Deerhound

Mit dem Deerhound kommt die älteste Hunderasse Schottlands ins Haus. Schon die alten Schriften des Frühmittelalters erwähnten die großen und schlanken Hunde, deren genaue Abstammung bis heute unbekannt ist. Während eine Theorie davon ausgeht, dass der Deerhound ein direkter Nachfahre des Wolfes ist, gibt es eine zweite, die frühe keltische Windhunde als Vorfahren dieser Rasse nennt. In jedem Fall aber handelt es sich beim Deerhound um eine sehr alte Hunderasse, deren Wurzeln bis weit in die Vergangenheit hinein reichen.

Besonders häufig eingesetzt wurde der Deerhound seinem Namen entsprechend bei der Hetzjagd auf Rotwild. Die schottischen Königshäuser erkannten jedoch auch sein sensibles und freundliches Wesen und hielten den Deerhound als treuen Begleithund. Zudem entstand aus dieser Hunderasse der ebenfalls sanfte Irish Wolfhound. Nachdem Schusswaffen bei der Jagd immer beliebter wurden, verlagerte sich der Nutzen des Deerhound und er war immer öfter als Begleithund anzutreffen. Mit zur Jagd kamen viele Vertreter dieser Rasse dennoch. 1886, in seinem Gründungsjahr, legte der Britische Deerhound Club den bis heute gültigen Rassestandard fest. Auch die FCI erkennt den Deerhound offiziell an und führt ihn in der Gruppe 10, Sektion 2 unter Standard Nummer 164.

 

Das äußere Erscheinungsbild des Deerhound

Gewicht

Rüden erreichen ein Gewicht von circa 45 Kilogramm, während Hündinnen mit knapp 36 Kilogramm deutlich leichter sind.

Größe

Der Deerhound ist eine große Hunderasse. Die Widerristhöhe ausgewachsener Rüden liegt bei mindestens 76 Zentimetern und Hündinnen kommen nach dem Abschluss des Wachstums auf mindestens 71 Zentimeter.

Farbe

Besonders häufig zu sehen sind Deerhounds in verschiedenen Grautönen. Es gibt jedoch auch Hunde mit rotbraunem und gelblich-sandfarbenem Fell und dunkler Maske. Die Fellzeichnung ist oft gestromt und nicht einheitlich.

Körperbau

Welpe

Die Kombination aus Körpergröße und vergleichsweise geringem Gewicht macht den Deerhound zu einem sehr schlanken und eleganten Hund. Sein raues und dichtes Fell verleiht ihm einen eher ruppigen Anblick, der jedoch nicht über seinen sanften Charakter hinwegtäuschen sollte. Auch verfügen Deerhounds über recht lange Beine und eine lange und schmale Rute.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen

Allgemein werden Deerhounds als sehr intelligente und sensible Hunde beschrieben. Sie passen sich ihrem Halter bereitwillig an und stehen treu an dessen Seite. Dennoch bewahren sich Deerhounds ihren windhundtypischen Stolz und können sich bei einem zu harschen Umgangston beleidigt zurückziehen

Zudem ist der Deerhound dank seines großen Sanftmutes ein perfekter Familienhund. Hunde dieser Rasse sind niemals aggressiv und zeigen sich auch Kindern gegenüber äußerst brav und liebevoll. Im Haus sind Deerhounds bei guter Auslastung ruhig und ausgeglichen. Besuchern und fremden Artgenossen gegenüber bewahren sie sich freundliche Zurückhaltung.

Wie es für einen Windhund typisch ist, verfügt auch diese Rasse über einen Jagdtrieb. Dennoch lassen sich Hunde dieser Rasse gut führen und erziehen. Eine harte Hand braucht es nicht, um den Deerhound zu einem folgsamen und angepassten Vierbeiner zu machen. Daher fällt die Erziehung dieser Rasse auch Hundeanfängern nur selten schwer.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Der wohl wichtigste Zweck des Deerhound ist der des Begleithundes. Aber auch bei Hundesport-Disziplinen wie dem „Coursing“ zeigen die schnellen Vierbeiner, was in ihnen steckt. Mancherorts wird der Deerhound auch zur Hasenhatz eingesetzt, diese jedoch ist nicht überall gestattet.

Haltung und Pflege des Deerhound

Deerhounds sind genügsame Begleiter. Dennoch benötigen sie aufgrund ihrer Größe ein entsprechendes Wohnumfeld, weswegen die Haltung in kleinen Wohnungen wenig empfehlenswert ist. Ein Haus mit Garten jedoch ist für die Haltung eines solchen Hundes gut geeignet. Damit Deerhounds stets ausgeglichen und ruhig bleiben, benötigen sie regelmäßigen Auslauf. Es lohnt sich, die Hunde dabei an einer langen Schleppleine zu führen, denn so können sie ihren Drang nach kleinen Sprints nachkommen. Wer gerne reitet, findet im Deerhound einen guten Begleiter. Bei guter Erziehung ist es durchaus möglich, den Hund auch ohne Leine auszuführen. Halter sollten jedoch stets berücksichtigen, dass diese Rasse über einen gewissen Jagdtrieb verfügt.

Die Fellpflege erweist sich beim Deerhound als angenehm unkompliziert. Das raue und nicht allzu lange Fell muss nur gelegentlich gebürstet werden, um gesund und schön auszusehen. Verantwortungsbewusste Halter sollten außerdem regelmäßig die Ohren und Augen ihres Deerhound kontrollieren und gegebenenfalls mit einem sanften Mittel reinigen.

 

Gesundheit

Da Deerhounds sehr große Hunde sind, sollte in der Wachstumsphase auf eine gesunde Entwicklung geachtet werden. Hierzu zählt unter anderem, dass junge Deerhounds möglichst selten Treppen steigen dürfen.

Abseits hiervon erweist sich diese Hunderasse als recht robust und wenig infektanfällig. Rassetypische Erkrankungen sind Herzmuskelschädigungen (dilatative Kardiomyopathie) und Magendrehungen. Hierauf sollten Halter daher besonders achten. Bei guter Gesundheit erreicht die Rasse ein Alter zwischen acht und elf Jahren.

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