Berger des Pyrénées

Der Berger de Pyrénées (Pyrenäen-Schäferhund oder Pyrenäen-Hütehund) ist ein Franzose, für den es zwei unterschiedliche FCI-Rassestandards gibt. Man unterscheidet den „Berger des Pyrénées à poil long“ (langes Fell) und den „Berger des Pyrénées à face rase“ (kurzes Fell im Gesicht, am Körper länger).

Der „Pyri“, wie er heute gerne im alltäglichen Sprachgebrauch genannt wird, war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts recht unbekannt. Es interessierten sich im Grunde nur die Hirten der Pyrenäen für diesen quirligen Schäferhund. Aufgrund dessen ist diese Rasse auch nicht künstlich hochgezüchtet worden, sondern sie hat sich natürlich weiterentwickelt. Je nach Region der Gebirge, konnte das Aussehen des Berger de Pyrénées immens variieren. Zwar waren das Wesen und das Verhalten gleich, doch durch die unterschiedliche Beschaffenheit des Fells gab es auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten innerhalb der Rasse.

Die Aufgabe dieses Arbeitshundes bestand darin, das Vieh im Hochgebirge zu hüten und treiben. Es entwickelte sich eine robuste, sportliche und selbstständige Hunderasse.

Beim FCI wird der Berger des Pyrénées unter der Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde) in der Sektion 1 geführt (Schäferhunde) (Standard Nr. 138 und 141)

Äußeres Erscheinungsbild des Berger des Pyrénées

Größe:

Der „Berger des Pyrénées à poil long“ misst bei Hündinnen 40 – 46 cm und bei Rüden 42 – 48 cm. Im FCI ist für den „Berger des Pyrénées à face rase“ für Hündinnen 40 – 52 cm und für Rüden   40-54 cm festgelegt.

Gewicht:

Im Standard gibt es keine festgelegte Gewichtsangabe. Im Normalfall bringt der Berger des Pyrénées je nach Größe und Körperbau etwa 12 – 15 kg auf die Waage.

Farbe:

Den Berger des Pyrénées gibt es in vergleichsweise vielen verschiedenen Farbkombinationen. Es gibt ihn in blond (fauve) mit verschiedenen Schattierungen, Stromungen, schwarzen Fellspitzen oder auch in Schwarz mit grauen Abstufungen. Außerdem kommt diese Rasse auch in blonder Grundfarbe daher. Durch das Merle-Gen findet man den Pyri auch in der Farbgebung Harlekin.

Körperbau:

Diese mittelgroße Hunderasse ist nahezu quadratisch gebaut. Seine Statur ist von kräftiger Natur mit tief angesetzter Rute, welche an der Spitze einen Haken bildet. Die Muskulatur des Berger des Pyrénées ist eher faserig und sehnig. Eine drahtige Sportskanone trifft es wohl am ehesten.

Die Pfoten sind flach und oval, denn Trittsicherheit war für seine ursprüngliche Verwendung in den Gebirgen überlebenswichtig.

Kopf und Ohren:

Der Kopf des Berger des Pyrénées wirkt dreieckig und wird besonders im Trab gerne hochgetragen. Die herabhängenden und mittig am Kopf angesetzten Ohren sind am Ansatz breit und laufen spitz zu. Die dunkelbraunen Augen des Pyri sind mandelförmig und wirken aufgeweckt und klar. Je nach Fellfarbe können die Augen auch birkenfarben sein.

Besondere Eigenschaften des Berger des Pyrénées

Wesen:

Der Berger des Pyrénée ist ein richtiger Wirbelwind. Aufgrund seiner ursprünglichen Einsatzgebiete ist er entsprechend energiegeladen. Zudem ist dieser Franzose sehr intelligent und hat eine gute Auffassungsgabe.

Innerhalb der Familie möchte der Pyrenäen-Hund am liebsten immer mittendrin und dabei sein, was für fremde Menschen jedoch in der Regel nicht gilt. Bei Fremden ist er eher zurückhaltend bis misstrauisch und lässt sich oftmals nicht gerne anfassen. Dann ergreift er gerne die Flucht. Aufgrund seiner Familienliebe und seines Aussehens wird der Berger des Pyrénées immer häufiger als Familienhund gehalten. Zu Hause gilt er als sehr wachsam, da kann dieser Rassehund auch schon mal ungemütlich werden. Ansonsten ist der Berger des Pyrénées immer für Spiel und Spaß mit seinen Bezugspersonen zu haben.

Mögliche Einsatzgebiete:

Die Intelligenz und Auffassungsgabe in Kombination mit dem Arbeitswillen macht denBerger des Pyrénées zu einem Hund für diverse Einsatzgebiete. Nasenarbeit gepaart mit körperlicher Auslastung wie bei der Fährten- und Sucharbeit ist für den Pyrenäen-Hund ein Einsatzbereich, in dem er sein Können so richtig unter Beweis stellen kann. Doch auch Hundesportarten wie Agility oder Obedience stellen für den Pyri eine wunderbare Beschäftigung dar. Das wohl beste Einsatzgebiet für diesen Hund liegt aber nahe: das Hüten. Als Schäfer- und Hütehund liegt das schließlich in seinen Genen und ist damit das artgerechteste und ursprünglichste Einsatzgebiet.

Haltung:

Der Pyri eignet sich für Familien und/oder sportliche Menschen, welche die nötige Zeit für diesen Hund mitbringen. Auslastung in Form von Spaziergängen, Hundesportarten, mentale Beschäftigung und Spaß und Spiel sind die Anforderungen für einen ausgeglichenenBerger des Pyrénées. Unausgelastete Hunde dieser Rasse kommen ansonsten gerne mal auf „dumme Ideen“. Da er seiner Familie am liebsten auf Schritt und Tritt folgt, ist eine Zwingerhaltung für den Pyri nicht geeignet.

Unter dem Titel „liebevolle Konsequenz“ kann man die nötige Erziehung am besten zusammenfassen. Konsequente Erziehung ist hier unbedingt angebracht, da der Berger des Pyrénées mit seinem selbstständigen und selbstbewussten Wesen auf eigene Faust seine Regeln aufstellt. Eine gute Sozialisierung, gerade mit für ihn fremden Menschen, ist besonders wichtig. Beachtet man diese vergleichsweise hohen Ansprüche an Erziehung und Haltung, macht sich der Pyri perfekt als treuer Begleiter.

Pflege:

Die Fellpflege differiert etwas nach den Rassevarianten „Berger des Pyrénées à poil long“ und „Berger des Pyrénées à face rase“ aufgrund der Fellstruktur. Besonders beim längeren Fell des Pyrenäen-Schäferhund sollte man wöchentlich das Fell ausbürsten. Besonders hinter den Ohren kann es häufig zu Verfilzungen kommen. Auch Fremdkörper finden sich hier und da im dichten Fell und sollten regelmäßig entfernt werden.

Gesundheit:

Im Allgemeinen ist derBerger des Pyrénées ein sehr robuster und agiler Hund. Er erreicht locker 12-15 Lebensjahre. Es gibt jedoch auch hier rassespezifische Erbkrankheiten. Dazu zählen Epilepsie, Hüftgelenksdysplasie und Hautkrankheiten. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Veranlagungen dazu über einen DNA-Test bestimmt werden.

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