Japanischer Terrier

Den Japanischen Terrier kennt man auch unter den Namen Nippon- oder Nishonterrier. Aus Holland nach Japan wurde im 17. Jahrhundert der glatthaarige Foxterrier importiert. Der Foxterrier wurde dort vor allem mit einheimischen Vorstehhunden verpaart.

Japanischer Terrier
Bildquelle: Wikimedia Commons / Public Domain

In Japan wurde der Japanische Terrier zum Jagen und Apportieren von Ratten und Mäusen eingesetzt. Doch auch als Schoßhund war der Japanische Terrier beliebt. Er wurde hauptsächlich in Hafenstädten wie Yokohama und Kobe gehalten.

Um 1920 begannen die Japaner mit der ernsthaften Zucht des Japanischen Terriers. Es hat dann rund 10 Jahre gedauert, bis ein einheitlicher Typus fest geprägt war. Der Rassebestand in Japan ging in den letzten Jahren deutlich zurück. Um den Japanischen Terrier zu erhalten, gibt es dort einen Verein, welcher sich für die Erhaltung der Rasse einsetzt. In Europa findet man den Japanischen Terrier ebenfalls selten, denn die Zucht hat sich hier noch nicht etabliert.

Im FCI Rassestandard findet man den Japanischen Terrier in der Gruppe 3 (Terrier) unter der Sektion 2 (Niederläufige Terrier).

Äußeres Erscheinungsbild des Japanischen Terrier

Größe und Gewicht:

Die Rasse erreicht etwa eine Größe von 30 cm – 33 cm. Hündinnen als auch Rüden bringen dabei etwa 4,5 kg – 6,5 kg auf die Waage.

Farbe:

Es gibt Farbvarianten in lohfarben, weiß und auch dreifarbig. Das Fell am Kopf ist dabei schwarz.

Körperbau:

Die Rasse ist klein und kompakt gebaut. Die Beine sind im Vergleich zum Körper relativ lang, weshalb der Japaner dabei trotzdem elegant wirkt. Der leichtfüßige Gang unterstreicht dieses Bild.

Der kurze und kräftige Rücken mündet in einer gut bemuskelten Kruppe. Die dünne Rute ist leicht gekrümmt und wird in Bewegung mittelhoch getragen. In seinem Herkunftsland wird die Rute allerdings traditionell kupiert. 

Eng aneinander liegende Zehen an Vorder- und Hinterpfoten und elastische Ballen sorgen ebenfalls für ein elegantes Gangbild.

Japanischer Terrier
Bildquelle: Wikimedia Commons / Public Domain

Kopf und Ohren:

Der flache und eher schmale Kopf fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Der gerade Nasenrücken endet in einem schwarzen Nasenschwamm. Die ovalen, dunklen Augen passen größentechnisch gut zur Kopfgröße. Die Ohren des Japanischen Terriers bilden eine V-Form und sind hoch angesetzt. Sie sind nicht besonders groß und kommen hauptsächlich hängend oder nach vorne fallend vor.  

Besondere Eigenschaften

Wesen:

Ganz terriertypisch hat auch der Japanische Terrier ein lebhaftes und flinkes Temperament. Im Vergleich gilt er aber als deutlich folgsamer als andere Terrierrassen. Auch zu Nervosität neigt der Japanische Terrier nicht. Für Spieleinlagen ist der Japaner immer zu haben. Zudem gilt diese Rasse als überaus intelligent. Tricks und Aufgaben meistert er mit voller Motivation. Doch auch hat der Japanische Terrier seine sensible und feinfühlige Seite. Mit Druck und Härte kann er nicht gut umgehen. Zudem braucht er neben actionreichen Phasen auch Kuscheleinheiten und Nähe zu seinen Menschen.

Die Rasse ist bekannt dafür, sich eine Bezugsperson auszusuchen. Diese Person kann mit intensiver Bindung und tiefem Vertrauen des Hundes rechnen. Anderen Familienmitgliedern ist der Japanische Terrier zwar auch zugewandt, jedoch nicht so tiefgreifend wie zu seiner Bezugsperson.

Fremden gegenüber ist der Japanische Terrier in der Regel skeptisch gegenüber. Er warnt seinen Besitzer dabei zwar vor einer möglichen Gefahr, zeigt sich aber nicht aggressiv. Artgenossen und anderen Tieren ist der Japanische Terrier recht aufgeschlossen gegenüber. Das Zusammenleben klappt meistens problemlos.

Mit ihm hat man in jedem Fall einen unternehmungslustigen und treuen Kumpel für das gemeinsame Leben an seiner Seite. Seine höfliche und freundliche Art macht den Japanischen Terrier zu einem tollen Familienhund.

Mögliche Einsatzgebiete:

Der flinke, agile Terrierrasse braucht seine Beschäftigung um seine Energie auszuleben. Es eignen sich Intelligenzspiele oder Agility als eine Auslastungsmöglichkeit. Dem Japanischen Terrier liegen auch komplexe Aufgabenstellungen oder das Einüben von Tricks.

Seine gut ausgeprägten natürlichen Instinkte kann der Japanische Terrier außerdem gut bei der Fährtenarbeit ausleben, denn besonders sein Seh- und Riechvermögen sind gut entwickelt.

Zwar galt der Japanische Terrier anfangs als ausgezeichneter Mäusefänger, heute jedoch fühlt er sich als Familien- und Begleithund sehr wohl. Für lange Spaziergänge und das Spielen mit Artgenossen oder seinen Menschen ist der Japanische Terrier immer zu haben.

Haltung und Pflege:

Der Japanische Terrier kann, im Gegensatz zu vielen anderen Terriern, gut in einer Wohnung gehalten werden. Wichtig ist aber auch beim Japanischen Terrier die ausreichende Bewegung in der Natur. Zudem ist diese Hunderasse nicht sehr bellfreudig, sondern hält sich eher zurück. Diese Eigenschaft ist für die Haltung in einer Stadtwohnung auf jeden Fall vorteilhaft.

Da die Rasse ist ausgesprochen sensibel ist, liegt ihm das Alleine bleiben nicht. Muss er stundenlang für sich bleiben, könnte er seinen Frust ausleben und Dinge zerstören. Er liebt die Gesellschaft und benötigt viel Aufmerksamkeit. Hier kommt wohl die ursprüngliche Haltung als Schoßhund in Japan ein wenig zum Vorschein.

Die Pflege des Japanischen Terriers gestaltet sich sehr unkompliziert. Das Fell ist kurz und dünn. Trotzdem sollte es regelmäßig gebürstet werden, damit das Fell den natürlichen Glanz behält.

Gesundheit:

Gesundheitliche Probleme kommen beimJapanischen Terrier selten vor. Zwar ist er robust, doch reagiert er aufgrund des kurzen Haarkleides empfindlich auf große Hitze oder Kälte. Im Sommer sollte er daher vor praller Sonne geschützt werden. Im Winter hilft ihm ein Pullover oder ein Hundemantel die Kälte auszuhalten.

Die Lebenserwartung ist mit rund 13 Jahren relativ hoch.

Züchter, Vereine und Clubs

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