Berger Picard

Der Berger Picard, oft auch als Berger de Picardie bezeichnet, ist eine alte französische Hunderasse. Schon im neunten Jahrhundert sollen die Kelten Vorfahren des heutigen Berger Picard in die Berger-picard1Picardie mitgebracht haben. Die Rasse hatte es jedoch nicht immer leicht. Trotz aller Bemühungen, die Zucht voranzutreiben und den Berger Picard offiziell eintragen zu lassen, hatten der Erste und der Zweite Weltkrieg verheerende Auswirkungen. Offiziell anerkannt wurde der Berger Picard durch den „Club Francais du Chien de berger“ im Jahr 1925. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es jedoch nur noch sehr wenige Hunde dieser Rasse, was die Fortführung der Zucht sehr schwierig machte. Der Bestand erholt sich inzwischen langsam aber stetig, wobei das vergleichsweise hohe Inzuchtpotenzial der Berger Picards durch strenge Zuchtvorgaben und Kontrollen gemildert werden soll. Offiziell geführt wird der Berger Picard unter der FCI Standard Nummer 1.1/176.

 

Das äußere Erscheinungsbild des Berger Picard

Gewicht:

Hunde der Rasse Berger Picard bringen durchschnittlich 23 bis 32 Kilogramm auf die Waage. Der Unterschied zwischen Hündinnen und Rüden ist hierbei recht gering.

Größe:

Berger-picard-gesichtRüden kommen im ausgewachsenen Zustand auf eine Widerristhöhe von bis zu 65 Zentimetern, wobei Hündinnen bis zu 60 Zentimeter groß werden.

Farbe:

Die Fellfarbe des Berger Picard ist sehr vielfältig. So gibt es sowohl graue als auch helle und falbfarbene Exemplare. Auch die Mischung von Grau mit den Farben Rot, Schwarz und Blau ist durchaus gängig. Die Zeichnung der Hunde darf offiziell nur einen kleinen hellen Fleck an den Spitzen der Pfoten und auf der Brust zeigen. Große weiße Flecken entsprechen nicht den optischen Anforderungen.

 

Körperbau:

Der Berger Picard ist ein mittelgroßer Hund mit einem rauen und halblangen Fell. Das Fell ist glatt und vergleichsweise hart, ähnlich dem einer Ziege. Trotz seines eher rustikalen Erscheinungsbildes ist der Berger Picard ein eleganter und muskulöser Hund mit einem freundlichen und lebendigen Erscheinungsbild. Der fröhliche Gesichtsausdruck macht diese Rasse sehr beliebt.

 

Besondere Eigenschaften

Berger-picardWesen:

Das Wesen  kann durchaus aus eigensinnig, aber dennoch charmant beschrieben werden. Es handelt sich bei den meisten Exemplaren dieser Rasse um sehr kluge und lernfähige Tiere, die ihren Lernwillen allerdings nicht immer bereitwillig zeigen. So kann sich der Berger Picard durchaus für Hundesport wie Agility eignen, braucht allerdings eine verständnisvolle und geduldige Hand. Nehmen sich Besitzer dieses Hundes jedoch ausreichend Zeit und lassen sie bei der Erziehung Konsequenz walten, so ist der Berger Picard ein sehr freundlicher und liebenswerter Familienhund mit gutem Sozialverhalten. Auch wenn der Berger Picard oft als eigenwillig bezeichnet wird, steckt unter dem rauen Fell eine sehr weiche Seele. So braucht diese Rasse in jedem Fall den Anschluss an seine Familie. Dann zeigt er sich im Haus sehr ruhig und anschmiegsam, dreht in der freien Natur jedoch so richtig auf.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Da der Berger Picard eingangs als Hütehund eingesetzt wurde, ist sein eigenständiges Denken durchaus ein Markenzeichen. Heute wird die Rasse jedoch nur noch sehr selten als Hütehund verwendet, sondern lebt zumeist als Familienhund. Wer etwas Geduld Berger-picard-gangaufbringen kann, wird in dieser Rasse dennoch gute Voraussetzungen für die Ausbildung zum Rettungshund oder auch Schutzhund finden.

 

Haltung und Pflege des Berger Picard

Auch wenn sich der Berger Picard bei liebevoller Zuwendung im Haus recht ruhig verhält, handelt es sich bei Hunden dieser Rasse um äußerst bewegungsfreudige Tiere. Der Berger Picard will arbeiten und dabei nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Kopf einsetzen. Das Wetter ist diesen Hunden weitestgehend egal, weswegen sportliche Spaziergänge bei Regen, Schnee und Sonnenschein eingeplant werden müssen. Dies sollten künftige Halter unbedingt berücksichtigen und dem Tier später ausreichend Bewegung und Beschäftigung bieten. Ein Hund für Anfänger ist die Rasse aufgrund seines gelegentlich sturen und eigensinnigen Denkens eher nicht. Er eignet sich vor allen für Halter, die in Sachen Erziehung bereits Erfahrungen sammeln konnten. Auch die Haltung in einer Wohnung ohne Garten ist bei Berger Picard weniger empfehlenswert.

Die Pflege dieser Rasse ist im Vergleich zur Erziehung ein Kinderspiel. Das raue Haarkleid mit der feinen und Berger-de-Picardieeher dichten Unterwolle lässt sich sehr leicht bürsten und ist für Schmutz kaum anfällig.

 

Gesundheit
Beim Berger Picard handelt es sich um einen durchaus gesunden und widerstandsfähigen Hund. Für Krankheiten ist er daher kaum anfällig. Da die Population der Rasse allerdings recht gering ist, können sich klassische genetische Erkrankungen wie HD bemerkbar machen, selbst wenn nur HD-freie Tiere für die Zucht zugelassen sind. Ein gründlicher Check beim Tierarzt ist daher auch bei dieser Rasse wichtig. Der „Berger“  wird in aller Regel bis zu 13 Jahre alt.

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