Karelischer Bärenhund

Ein Haushund ist der Karelische Bärenhund keinesfalls.

Wild und mit einem ausgeprägten eigenen Willen ausgestattet, stellt diese Hunderasse ihren Halter teilweise vor große Herausforderungen. Als Ahne des Karelischen Bärenhundes gilt der Komi Hund, der sich später auch in anderen Rassen rund um die Region Karelien niederschlug. Im Einsatz als Jagdbegleiter konnte sich der Karelische Bärenhund schon früh beweisen. Die Rasse wird seit 1936 gezüchtet, ein Standard wurde jedoch erst 1945 veröffentlicht. Heute führt die FCI den Karelischen Bärenhund in Gruppe fünf, Sektion zwei unter Standard-Nummer 48.

 

Das äußere Erscheinungsbild des Karelischen Bärenhundes

 

Gewicht

Beim Karelischen Bärenhund gibt es deutliche Gewichtsunterschiede zwischen Rüden und Hündinnen. Rüden erreichen etwa 25 bis 28 Kilogramm und Hündinnen sind mit 17 bis zwanzig Kilogramm deutlich leichter.

 

Größe

 

Rüden werden etwa 57 Zentimeter groß. Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von durchschnittlich 52 Zentimetern.

 

Farbe

 

Der Karelische Bärenhund darf laut Standard schwarzes Fell tragen, das auch mit braunen Schattierungen noch den Vorgaben entspricht. An Kopf und Hals, der Brust, dem Bauch und an den Läufen zeigen sich bei einem Großteil der Hunde weiße Abzeichen.

 

Körperbau

Beim Karelischen Bärenhund handelt es sich um einen mittelgroßen Vierbeiner, dessen Körperbau äußerst robust und kräftig wirkt. Sein dichtes Fell sorgt für eine noch eindrucksvollere Wirkung. Die Rute trägt der Karelische Bärenhund über den Rücken gebogen, während seine Ohren senkrecht nach oben stehen.

 

Besondere Eigenschaften

 

Wesen

Grundsätzlich ist der Karelische Bärenhund ein ausgeglichener und tendenziell zurückhaltender Geselle. Seine Reserviertheit sollte der Mensch jedoch nicht mit Schüchternheit verwechseln, denn dieser Hund ist sehr mutig, selbstbewusst und ganz und gar freiheitsliebend. Ob sich der Karelische Bärenhund mit Artgenossen verträgt, kann nur der individuelle Fall entscheiden, denn gelegentlich verhält er sich im Kontakt eher aggressiv. Dem Menschen gegenüber sind Hunde dieser Rasse freundlich und können sich auch mit verantwortungsbewussten Kindern gut verstehen.

Was der Mensch vom Karelischen Bärenhund keinesfalls erwarten darf, ist bedingungslose Unterordnung. Diese Hunde verfügen über einen so starken Willen, dass sie sich für die Haltung als Familien- oder Begleithund nur äußerst bedingt eignen. Ein Leben lang bleibt der Karelische Bärenhund wild, unabhängig und bindet sich nicht allzu fest. In seiner Heimat ist es durchaus möglich, dass dieser Hund sein Heim für mehrere Tage verlässt, um wild zu leben. Dieser Umstand ist für künftige Halter besonders wichtig, denn er bestimmt das gesamte Zusammenleben mit dem Vierbeiner

Die Erziehung des Karelischen Bärenhundes ist aufgrund seiner Eigenwilligkeit eine große Herausforderung. Konsequenten Haltern gelingt es zwar, diesen Hund an die Regeln der Gemeinschaft zu gewöhnen, doch kompromisslose Folgsamkeit wird sich kaum einstellen. Fühlt sich der Karelische Bärenhund ungerecht behandelt oder missfällt ihm etwas, neigt er dazu, sein Unbehagen sehr deutlich zu zeigen.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Am ehesten gerecht wird der Mensch dieser Hunderasse, wenn er seinen Vierbeiner jagdlich führt. Hier kann der Karelische Bärenhund seinem ausgeprägten Freiheitsdrang nachkommen und sein Wesen ausleben. In Sachen Hundesport kommt es auf den individuellen Fall an. Es gibt durchaus Karelische Bärenhunde, die Gefallen hieran finden, doch die allgemeine Regel ist das nicht.

 

Haltung und Pflege des Karelischen Bärenhundes

Das Wohnumfeld, in dem  sich der Karelische Bärenhund wohlfühlen kann, ist keinesfalls eine Stadtwohnung. Selbst ein Haus im städtischen Umfeld wird dieser Rasse nicht gerecht. Am besten ist es, wenn der Karelische Bärenhund in einem Haus auf dem Land leben kann, das mit einem großen Garten ausgestattet ist. Unabdingbar hier ist das Einzäunen des gesamten Grundstücks, denn Karelische Bärenhunde können sehr hoch springen und brechen gerne aus.

Freude an ausgiebiger Bewegung sollten Halter eines Karelischen Bärenhundes ebenfalls mitbringen. Lange Spaziergänge in freier Natur – gerne über Stunden – sind genau das, was diese Hunde brauchen. Ableinen können Besitzer diesen Hund aufgrund seiner Vorliebe für einsame Streifzüge meist nicht. Darüber hinaus ist es für die artgerechte Haltung wichtig, dass der Karelische Bärenhund eine ganz eigene Aufgabe bekommt. Nur Begleiter zu sein, genügt ihm nicht.

Unkompliziert hingegen gestaltet sich die Pflege dieser Rasse. Gelegentliches Bürsten genügt vollkommen, um das Fell sauber und gesund zu halten. Da der Karelische Bärenhund einen starken Fellwechsel zeigt, sollte er während dieser Zeit täglich gebürstet werden.

 

Gesundheit

Anfällig für Erkrankungen ist der Karelische Bärenhund aufgrund seiner guten Konstitution nicht. Bei ausreichend Bewegung und guter Ernährung bleibt er bis in das hohe Alter hinein aktiv und agil. Rassetypische Krankheitsbilder gibt es ebenfalls nicht, weswegen gelegentliche Untersuchungen beim Tierarzt und Impfungen ausreichen. So erreicht diese Rasse ein Alter von elf bis 13 Jahren.

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