und Azawakh und konsequente Behandlung sind daher Grundvoraussetzung für windhund-typischen, nicht immer vorhandenen, Gehorsam.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Hetzjagd und das Bewachen seines Zuhauses sind auch heute noch die Grundaufgaben afrikanischer Azawakhs. Lebt ein solcher Hund in Europa und muss er sich nicht in der Sahel-Zone durchschlagen, sollte er vor allem seinem Lauftrieb nachkommen dürfen. Daher eignet sich diese Rasse vor allem für den Einsatz beim Coursing, kann jedoch auch für ambitionierte Läufer oder Radfahrer zu einem treuen Begleiter werden.

 

Haltung und Pflege des Azawakh

Azawakhs sind nur dann glücklich, wenn sie sich in ausreichendem Maß bewegen können. Die Haltung in der oft beengten Umgebung einer Großstadtwohnung ist für diese Hunderasse daher nicht zu empfehlen. Ein Haus mit Garten bietet Azawakhs ein artgerechtes Heim, sollte jedoch an den Grundstücksgrenzen gut umzäunt werden.

Auch wenn er Zugang zu einem großen Grundstück hat, will der Azawakh täglich mehrmals außerhalb seines Heims bewegt werden. Ein nicht hinreichend ausgelasteter Azawakh neigt jedoch zu starker Nervosität, Verhaltensauffälligkeiten und zunehmendem Ungehorsam. Lange Spaziergänge an der Schleppleine, Jogging-Ausflüge oder Radtouren sorgen dafür, dass sich diese Hunde in der Wohnung ausgeglichen und ruhig verhalten. Gelegentliche Ausflüge zur Rennbahn sind ebenfalls empfehlenswert, denn hier kann sich der Azawakh einmal so richtig austoben.

Die Fellpflege erweist sich beim Azawakh als angenehm unkompliziert. Es genügt, das kurze Fell regelmäßig sanft zu bürsten und die darunterliegende Haut auf trockene Stellen oder Parasiten zu untersuchen. Da das Fell des Azawakh recht dünn und seine Statur sehr feingliedrig ist, sollte die Bürste nicht zu hart sein.

Gesundheit

Ein rundum gesunder Hund mit einem soliden Knochenbau ist der Azawakh in jedem Fall. Daher sind keine rassetypischen Erkrankungen bekannt. Bei artgerechter Haltung, gesunder Ernährung und regelmäßigen Gesundheits-Checks erreicht diese Hunderasse ein Alter von zehn bis zwölf Jahren.

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