West Highland White Terrier

West-Highland-White-TerrierDer West Highland White Terrier ist ein beliebter Familien- und Begleithund.

Zu seinen Vorfahren zählen verschiedene niederläufige Jagdterrier aus dem schottischen Hochland, die im 18. und 19. Jahrhundert vor allem zur Rattenbekämpfung und bei der Baujagd eingesetzt wurden.

Eine enge Verwandtschaft zum Cairn Terrier gilt als wahrscheinlich, da sich die beiden Rassen im Wesentlichen durch die Fellfarbe unterscheiden.

Im 19. Jahrhundert soll sich Colonel Edward Donald Malcom (1837-1930) den weißen Tieren angenommen haben, die hin und wieder in den Würfen der – dunklen – Cairn Terrier fielen. Aus ihnen züchtete er den West Highland White Terrier als „neue“ Rasse heraus.

Die helle Färbung des Fells war bei der Jagd häufig von Vorteil, da der Hund so im Gelände besser erkannt sowie sicherer vom Wild unterschieden werden konnte.

1907 erfolgte die Anerkennung der Rasse durch den englischen Kennel Club.

 

In der Rassensystematik der FCI wird der West Highland White Terrier in Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier), Standard Nr. 85, gelistet.

 

Äußeres Erscheinungsbild

westieGröße:

Die Widerristhöhe beträgt beim Rüden 28-30 cm, Hündinnen werden 26-28 cm groß.

Gewicht:

Rüden erreichen ein Gewicht von 8-10 kg, Hündinnen sind mit 5-8 kg etwas leichter.

Farbe:

Weiß ist die einzige erlaubte Fellfarbe.

Das Fell des West Highland White Terrier besteht aus glattem, etwa 5 cm langem Deckhaar und einer kurzen, weichen Unterwolle.

Körperbau:

Das Gesamtbild des West Highland White Terrier ist kompakt, kräftig und harmonisch. Der Hund ist länger als hoch, er steht also im sogenannten Rechteckformat.

Sein Schädel ist leicht gewölbt, der Stop deutlich ausgeprägt. Der Fang wird zur Nasenspitze hin harmonisch schmaler. Der Nasenspiegel ist schwarz. Im Verhältnis zur Körpergröße des Hundes erscheint sein Gebiss relativ groß.

Die Augen sind dunkel mit einem aufmerksamen, intelligenten Ausdruck. Helle Augen sind unerwünscht. Die kleinen Ohren stehen aufrecht und laufen spitz zu.

West-Highland-TerrierDer Hals ist von ausreichender Länge, der Rücken gerade und die Lendenpartie gut bemuskelt. Die Brust ist tief mit weit nach hinten reichenden Rippen.

Die Rute soll 13 bis 15 cm lang und so gerade wie möglich sein. Sie wird aufrecht getragen.

Die Schultern liegen schräg zurück; das Schultergelenk ist nach vorne gelagert.

Die Vordergliedmaßen sind gerade, kurz und gut bemuskelt, die Vorderpfoten sind größer als die Pfoten der Hintergliedmaße.

Die Bewegung der Vorderhand ist raumgreifend aus der Schulter heraus.

Der Oberschenkel ist stark bemuskelt, das Sprunggelenk gut gewinkelt und nicht zu steil. Der gute Schub aus der Hinterhand ermöglicht dem kleinen Hund raumgreifende Bewegungen. Die Krallen sollen schwarz gefärbt sein.

 

Besondere Eigenschaften

Welpen
Welpen

Wesen:

Der „Westie“ ist ein robuster, freundlicher und aktiver Hund. Wie alle Terrierrassen zeichnet er sich durch eine gewisse Unabhängigkeit aus, zu seinem Besitzer entwickelt er jedoch eine recht enge Bindung.

Der kleine Hund ist mutig und sehr wachsam; Besuch kündigt er oft lautstark an.

Sein relativ ausgeprägter Jagdinstinkt muss bei der Erziehung und im täglichen Umgang berücksichtigt werden, generell handelt es sich beim West Highland White Terrier aber um einen unkomplizierten, gut erziehbaren Hund.

Im Umgang mit Kindern zeigt er sich in der Regel unproblematisch und freundlich.

 

Mögliche Einsatzgebiete:

Der West Highland White Terrier ist ein wetterfester, robuster Begleiter für Spaziergänge, Wanderungen und einige weitere sportliche Aktivitäten. Sein angenehmes Wesen und seine Kinderfreundlichkeit machen ihn zu einem idealen Familien- und Begleithund.

Bei entsprechender Anpassung der Anforderungen ist der kleine Hund auch gut für Hundesportarten wie etwa Agility geeignet.

 

Haltung und Pflege

westie-sitzendDurch seinen unkomplizierten Charakter und die relativ leichte Erziehbarkeit ist der West Highland White Terrier auch für Anfänger gut geeignet.

Die Haltung in einer Stadtwohnung ist problemlos möglich, sofern der Hund ausreichend Bewegung und Beschäftigung sowie die Möglichkeit zum Freilauf erhält.

Bei guter Pflege haart der „Westie“ nicht. Sein Fell sollte etwa alle 3 Monate getrimmt werden. Dabei wird abgestorbenes Deckhaar entfernt.

 

Gesundheit

Der West Highland White Terrier ist eine Rasse, bei der Allergien mit Hautsymptomatik relativ häufig auftreten. Neben der Patellaluxation (Herausgleiten der Kniescheibe aus ihrer Führung) kommen auch Nabel- und Leistenbrüche sowie Kiefermissbildungen häufiger vor.

Die Kraniomandibuläre Osteopathie (CMO) ist eine genetisch bedingte Knochenerkrankung des Schädels, die bei Jungtieren bestimmter Linien gehäuft vorkommt.

Die Lebenserwartung liegt bei etwa 12 bis 16 Jahren.

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