Löwchen

Das kleine Löwchen stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde dort schon während des Mittelalters gezüchtet. Verschiedene Bilder aus Kathedralen oder auf Teppichen beweisen das. Schon damals schätzen Hundefreunde das löwenartige Erscheinungsbild, das durch die besondere Schur hervorgehoben wurde. Daher nannte man das Löwchen auch zu dieser Zeit bereits „Petit chien lion“. Das Löwchen ist mit anderen Rassen der Gattung Bichon verwandt, wurde jedoch nie exzessiv gezüchtet. Auch heute noch sind diese Hunde eher selten zu sehen. Die FCI führt das Löwchen in Gruppe 9, Sektion 1.3 unter Standard-Nummer 233.

 

Das äußere Erscheinungsbild  Löwchen

Gewicht

Löwchen erreichen ein Gewicht von durchschnittlich sechs Kilogramm. Es gibt durchaus leichtere Tiere mit mindestens vier Kilogramm und auch schwerer Exemplare, die bis zu acht Kilogramm auf die Waage bringen können.

Größe  

Die Rasse wird im ausgewachsenen Zustand zwischen 26 und 32 Zentimeter groß.

Farbe

Löwchen gibt es in allen erdenklichen Farbvariationen. Lediglich Braun ist bei dieser Rasse nicht zugelassen.

 

Körperbau

Bei dieser Rasse handelt es sich um kleine Hunde, deren Körper zwar kurz, aber dennoch harmonisch daherkommt. Diese Hunde tragen ihren Kopf hoch und tragen ihren buschigen Schwanz über dem Rücken. Typisch für das Löwchen ist dessen dichte Mähne. Ungeschoren wirken die kleinen Hunde rundum wuschelig, während Zucht- und Ausstellungstiere die typische Schur erhalten. Hier wird das Haar im Bereich der Hinterbeine, Oberschenkel und an Teilen der Rute kurz gehalten, wodurch sich das löwenartige Erscheinungsbild ergibt.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen

Auch wenn das Löwchen lange als extravaganter Luxus-Begleiter gehandelt wurde, sind diese Hunde keinesfalls unnahbar. Vielmehr handelt es sich um robuste und freundliche Tiere, die gerne ganz nah bei ihrer Familie sind. Auch Kinder und Artgenossen mögen Löwchen sehr und können stundenlang mit ihnen spielen. Da Löwchen sowohl geduldig als auch lernfähig sind, eignen sie sich auch als Anfängerhunde. Sie lassen sich leicht erziehen und beweisen auch beim Einstudieren von Tricks viel Geschick.

Ganz im Zeichen des Begleithunde-Charakters schätzt es das Löwchen nicht, wenn es alleine gelassen wird. Viel wohler fühlen sich Hunde dieser Rasse, wenn sie ihre Menschen im Alltag überall hin begleiten dürfen. Auch in Sachen Dominanz hält sich das Löwchen zurück. Es erhebt keinen Anspruch auf die Führungsrolle im Haushalt und ordnet sich seinen Menschen bereitwillig unter.

Mögliche Einsatzgebiete 

Grundsätzlich sind diese Hunde perfekt Begleit- und Familienhunde, die im Alltag mit ihrem fröhlichen Wesen von sich überzeugen. Wer diesen Hunden etwas mehr Auslastung bieten möchte, ist mit dem Üben von Tricks, Agility oder auch Dogdancing gut beraten.

 

Haltung und Pflege des Löwchens

Diese Hunde können sowohl in einer Wohnung als auch in Häusern mit Garten gehalten werden. Wichtig ist nur, dass auch diese kleinen Hunde ausreichend Bewegung genießen können. Doch auch hier zeigt sich das Löwchen recht genügsam. Es braucht keine langen Spaziergänge, sondern ist auch mit kleinen Runden zufrieden. Dennoch können sie auch zu Wanderungen mitgenommen werden, da sie die Natur gerne ausgiebig erkunden.

Da es sich bei Löwchen um langhaarige Hunde handelt, müssen sie regelmäßig gebürstet werden. Am besten ist es, das Fell mindestens dreimal wöchentlich gut zu bürsten. Ob das Löwchen regelmäßig frisiert werden muss, entscheiden Besitzer selbst. Soll der Hund die Ausstellungsschur tragen, sind mehrere Besuche beim Hundefriseur pro Jahr nötig.

Die Erziehung des Löwchens ist unkompliziert. Halter sollten diesen Hunden geduldig und verständnisvoll begegnen und sie nicht mit allzu harter Hand erziehen. Das jedoch ist dank der Gelehrigkeit und dem Wunsch der Rasse, zu gefallen, ohnehin nicht notwendig. Wer früh mit der Erziehung beginnt und auch die Hundeschule besucht, wird einen sozial kompetenten und sehr gehorsamen Hund genießen können.

 

Gesundheit

Aufgrund der eher geringen Verbreitung des Löwchens sind Überzüchtungen oder rassetypische Erkrankungen nicht bekannt. Lediglich Patellaluxation, also die Lockerung der Kniescheine kommt bei wenigen Hunden vor. Es handelt sich bei dieser selten anzutreffenden  Hunderasse also um einen gesunden und robusten Hund, der bis zu 15 Jahre alt werden und auch als „Rentner“ noch mit seiner fröhlichen Art Freude verbreiten kann.

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