Collie Langhaar

Collie-Langhaar

Die langhaarige Variante des Collies, der Collie Langhaar, wird offiziell (nach FCI-Standard) Langhaariger Schottischer Schäferhund (auch: Collie Rough oder Rough Collie) genannt.
Zu seinen Vorfahren sollen römische Herdenschutzhunde zählen, die mit schottischen Schäferhunden verpaart wurden.
Er ist nach den Colleys benannt, Schafen aus dem schottischen Hochmoor, welche einen schwarzen Kopf und schwarze Beine besitzen. Der Colley Dog war ihr Hütehund.
Seine Zeichnung wurde im schottischen Hochland bewusst züchterisch gefördert, da diese es leichter machte, den Hund in den Highlands zu erkennen.
1840 wurde in England der „Collie Club“ gegründet; 1881 erschien der erste Rassestandard.
Heute gibt es zwei Varietäten des Langhaarcollies: Den Britischen Typ (etwas leichter und eleganter) sowie die Amerikanische Variante (größer und schwerer mit kräftigerem Kopf).

In der Rassensystematik der FCI wird der Langhaar-Collie in Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 (Schäferhunde), Standard Nr. 156, gelistet.


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Äußeres Erscheinungsbild

Größe

Die Widerristhöhe beträgt beim Rüden 56-61 cm, Hündinnen sind mit 51-56 cm ein wenig kleiner.

Gewicht

Im Rassestandard sind keine vorgeschriebenen Gewichtsangaben vermerkt.
Abhängig von Größe und Geschlecht des Hundes beträgt das Gewicht üblicherweise etwa 18-30 kg.

Farbe

Blue Merle Zeichnung
Blue Merle Zeichnung

Die Fellfarben des langhaarigen Collies sind:

-Zobelfarben (schattierte Gold- bis Mahagonitöne)
-Dreifarbig (vorwiegend schwarz mit lohfarbenen Abzeichen am Kopf und an den Gliedmaßen)
-Blue Merle (vorwiegend Blau mit schwarzen Flecken oder schwarzer Marmorierung; auch lohfarbene Abzeichen sind gerne gesehen).

Alle Farbtypen haben diese erwünschten weißen Abzeichen (Idealzeichnung) gemeinsam:

-Eine weiße Blesse im Gesicht
-Eine weiße Halskrause
-Eine weiße Brust (ganz oder teilweise)
-Weiße Läufe und Pfoten
-Eine weiße Rutenspitze.

Reinweiße Tiere sind nur nach amerikanischem Standard erlaubt; laut FCI-Standard ist die Farbe bei der Rasse nicht erwünscht.

Das lange Haarkleid ist sehr dicht. Es besteht aus hartem, glattem Deckhaar und einer weichen Unterwolle. Im Gesicht und an den Ohrspitzen ist das Fell relativ kurz.

Körperbau

Collies

Der langhaarige Collie hat einen sehr harmonischen Körperbau.
Sein Kopf ist keilförmig mit abgerundeter Spitze (Fangende). Im Profil soll die obere Linie des eher flachen Schädels parallel zu jener des Vorgesichts verlaufen. Die Mitte der Kopflänge wird durch den leichten Stop (mit seinem Zentrum zwischen den inneren Augenwinkeln) markiert.
Der Nasenspiegel ist schwarz.
Die Augen sind mittelgroß und mandelförmig. Sie haben einen intelligenten, lieblichen Ausdruck.
Die Ohren sind relativ klein. In der Ruhe trägt der Langhaar-Collie sie zurückgeklappt, bei Aufmerksamkeit werden sie nach vorne ausgerichtet.
Der kräftige Hals ist gut gewölbt. Er geht in einen festen Rücken mit leicht gewölbter Lendenpartie über.
Die lange Rute soll mindestens bis zu den Sprunggelenken hinab reichen.
Die Brust ist tief und relativ breit mit gut gewölbten Rippen.
Die Vordergliedmaßen sind gerade mit guter Winkelung in der Schulter.
Der Oberschenkel ist kräftig, das Knie gut gewinkelt und das Sprunggelenk recht tief angesetzt.
Die Bewegungen des Hundes sind kraftvoll und fließend mit viel Raumgriff.

Besondere Eigenschaften

Wesen

Der freundliche Hund ist sehr aktiv, ohne jedoch zur Nervosität zu neigen.
Er ist relativ anpassungsfähig und entwickelt eine enge Bindung zu seiner Familie. Mit anderen Hunden und Kindern versteht er sich in der Regel problemlos. Der intelligente Hund lernt schnell und ist gut zu erziehen.
Zu beachten ist sein nicht unerheblicher Bewegungsdrang.

Mögliche Einsatzgebiete

junger-Collie

Der langhaarige Collie ist ein sehr angenehmer Familien- und Begleithund.
Er liebt lange Spaziergänge und gibt bei sportlichen Aktivitäten wie beispielsweise Joggen einen motivierten Begleiter ab.
Hundesportarten (z. B. Agility) bereiten ihm große Freude und lasten den aktiven Hund körperlich und geistig aus.
Auch wenn er heute seltener als Hütehund eingesetzt wird, so ist er nach wie vor ein arbeitstauglicher Gebrauchshund, dem die Herdenarbeit sehr entgegenkommt.
Für die Ausbildung zum Rettungs- und Therapiehund ist der Langhaarcollie ebenfalls gut geeignet.

Haltung und Pflege

Erhält der Langhaarcollie ausreichend Bewegung und Beschäftigung, so kann er durchaus auch in der Stadt gehalten werden.

Sein langes Fell muss regelmäßig gebürstet werden.

Gesundheit

Der MDR1-Gendefekt tritt bei Collies verhältnismäßig oft auf. Damit verbunden ist die Überempfindlichkeit bestimmten Medikamenten bzw. Wirkstoffen gegenüber, die für andere Hunde gut verträglich sind, bei den betroffenen Tieren jedoch schlimmstenfalls zum Tode führen können. Der Grund hierfür liegt in einer Besonderheit der Blut-Hirn-Schranke, die bei den betroffenen Exemplaren Wirkstoffe ungehindert zum Gehirn passieren lässt, wo es zu Vergiftungserscheinungen kommt.Ein Gentest liefert hier Klarheit; die allermeisten Tierärzte sind aber über diese Besonderheit informiert und beachten diese bei der Auswahl geeigneter Medikamente.

Die Dermatomyositis ist eine Erkrankung der Haut und der Muskulatur, die vor allem bei Junghunden vorkommt.

Eine weitere rassetypische Erkrankung ist die genetisch bedingte Collie Eye Anomaly (CEA), eine Fehlbildung im Bereich des Augenhintergrundes. Dabei kann es zur Erblindung des Hundes kommen.

Die graumelierte Blue Merle-Färbung entsteht durch das sogenannte Merle-Gen.
Hierbei ist es wichtig, dass das Gen nur von einem Elternteil vererbt wird, das Jungtier die Anlage also lediglich heterozygot aufweist. Wird dies nicht beachtet und zwei Anlagenträger miteinander verpaart, so können Welpen zur Welt kommen, die diese Anlage homozygot tragen, was wiederum mit Taubheit und Blindheit gekoppelt ist.

Die Lebenserwartung liegt in etwa bei 14-16 Jahren.

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