Deutsche Dogge

Deutsche Dogge – FCI-Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard Nr. 235

deutsche-dogge-schwarzDie Deutsche Dogge ist ein imposanter Riese mit sanftem Gemüt und gehört (nach dem Irish Wolfhound) zur größten Hunderasse überhaupt. Warum sich vor allem kleine Menschen mit dem großen, friedlichen Hund schmücken, kann nur vermutet werden. Vielleicht soll etwas von der majestätischen Eleganz abfärben. Eindrucksvoll sind ausgewachsene Deutsche Doggen jedes Farbschlags. Schwarz-weiß gescheckte Doggen werden gern mit Kälbern verglichen, obwohl sie deutlich graziler sind. Heute ist die Deutsche Dogge ein reiner Liebhaberhund, der zu Prestige-Zwecken gehalten wird. Die Aufzucht und Pflege ist nicht ganz einfach und vor allem nicht billig. Leider erreicht die Deutsche Dogge mit sechs bis zehn Jahren kein besonders hohes Lebensalter und teilt damit das Schicksal einer Vielzahl, vorwiegend auf Größe gezüchteten Hunderassen.

Äußeres Erscheinungsbild

deutsche-dogge-welpeDie Deutsche Dogge gilt als Apoll unter den großen Hunderassen. Sie besitzt ein edles, anmutiges und wohlproportioniertes Erscheinungsbild und eine ungemein stolze Ausstrahlung. Das Kraftpaket verfügt über einen gut ausgeprägten Brustkorb mit deutlicher Taille, wobei die perfekt definierten Muskeln unter dem kurzen, glatten Haarkleid gut erkennbar sind. Der eindrucksvolle Kopf mit den hoch angesetzten Hängeohren wird stolz erhoben getragen, die Rute bleibt locker gesenkt, Ringelschwänze gelten als Fehler. Kupierte Ohren sind nicht mehr zulässig. Aus gesundheitlichen Gründen muss jedoch manchmal der Schwanz gekürzt werden. Mit einer geforderten Widerristhöhe von Minimum 80 Zentimetern (Rüden) und 75 Zentimetern (Hündinnen) gehört die Deutsche Dogge zu den wahrhaft königlichen Erscheinungen unter den Hunden. Bei den Farbschlägen sind braune (gelbe), gestromte, schwarze und schwarz-weiß gescheckte Varianten von der FCI anerkannt.

Wesensmerkmale der Deutschen Dogge

Seiner Klassifizierung als Begleit-, Wach- und Schutzhund wird die Deutsche Dogge dank ihrer imposanten Größe gerecht. Als reiner Schutz- oder Wachhund ist die Rasse nur bedingt geeignet. Doch allein durch seine Größe wirkt der freundliche Riese abschreckend. Vom Wesen her gilt der Hund als ausgeglichen und anhänglich und verträgt sich gut mit anderen Haustieren. Fremden gegenüber ist der Hund zurückhaltend und zeigt keinerlei Aggressionspotential, seine Reizschwelle ist hoch. Die Deutsche Dogge wird weiterhin als ruhig, wesenstark und unerschrockendeutsche-doggen beschrieben, ist sich jedoch ihrer Größe durchaus bewusst. Auch wenn die Deutsche Dogge als gelehrig und leichtführig gilt, eignet sie sich nur für erwachsene Hundehalter und nicht für Kinder und schon gar nicht als Reittier. Der große Hund benötigt ausreichend Bewegung, mag jedoch keinen Ausdauersport. Wer sich diese Rasse anschafft, holt sich ein vollwertiges Familienmitglied auf Augenhöhe ins Haus. Denn der Hund möchte intensiv am Familienleben teilnehmen und benimmt sich dabei nur mäßig unterwürfig.

