Welsh Corgi Pembroke

Der Welsh Corgi Pembroke ist – neben dem Welsh Corgi Cardigan – eine der beiden Variationen des Welsh Corgi. Für beide Rassen existieren seit 1934 getrennte Standards und Zuchtbücher.
Unser Vertreter hat den kompakteren Körperbau, die kleineren Ohren und teilweise einen (angeborenen) Stummelschwanz.

Er stammt aus der walisischen Grafschaft Pembroke. Bei ihm handelt es sich um eine sehr alte Rasse. Schon im 10. Jahrhundert waren in Wales Tiere seines Typs bekannt. Diese wurden offensichtlich auch damals schon sehr geschätzt – in einem Dokument aus dem 10. Jahrhundert wird ein Gesetz erwähnt, welches hohe Strafen für den Diebstahl oder gar die Tötung eines kleinen, niederläufigen Hundes vorsieht. Seine Verwendung war früher sehr vielseitig: Neben dem Treiben von Rindern und Pferden gehörte auch die Ratten- und Mäusejagd auf den Bauernhöfen zu seinem Aufgabenbereich. Zudem diente er als Wachhund und als Spielgefährte für Kinder.

Es gibt eine Legende, die besagt, dass der kleine Hund auch den walisischen Feen als Aufpasser sowie als Reittier gedient haben soll. Vor allem bei zobelfarbenen Exemplaren finden sich in der Fellzeichnung Schattierungen, die als Sattel- bzw. Gurtabdruck interpretiert werden.
Königin Elizabeth II. ist seit 1933 begeisterte Halterin der Rasse.

In der Rassensystematik der FCI wird der Welsh Corgi Pembroke in Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 (Schäferhunde), Standard Nr. 39, gelistet.

Äußeres Erscheinungsbild des Welsh Corgi Pembroke

Größe:
Die Widerristhöhe beträgt 25-30 cm.

Gewicht:
Das Gewicht beträgt beim Rüden 10-12 kg, Hündinnen sind mit 9-11 kg etwas leichter.

Farbe:
Die Fellfarben des Welsh Corgi Pembroke sind (jeweils mit oder ohne weiße Abzeichen an Kopf, Hals, Brustbein und Gliedmaßen):

-Einfarbig Rot
-Sable (zobelfarben)
-Rehfarben
-Schwarz mit Brand.

Das Fell ist mittellang und gerade mit dichter Unterwolle.

Körperbau:
Der Welsh Corgi Pembroke steht im Rechteckformat, das bedeutet, er ist länger als hoch. Sein Kopf ist zwischen den Ohren relativ breit, der Stop ist mäßig ausgeprägt.
Der Fang soll zum Schädel in einem Längenverhältnis von etwa 3:5 stehen.
Die Augen sind mittelgroß und haben einen entsprechend der Fellfarbe getönten Braunton. Die Ohren stehen aufrecht und haben eine sanft abgerundete Spitze.
Der Hals ist mittellang und geht in einen geraden Rücken mit ausreichend langer Lendenpartie über. Die Rute ist oftmals bereits angeboren sehr kurz (sog. Stummelrute). Eine unkupierte Rute, die keine Stummelrute ist, soll in der Bewegung und bei erhöhter Aufmerksamkeit des Hundes oberhalb der Rückenlinie getragen werden.
Die Brust ist tief und breit mit gut gewölbten Rippen.
Die Schulter soll eine 90°-Winkelung zum Oberarm aufweisen. Der Vordermittelfuß soll kurz und möglichst gerade sein. Die Vorderpfoten sind kräftig und haben eine ovale Form.
Die Hintergliedmaßen sind kurz und kräftig mit guter Winkelung in den Gelenken.

Besondere Eigenschaften

Wesen:
Der freundliche kleine Hund ist sehr pfiffig und lernt schnell. Er ist lebhaft und benötigt eine interessante Aufgabe, die zu ihm passt, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein.
Eine freundliche, aber konsequente Erziehung ist wichtig. Beherzigt man diese, so bekommt man mit dem robusten Welsh Corgi Pembroke einen sehr netten, unkomplizierten tierischen Freund, der fast überallhin mitgenommen werden kann.
Der Welsh Corgi Pembroke neigt nicht zur Nervosität und ist nicht aggressiv. Mit Kindern versteht er sich üblicherweise sehr gut, dennoch sollte auch dieser kleine Hund nicht mit ihnen alleine gelassen werden.

Mögliche Einsatzgebiete:
Als Familien- und Begleithund ist der Welsh Corgi Pembroke sehr gut geeignet. Trotz seiner geringen Körpergröße ist er in der Lage, bei den meisten Aktivitäten seiner Besitzer gut Schritt zu halten.
Neben Spaziergängen, Wanderungen und ausgiebigen Spielen im Freien mit seiner Familie kann der kleine Hund auch im Hundesport aktiv werden. Disziplinen wie Agility oder Obedience sind für ihn gut geeignet. Auch für die Fährtenarbeit kann er eingesetzt werden.

Haltung und Pflege
Bei entsprechender Auslastung ist der Welsh Corgi Pembroke auch für die Haltung in einer Stadtwohnung geeignet.
Sein Fell ist wetterfest und relativ pflegeleicht.

Gesundheit
Die Degenerative Myelopathie (DM) ist eine Erkrankung des Rückenmarks, die beim Welsh Corgi Pembroke häufiger auftritt. Eine erbliche Komponente gilt als sehr wahrscheinlich. Sie beginnt meist in einem Alter ab etwa 8 Jahren und verläuft fortschreitend. Die betroffenen Tiere haben zunächst Störungen der Bewegungskoordination und später auch Lähmungen, vor allem bzw. zunächst im Bereich der Hinterhand. Mittels eines Gentests wird in der Zucht versucht, Anlagenträger zu identifizieren und so nur entsprechende Anpaarungen vorzunehmen, die keine kranken Tiere erwarten lassen.

Die Persistierende Pupillarmembran (PPM) kommt bei der Rasse ebenfalls gelegentlich vor. Dabei handelt es sich um die fehlerhafte Rückbildung eines „Schutzhäutchens“ über der Pupille des Auges, welches beim Embryo immer vorhanden ist, sich jedoch nach der Geburt normalerweise relativ schnell zurückbildet. Die verbliebenen Reste der Pupillarmembran können je nach Ausprägung keine bis relativ schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Im schlimmsten Fall kommt es zur Erblindung des Hundes.

Die von-Willebrand-Erkrankung (Typ 1) ist eine angeborene Störung der Blutgerinnung. Sie kommt beim Welsh Corgi Pembroke gelegentlich vor.

Die Lebenserwartung liegt bei 12-14 Jahren.

Unterschied zwischen Welsh Corgi Pembroke und Welsh Corgi Cardigan

 

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