Basenji

Die Heimat des Basenji ist Zentralafrika. Hier entdeckten ihn die Briten im Jahre 1870, wobei es bis zur systematischen Züchtung der Rasse bis etwa 1930 dauerte. Basenji bedeutet übersetzt „kleines wildes Ding aus dem Busch“, was seinen Charakter auch heute noch gut beschreibt. Hunde dieser Rasse stammen höchstvermutlich von der ägyptischen Hundeform Tesem ab. Auch wenn es den Basenji inzwischen außerhalb Afrikas gibt, leben viele Hunde noch heute mit den Pygmäen in den Wäldern Zentralafrikas. Hier unterstützen sie die Menschen bei der Treibjagd. Die FCI führt den Basenji offiziell in der Gruppe 5, Sektion 6 unter Standardnummer 43.

 

 

Das äußere Erscheinungsbild des Basenji

Gewicht

Rüden erreichen ein Gewicht von etwa elf Kilogramm, während Hündinnen mit bis zu 9,5 Kilogramm etwas leichter sind.

Größe  

Mit einer Widerristhöhe von rund 43 Zentimetern sind Basenji Rüden ein wenig größer als Hündinnen. Deren durchschnittliche Größe beläuft sich auf vierzig Zentimeter.

Farbe

Basenjis gibt es in den Farben Schwarz, Rotbraun, Lohfarben und Weiß. Durchaus üblich ist eine große weiße Fläche auf Hals und Brust. Davon abgesehen kann das Fell dieser Hunde auch gestromt und gefleckt ausfallen, wobei sich Abzeichen meist an den Wangen und oberhalb der Augen zeigen. Am Ende der Rute findet sich beim Basenji stets eine weiße Spitze.

 

Körperbau

Der Basenji ist ein kompakter und durchaus muskulöser Hund, dessen Körperbau an den eines Spitzes erinnert. Seine Rute ist nach oben eingedreht und meist schmal. Eine Besonderheit dieser Rasse sind ihre Pfoten, bei denen die beiden mittleren Zehenballen zusammengewachsen sind. Die Ohren des Basenji stehen stets steil nach oben.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen

Welpe

Basenjis verbindet auch heute noch viel mit ihrer wilden Vergangenheit. Diese Hunde sind sehr selbständig und aufmerksam, ordnen sich nur äußerst ungern unter und verfügen über einen recht hohen Bewegungsdrang. Im Umgang mit dem Menschen erweist sich diese Rasse zwar freundlich und zugänglich, kann jedoch einen ausgeprägten Sturkopf beweisen. Daher sind Basenjis nicht für Hundeanfänger geeignet. Sie benötigen einen Halter, der ihnen mit viel Konsequenz, Verständnis und Geduld begegnet. Basenjis hören nur dann gut, wenn sie in den ersten Jahren eine sehr intensive Erziehung genossen und ein enges Vertrauensverhältnis zu ihrem Menschen aufgebaut haben.

Doch auch dann bleibt der Basenji eigenständig und verliert seinen Freiheitsdrang nicht. Bei Spaziergängen ist es daher wichtig, dass Hunde dieser Rasse an der Leine geführt, oder vorab intensiv auf das freie Laufen und Abrufen vorbereitet wurden. Im Ernstfall nämlich interessiert es einen Basenji wenig, ob er sich zu weit entfernt.

Basenjis sind wenig bellfreudig. Viel häufiger kommunizieren sie mit ihrem speziellen Jodeln, das sehr vielseitig klingen kann. Für jede Emotion und jedes Bedürfnis verfügt der Basenji über seine

ganz eigene Abfolge von Lauten.

Mögliche Einsatzgebiete

Basenjis wie bei den Pygmäen für die Jagd einzusetzen, ist in westlichen Ländern kaum denkbar. Um diesen Hunden gerecht zu werden, sollten Halter über verschiedene Sportarten wie Agility oder auch Cani Cross nachdenken. Hier kann der Basenji seinen Drang nach Bewegung frei ausleben.

 

Haltung und Pflege des Basenji

Bei Basenjis handelt es sich um äußerst saubere Hunde, die sehr auf Reinlichkeit bedacht sind. In der Wohnung eines Basenji-Halters werden Besucher daher weder typischen Hundegeruch noch viele Haare vorfinden. Für die Pflege des Fells genügt gelegentliches Bürsten.

Basenjis können durchaus in einer Wohnung gehalten werden, neigen jedoch bei mangelnder Auslastung zu unerwünschtem Verhalten. Vor allem das Zerstören von Inventar und Knabbern an Kabeln sowie Möbelstücken können dann an der Tagesordnung sein. Wo der Basenji auch gehalten wird: Er muss täglich mehrfach spazieren gehen und sich dabei intensiv bewegen. Ein Haus mit gut eingezäuntem Garten kann bei der Auslastung helfen.

Kälte mögen Basenjis nicht. Daher sollten sie vor allem während der kühleren Jahreszeiten nicht zu lange im Freien gehalten werden. Ein gemütliches Plätzchen in der Wohnung ist dieser Rasse um einiges lieber als der winterliche oder herbstliche Garten.

Basenjis fühlen sich nur im Rudel wohl. Die Haltung mehrerer Hunde ist daher eine gute Idee, um dieser Rasse gerecht zu werden. Auch bleibt der Basenji nicht gerne alleine, weswegen er sich nicht für Halter mit einer Vollzeitstelle oder Menschen, die oft und lange außer Haus sind, eignet.

Da Basenjis das Aufbewahren, Horten und Verstecken von Nahrung nicht kennen, fressen sie alles, was sie finden. Gerade auf Spaziergängen sollten Hundehalter daher äußerst wachsam sein. Sonst kann es schnell passieren, dass ihr Hund etwas gefährliches oder sogar giftiges frisst.

 

Gesundheit

Es gibt zwei Erbkrankheiten, die bei Basenjis vorkommen können. Einerseits die Nierenkrankheit „Fanconi Syndrom“ und andererseits die Progressive Retina Atropie. Während beim Fanconi Syndrom eine Ernährungsumstellung helfen kann, führt die Progressive Retina Atropie im Laufe der Zeit zur vollständigen Erblindung.

Grundsätzlich ist es wichtig, einen Basenji ausgewogen zu ernähren, da Hunde dieser Rasse zu Übergewicht und entsprechenden Begleiterkrankungen neigen können. Bei guter Haltung und ausreichend Bewegung jedoch erreichen Basenjis ein Alter von bis zu 17 Jahren.

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