Geschichtliches und interessante Fakten

Hervorgegangen ist die Deutsche Dogge aus den Bären- oder Bullenbeißern, die zur Bärenjagd eingesetzt wurden. Kreuzungen aus englischen Mastiffs, irischen Wolfshunden und Windhunden lassen sich bis ins frühe 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Besonders gut geratene Tiere wurden nicht zur Jagd, sondern als imposante Palasthunde gehalten, die in den Gemächern am Fußende der Betten schlafen durften. Diese wertvollen Kammerhunde waren jedoch eher schmückendes Beiwerk und hatten lediglich den Zweck, gut und furchteinflößend auszusehen. Als sogenannte Leibhunde wichen die Doggen ihren zumeist adligen Besitzern nicht von der Seite und wurden deshalb auf zahlreichen Gemälden mit abgebildet. Erst 1876 entstand die Rassebezeichnung Deutsche Dogge.deutsche-dogge Vorher wurden die Hunde der Ulmer Dogge oder der Dänischen Dogge zugeordnet.

Rassetypische Erkrankungen

Gelenkerkrankungen, Knochenverwachsungen und Knochenkrebs sind häufig. Hinzu kommen Herzmuskelschwäche, Magendrehungen und Augenerkrankungen. Die Gefahr degenerativer Knochenerkrankungen kann nur durch hochwertiges Futter mit einem ausgewogenen Kalzium-Phosphor-Verhältnis vermindert werden, das bereits ab dem Welpenalter verabreicht werden muss. Aufgrund von Überzüchtung und erbbedingten Krankheiten ist die Lebenserwartung der großen Hunde vor allem in Deutschland sehr niedrig.

Bilder von stolzen Besitzern:

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Züchter, Vereine und Clubs

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Literatur

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Hier haben wir einig Literatur passend zur Rasse zusammengetragen:

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2 Kommentare

  1. Hallo,

    eine wirklich tolle Seite haben Sie hier!
    Energisch widersprechen muss ich aber Ihrer Aussage, dass die Deutsche Dogge nicht so sehr als Wach- bzw. Schutzhund geeignet sei.

    Wir hatten insgesamt 6 Deutsche Doggen, Hündinnen wie Rüden. Alle 6 waren hervorragende Wachhunde. Sie besitzen ein ausgezeichnetes Gehör und bewachen Tag und Nacht mit erstaunlich viel Eifer ihr Anwesen. Der einzige Unterschied zu den meisten anderen Rassen ist, dass sie nicht sofort laut loskläffen sondern blitzschnell und brüllend wie ein Löwe auf den Störenfried zustürmen und zunächst vor ihm stehenbleiben.

    Auch als Schutzhund kann ich mir keinen Besseren wünschen. Nicht nur wegen der imposanten Erscheinung! Die brauchen auch keine extra Ausbildung hierfür. Sie handeln aus sich heraus. Der Schutztrieb ist sehr stark vorhandenen, weshalb diese Hunde auch unbedingt gehorchen müssen. Ist es erforderlich, verwandelt sich der „sanfte“ Riese, dem man da vielleicht nicht so viel zutraut, blitzschnell in eine Kampfmaschine. Es wird nicht sofort gebissen, wie andere Rassen das tun. Sie versuchen, es zunächst mit mehr oder weniger gewaltigen Kopfstößen zu regeln. Oder sie halten so mit den Zähnen fest, dass kein Blut fließt. Erst, wenn der Angreifer nicht locker läßt, bekommt er zu spüren, mit wem er sich eingelassen hat.
    Dennoch ist es glücklicherweise selbst bei sehr aggressiven vierbeinigen Angreifern nur zu sehr kleinen Bisswunden gekommen. Auch gegen aggressive Menschen verteidigen sie unerschrocken. Nähert sich jemand mit merkwürdigem Verhalten sind sie sofort da und stellen sich drohend und schützend vor einen. Genügt das nicht, wird im erforderlichen Fall auch angegriffen.

    Nach 40 Jahren persönlicher Erfahrung mit deutschen Doggen kann ich mir keinen besseren Wach- und Schutzhund vorstellen!

    Liebe Grüße
    Gaby

  2. Hallo

    Habe selbst 2 Doggen und kann mir keinen besseren Begleiter vorstellen. Einmal Dogge Immer Dogge!

    Gruß Ingo

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