Pinscher, Schnauzer und Molosser

Pinscher, Schnauzer und Molosser FCI-Gruppe 2

Die FCI-Gruppe 2 ist relativ umfangreich: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und weitere Rassen werden hier geführt.

Hunderassen in dieser Gruppe:

Die Rassen innerhalb dieser interessanten Gruppe sind sehr verschieden, was ihre Größe, ihr Äußeres, ihre Einsatzgebiete sowie ihre Charaktereigenschaften anbelangt; es lohnt sich also, sich zunächst einen kleinen Überblick zu verschaffen:

Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
1.1 Pinscher
Dieser Überbegriff umfasst mehrere Rassen glatthaariger Hunde, die vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts aus England auf das Festland kamen.
Der Zoologe Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach beschrieb den „glatten Pinscher“ damals als „nette Hunderasse“, die sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreue.
Es gibt sie in verschiedenen Größen, vom Dobermann bis zum Zwergpinscher.
Weitere zu den Pinschern zählende Rassen sind der Deutsche Pinscher, der Österreichische Pinscher und der Affenpinscher.

1.2 Schnauzer
Schnauzer unterscheiden sich optisch vor allem durch ihren Felltyp von den Pinschern; sie sind rauhaarig und haben einen charakteristischen Schnauzbart. Es gibt sie in 3 Größen, als Riesen-, Mittel- und Zwergschnauzer.
Geografischer Ursprung der Schnauzer ist Süddeutschland. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück: Sie sollen aus dem Biberhund und württembergischen Schäferhunden entstanden sein, ihre ersten Einsatzgebiete waren die Ratten- und Mäusebekämpfung in Ställen (kleine Schnauzer mit dieser Aufgabe wurden auch „Rattler“ genannt).

1.3 Smoushond
Der Hollandse Smoushond, der auch als „Holländischer Rattler“ bezeichnet wird, ist ein kleiner Hof- und Stallhund mit struppigem Fell, der vor allem in seiner Heimat Holland bekannt ist.

1.4 Russischer Schwarzer Terrier
Dieser große Gebrauchshund ging aus dem Riesenschnauzer hervor und sieht diesem auch noch recht ähnlich. Ein gezieltes Zuchtprogramm der ehemaligen Sowjetunion führte zu einem robusten Wach- und Schutzhund.

Sektion 2: Molossoide
Auch die Hirtenhunde des historischen Volkes der Molosser werden heute in geschichtlichen Abhandlungen als Molosser bezeichnet; in der praktischen Rasseneinteilung steht der Begriff jedoch für große, massige Hunde verschiedener Rassen.

2.1 Doggenartige Hunde
Bei den Doggenartigen handelt es sich um zumeist große, hochläufige Hunde mit teilweise sehr kräftigem Körperbau.
Zu ihnen zählen u. a. die Argentinische Dogge, die Deutsche Dogge, der Deutsche Boxer, der Rottweiler, die Bordeauxdogge, die Bulldogge, der Bullmastiff, der Cane Corso Italiano oder auch der Shar Pei.

2.2 Berghunde
Hier finden sich Rassen wie der als Lawinenhund bekannte Bernhardiner, der vielseitige Hovawart, der Anatolische Hirtenhund oder der Pyrenäenberghund, relativ große Hüte- bzw. Herdenschutzhunde.
Auch der Neufundländer, ein typischer Wasserhund, zählt zu dieser Gruppe.

Sektion 3: Schweizer Sennenhunde
Diese Sektion beinhaltet Hunde, die ursprünglich von Bauern und Alpenhirten in der Schweiz gehalten wurden.
Den 4 Rassen Grosser Schweizer Sennenhund, Berner Sennenhund, Appenzeller Sennenhund und Entlebucher Sennenhund ist ihre Verwandtschaft mit dem Bernhardiner und dem Rottweiler, ihre kräftige Statur und ihr dreifarbiges Fell gemeinsam.

Sektion 4: Andere Rassen
Der American Akita ist eine etwas größere Variation des japanischen Akita.
Letzterer wurde nach dem 2. Weltkrieg von amerikanischen Soldaten aus Japan mitgebracht. Die Zucht in den USA nahm einen anderen Weg als die japanische, daher erfolgte eine Abspaltung der neuen Rasse.

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