Pumi

Der Pumi gehört zu den ungarischen Schäferhundrassen. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert entstand diese Rasse. Der Puli und der Mudi sind enge Verwandte dieser Rasse. Die Entstehungsgeschichte des Pumi beginnt mit der Kreuzung des Puli und terrierartigen Hunderassen aus Deutschland und Frankreich.  Verglichen mit anderen Vertretern dieser Gruppe ist die Rasse aber relativ klein.

pumi

Ursprünglich wurde der Pumi als Begleiter von Schafhirten in der ungarischen Puszta eingesetzt. Seinerzeit war es ihn von dem verwandten Puli zu unterscheiden. Ab 1960 wurde die Zucht dieser Rassehunde separiert. So unterscheidet sich der heutige Pumi vor allem in Bezug auf den Fellwuchs von dem zotteligen Puli

1954 wurde er als eigenständige Hunderasse vom FCI anerkannt. Im Rassestandard ist der Pumi in der Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde) in der Sektion 1 (Schäferhunde) zu finden.

Äußeres Erscheinungsbild des Pumi

Größe:

Hündinnen messen zwischen 38 cm – 44 cm. Laut Rassestandard liegt die Idealgröße bei 40 cm – 42 cm. Rüden sind mit 41 cm – 47 cm etwas größer. Idealerweise messen Rüden zwischen 43 cm – 45 cm.

Gewicht:

Weibliche Hunde wiegen zwischen 8 kg – 13 kg, wobei sich das Idealgewicht bei 10 kg – 11 kg einpendelt. Die männlichen Rassevertreter bringen zwischen 10 kg – 15 kg. Im Rassestandard liegt das Idealgewicht bei 12 kg – 13 kg.

Farbe:

pumis spielen

Graue Welpen kommen in der Regel zunächst schwarz zur Welt. Mit der Zeit wird das Fell grau, wobei verschiedene Grautöne vorkommen. Schwarze, falbfarbene oder weiße Pumi kommen ebenfalls vor. Die verbreitetste Fellfarbe ist jedoch Grau.

Körperbau:

Die allgemeine Erscheinung des Körpers wirkt harmonisch. Der Pumi ist eine ausgesprochen hagere Hunderasse mit zäher Muskulatur. Quadratisch und kräftig erscheint der Körperbau dieser Rasse.

Der Hals des Pumi ist von mittlerer Länge und geht in einen kurzen und geraden Rücken über. Auch die Kruppe ist entsprechend kurz und fällt leicht ab. Die Rute ist hoch angesetzt. Sie wird in einem weiten Bogen über dem Rücken getragen.

Die Pfoten erinnern ein wenig an die Tatzen einer Katze. Die rundliche Form und die eng aneinander liegenden Zehen unterstreichen dieses Bild.

Kopf und Ohren:

Der Kopf des Pumi ist recht lang mit gestrecktem Fang. Der Stop ist fast nicht zu erkennen. Der gerade Nasenrücken endet in einem schmalen, schwarzen Nasenschwamm. Trotz der schmalen Form des Kopfes ist er nicht spitz zulaufend.

Die ovalen Augen des Pumi sind etwas schrägt angesetzt. Womöglich gibt das dem Ungar seinen lebhaften Gesichtsausdruck. Die Farbgebung der Augen ist beim Pumi dunkelbraun.

Das wohl bekannteste Rassemerkmal des Pumi sind die Stehohren, wobei sich die obere Partie nach vorne neigt. Auch durch die umgekehrte V-Form der Ohren kann er rege kommunizieren.

Besondere Eigenschaften

Wesen:

Die Eigenschaften eines Terriers merkt man dem Pumi auch heute noch an. Lebhaft und bellfreudig reißt der Pumi gerne die Aufmerksamkeit auf sich. Er strahlt Tatendrang und Agilität aus. Zwar ist der Pumi durch sein Temperament recht rastlos, doch gleichzeitig ist er clever und intelligent.

Pumi spielt

Fremden gegenüber ist er allerdings zunächst etwas misstrauisch. Er wacht und hütet über seine Menschen. Man sollte das Bellverhalten im Auge behalten, denn der Pumi neigt dazu, sich zu einem Kläffer zu entwickeln.

Die Rasse gilt als verspielt, weshalb er sich gut auf eine spielerische Erziehung einlässt. Auch hier ist er immer mit voller Motivation dabei. Das Zusammenleben mit Kindern gestaltet sich meistens als problemlos und harmonisch.

Mögliche Einsatzgebiete:

In seinem Heimatland Ungarn wird der Pumi auch heute noch als Hüte- oder Treibhund eingesetzt. Mutig schlägt er Wildtiere in die Flucht. Auch Nagetiere haben es beim Zusammentreffen mit diesem Rassevertreter nicht leicht.

Die Wachsamkeit und sein natürliches Misstrauen machen den Pumi zu einem geeigneten Wachhund. Man sollte jedoch auch hier darauf achten, dass sein Kläffen das Umfeld nicht zu sehr belästigt.

Als Auslastungsmöglichkeiten für diese sportliche und intelligente Hunderasse eignen sich zudem einige Hundesportarten. Sein Temperament kann er beispielsweise gut im Agility, Treibball oder Obedience ausleben. Fährtenarbeit lastet den Pumi ebenfalls geistig und körperlich ideal aus.

Haltung und Pflege:

Der Pumi will seinen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang in jedem Fall ausleben. Er ist kein Hund, der mit zwei täglichen kleinen Gassirunden zufriedengibt. Hunde mit diesem Temperament können unausgelastet zu einem echten Nervenbündel werden.

In einer kleinen Stadtwohnung ist er aufgrund seines Bewegungsdranges nicht ideal aufgehoben. Auch die Bellfreude macht das Leben in einer Wohnung in der Stadt nicht leichter. Die Haltung auf einem großen Grundstück ist für diese tatkräftige Rasse in jedem Fall besser geeignet. Er freut sich hier über Spielstunden und Aufgaben, welche der clevere Pumi lösen darf. Intelligenzspielzeuge oder Suchspiele sind eine perfekte Beschäftigungsmöglichkeit für den Pumi.

Um die Energie loszuwerden kann der Pumi gerne auf lange Wanderungen oder zu Fahrradtouren mitgenommen werden. Waldspaziergänge oder die Bewegung auf unwegsamem Gelände bieten Abwechslung. Da der Pumi gerne springt und zudem gerne Köpfchen beweist, eignet sich das Überwinden von verschiedenen Hindernissen in der Natur ausgesprochen gut.

In puncto Pflege ist er vergleichsweise anspruchslos. Regelmäßiges Bürsten des dichten Fells reicht in der Regel aus.

Gesundheit:

Der Pumi gilt als robuste Hunderasse. Rassetypische Krankheiten sind nicht bekannt. Durch die regelmäßige Fellpflege lassen sich Haut- und Fellprobleme gut vermeiden. Der Pumi wird gut und gerne rund 13 Jahre alt.

Züchter, Vereine und Clubs

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