Briard (Berger de Brie)

BriardDer Briard ist ein französischer Hirtenhund.
Seinen Ursprung soll er in der Region Brie (östlich von Paris) haben, wo bereits im Mittelalter Hunde gehalten wurden, die dem heutigen Rassetyp ähnlich waren.
Auch das Melodrama „Der Hund des Aubry“ von René Charles Guilbert de Pixérécourt, das auf einer Legende aus dem 14. Jahrhundert basiert, steht im Verdacht, dem Briard zu seiner Namensbezeichnung verholfen zu haben.
1809 erwähnte Abbé Rozier in seinem „Handbuch der Landwirtschaft“ einen „Hund aus der Brie“.
Seit 1896 wird die Rasse offiziell gezüchtet, 1897 erschien der erste Rassestandard.
Auf den Schlachtfeldern des Ersten und Zweiten Weltkrieges diente der Briard der französischen Armee unter anderem als Sanitätshund.

In der FCI-Systematik befindet sich der Briard in Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde), Sektion 1 (Schäferhunde), Standard Nr. 113.

Äußeres Erscheinungsbild des Briard

Größe: Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 62-68 cm, Hündinnen werden 56-64 cm groß.

Gewicht:
Das Gewicht beträgt um die 30 kg.

Farbe:
Briard-jung-altGewünscht wird ein möglichst einfarbiges Fell. Schwarz, Grau oder Fauve (Rehbraun; teils mit schwarzen Haarspitzen / „Charbonnierung“) sind beliebte Farben, Weiß ist laut Rassestandard nicht zulässig.
Das lange, eher trockene Deckhaar ist gedreht und ähnelt dem einiger Ziegenrassen. Die Unterwolle ist durchschnittlich dicht.

Körperbau:
Der Briard ist ein kräftiger, mittelgroßer Hund mit einer eindrucksvollen Erscheinung.
Er steht im Rechteckformat, das bedeutet, er ist etwas länger als hoch.
Sein kräftiger, langer Kopf trägt einen Kinnbart, einen Schnauzbart und lange Augenbrauen, die einen Schleier vor den großen, überwiegend dunklen Augen bilden. Der Stop ist deutlich ausgeprägt.
Die Ohren sind flach und stark behaart.
Der muskulöse Hals mündet in einen geraden Rücken. Die Lendenpartie ist kurz und gut bemuskelt. Die leicht abfallende Kruppe ist abgerundet. Die Rute soll die Form eines „J“ haben und mindestens bis zum Sprunggelenk reichen.
Der Brustkorb ist lang und relativ breit, die Gliedmaßen sind gerade und gut bemuskelt.

Als rassetypische Besonderheit hat der Briard an den Hintergliedmaßen doppelt angelegte Afterkrallen („Wolfskrallen“). Diese müssen jeweils ein Zehenglied als knöcherne Grundlage haben.

Besondere Eigenschaften

Briard-liegendWesen:
Der Briard ist ein intelligenter, freundlicher und aktiver Hund mit einem großen Arbeitswillen. Er ist sehr ausdauernd und lernt gerne und schnell.
Neben dem Hüteverhalten hat der Briard auch einen gewissen Schutztrieb, was bei der Erziehung berücksichtigt werden muss.
Gut erzogen ist er im Alltag ein zuverlässiger, unkomplizierter Partner, der sich auch gut ins Familienleben integriert. Dem Briard wird eine besondere Kinderfreundlichkeit nachgesagt.

Mögliche Einsatzgebiete:
Als Hütehund eignet sich der Briard hervorragend für die Arbeit mit Schafen.
Durch seine rassetypischen Eigenschaften ist er auch als Wach- und Schutzhund geeignet.
Auch ein Einsatz als Rettungs- oder Therapiehund kommt seinem Arbeitseifer entgegen; Hundesportarten wie Agility bereiten ihm ebenfalls große Freude.
Sportliche Menschen finden in ihm den passenden Begleiter für Laufrunden oder Wandertouren; auch am Fahrrad oder zu Ausritten kann der lauffreudige Hund nach der entsprechenden Eingewöhnung gut mitgenommen werden.
Gut ausgelastet ist der Briard ein angenehmer Familien- und Begleithund.

briardwelpeHaltung und Pflege
Als Arbeitshund benötigt der Briard neben einer sinnvollen Aufgabe auch viel Bewegung, am besten in der freien Natur. Bekommt er diese, kann er auch in einer Stadtwohnung gehalten werden, aufgrund seiner Größe findet man ihn jedoch überwiegend auf dem Land.

Das Fell ist sehr robust und wetterfest, benötigt jedoch regelmäßige Pflege. Damit das lange Haarkleid sauber bleibt und nicht verfilzt, ist in der Regel tägliches Bürsten und gegebenenfalls ein Abduschen von Beinen und Bauch notwendig.

Gesundheit
Die Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt auch beim Briard häufiger vor. Die Rasse zeigt ebenfalls eine gewisse Anfälligkeit für die Progressive Retinaatrophie (PRA; stufenweises Absterben der Netzhaut im Auge).

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