Schapendoes

Der Schapendoes wird offiziell „Nederlandse Schapendoes“ genannt. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich um eine niederländische Hütehunderasse. Der Schapendoes stammt von einer uralten niederländischen Schäferhundrasse ab und wurde im vorherigen Jahrhundert hauptsächlich in der niederländischen Heidegegend gehalten. Die Hirten schätzten seine ausdauernde Arbeitsfreude und sein gutmütiges und mutiges Wesen.

Erst 1954 wurde ein Standard für den Schapendoes festgelegt und ein Stammbuch geführt. In den Jahren zuvor galt der Schapendoes eher als Gebrauchshund und weniger als Rassehund. Seit 1991 wurde diese Rasse vom FCI (FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standard Nr. 313) anerkannt, wobei der Schapendoes nicht als Mode- oder Ausstellungshund gelten sollte. Seine ursprünglichen Eigenschaften sollten so gut wie möglich erhalten bleiben. Die Zucht des Schapendoes befindet sich derzeit immer noch im Aufbau und wird dementsprechend nur von stammbuchgeführten Hunden durchgeführt. In Deutschland ist der Schapendoes bisher noch vergleichsweise selten zu finden.

Der Schapendoes wird mit seiner exzellenten Sprungkraft, dem agilen und sportlichen Körperbau auch heute gerne noch als Hütehund für Schafherden eingesetzt.

Äußeres Erscheinungsbild des Schapendoes

Größe:

Die Idealgröße des Schapendoes liegt bei einer Widerristhöhe zwischen 40 und 47 cm für Hündinnen und 43 und 50 cm für Rüden. Damit zählt der Schapendoes zu den mittelgroßen Hunderassen.

Gewicht:

Im Rassestandard gibt es für das Gewicht keine Vorgaben. Typischerweise wiegt der Schapendoes zwischen 12 und 20 kg, Rüden auch bis 25 kg.

Farbe:

Laut FCI-Rassestandard sind alle Fellfarben zulässig, bevorzugt ist jedoch ein Blaugrau bis hin zu Schwarz. Den Schapendoes gibt es jedoch auch in den Farben Braun-Weiß, Grau-Weiß, Schwarz -Weiß und als Tricolor.

Körperbau:

Der Schapendoes ist ein sehr leicht gebauter Hütehund. Sein Körper ist etwas länger als hoch. Das allgemeine Erscheinungsbild wirkt harmonisch und gut proportioniert. Die Lendenwirbelgegend ist muskulös und geht in eine lange Rute über. Die Rute des Schapendoes wird je nach Erregungslevel hängend (bei Entspannung), hoch aufgerichtet und schwingend (im Trab) oder waagerecht (im Galopp) getragen.

Die Vorderbrust des Schapendoes wird durch die geraden, leichte gebauten und gut gewinkelten Vorderläufe betont. Im Gegensatz dazu sind die Hinterläufe muskulös. Die Pfoten mit den enganliegenden Zehen wirken recht groß mit ovalem, breitem Umriss.

Durch diesen recht elastischen Körperbau wirkt das Gangbild den Schapendoes sehr leichtfüßig und federnd.  

Kopf und Ohren:

Der Kopf des Schapendoes wirkt durch das dichte Fell breiter und größer als der Schädel eigentlich ist. Dieser ist eher flach und breit. Die großen, runden, offenen und lebendige Augen sind nach vorne gerichtet und sind laut FCI-Rassestandart braun.

Die Ohren wirken am dicht behaarten Kopf des Schapendoes eher kleiner. Sie werden, wie der Kopf als Gesamtes, hochgetragen und hängen frei.

Welpe

Besondere Eigenschaften

Wesen:

Der Schapendoes ist im Allgemeinen ein gut gelaunter, aufmerksamer und lebhafter Hütehund. Er ist intelligent und lernt daher schnell. Der fröhliche Langhaarhund ist sensibel und sollte nie mit Härte erzogen werden. Eine gesunde Mensch-Hund-Beziehung ist das was er benötigt, dann wird er sich nicht großartig von seinem Menschen entfernen. In seinem Territorium gilt der Schapendoes als wachsamer Zeitgenosse.  Zu seinen Menschen baut der Schapendoes in der Regel eine innige und vertrauensvolle Beziehung auf. Dann ist er ein treuer Begleiter und zeigt gerne Zuneigung.

Mögliche Einsatzgebiete:

Aufgrund seiner gutmütigen, freundlichen Art und seiner Freude an Spaß und Spiel eignet sich der Schapendoes als Familienhund. Mit Kindern kann er gut umgehen, gerade aufgrund seines gut gelaunten Gemüts und dem großen Spieltrieb. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass der Schapendoes noch ursprünglich als Arbeitshund eingesetzt wurde. Er braucht daher entsprechend sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Schapendoes kann beispielsweise als Rettungshund seine Dienste erweisen. Auch Hundesport wie Agility eignen sich als anspruchsvolle Beschäftigung für den Schapendoes.

Haltung und Pflege:

Bei entsprechender Erziehung kann der Schapendoes ohne Weiteres abgeleint werden und den Freilauf genießen, denn der Jagdtrieb dieser Rasse ist gering. Für immer die gleiche, kleine Gassirunde ist der Schapendoes nicht geeignet, sein Temperament sollte also immer beachtet werden. Da er sehr gesellig ist und die Nähe zu seinen Menschen liebt, ist die Zwingerhaltung für diesen Hund nicht geeignet. Er sollte im Haushalt mit Anschluss an seine Familie und genügend Auslauf gehalten werden.

Trotz des langen Fells mit dichtem Unterhaar gestaltet sich die Fellpflege des Schapendoes vergleichsweise unkompliziert. Bürstet man das Fell jede Woche gründlich durch, ist das meistens schon ausreichend. Das Sehen kann durch das lange Fell im Gesicht beeinträchtigt werden. Abhilfe schafft das Ausdünnen des Fells rund um die Augen oder das Hochbinden einiger Fellsträhnen am Oberkopf. Das Abschneiden des Fells würde jedoch das Gesamtbild des Schapendoes ziemlich verändern.

Gesundheit:

Die Lebenserwartung des Schapendoes liegt bei etwa 12 Jahren und mehr. Im Allgemeinen ist diese Rasse langlebig und gesund. Erbkrankheiten konnten bisher züchterisch gut reguliert werden. Rassetypische Krankheiten oder Allergien gibt es bei dem Schapendoes keine. Die Schäfer in den Niederlanden haben seinerzeit bei dem Schapendoes lediglich auf Wesen und seiner Freude an der Arbeit geachtet haben. Es handelt sich also nicht um einen Mode- oder Ausstellungshund, sondern um einen robusten und ursprünglichen Hütehund.

eingesendete Bilder stolzer Schapendoesbesitzer:

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