Thai Ridgeback

Aus dem fernen Osten, genauer gesagt aus Thailand, stammt diese Hunderasse. Der Thai Ridgeback ist ein wunderschöner Hund, dessen ursprünglicher Charakter bis heute erhalten geblieben ist. Bereits vor rund 350 Jahren wurde er für die Jagd und als zuverlässiger Wachhund eingesetzt, der Fuhrleute unterstützen und beschützen sollte. Da der Thai Ridgeback eher selten anzutreffen ist, sorgt er meist für besonderes Aufsehen und wird nicht selten im ersten Moment mit dem Rhodesian Ridgeback verwechselt. Trotz ihrer Seltenheit fehlt dieser Rasse die Anerkennung der FCI nicht. Hundefans finden das Rasseprofil in der FCI Gruppe 5, Sektion 7 unter der Standard-Nummer 338.

 

Das äußere Erscheinungsbild des Thai Ridgeback

Gewicht

Der Thai Ridgeback erreicht ein Körpergewicht zwischen 16 und 34 Kilogramm. Hündinnen sind für gewöhnlich etwas leichter und kleiner als ihre männlichen Verwandten.

Größe

Mit einer Widerristhöhe von 56 bis 61 Zentimetern bei Rüden und 51 bis 56 Zentimetern bei Hündinnen handelt es sich um einen eher mittelgroßen Hund.

 

Farbe

Das kurze Fell des Thai Ridgebacks mit der charakteristischen „Ridge“ auf dem Rücken kommt in verschiedenen Farbvarianten daher. So gibt es sowohl rote, blaue und schwarze als auch helle Hunde mit Falbtönung. Bei roten Hunden ist eine schwarze Maske wünschenswert.

 

Körperbau

Dem Thai Ridgeback ist seine Agilität und Kraft anzusehen. Sein wohlproportionierter Körper stellt definierte Muskeln zur Schau. Die Rute ist eher schmal und verjüngt sich zu ihrem Ende hin. Typisch sind auch die dreieckigen Ohren, die steil nach oben stehen.

 

Besondere Eigenschaften

Wesen

Eines steht fest: Mit dem Thai Ridgeback kommt ein Hund daher, der seine Wurzeln nicht verleugnen kann. Als erfahrener Jäger mit großem Durchhaltevermögen ist dieser Hund auch heute noch ein wahrhaftiges Kraftpaket. Für Anfänger geeignet sind Thai Ridgebacks indes nicht, denn sie gelten als eigenwillig und teilweise auch dominant. Ihnen werden Halter nur mit konsequenter Erziehung und großen Einfühlungsvermögen gerecht. Wer das allerdings schafft, findet im Thai Ridgeback einen treuen Begleiter für das ganze Leben. Sogar als Familienhund kann diese Rasse gehalten werden, wenn die Erziehung vom ersten Moment an stimmt.

Seine Intelligenz macht es dem Thai Ridgeback leicht, sich im Leben zu behaupten. Mit großem Selbstbewusstsein, ausgesprochener Wachsamkeit und unerschütterlichem Mut eignet sich ein Hund dieser Rasse tatsächlich gut, um Haus und Hof zu bewachen. Unbekannten gegenüber verhält sich der Thai Ridgeback bisweilen zögerlich und zweifelnd. Erst wenn er Vertrauen gefasst hat, nähert er sich dem Menschen auf liebevolle und freundliche Weise. Kenner dieser Rasse schätzen sie auch für ihr feines Gespür, wenn es um Stimmungen geht.

 

Auch ist der Thai Ridgeback dazu in der Lage, klare Grenzen selbst zu ziehen. Fühlt er sich bedrängt oder gar bedroht, warnt er sein Gegenüber prompt. Und wer die Warnungen nicht ernst nimmt, riskiert im Zweifel unangenehme Situationen. Auch diesem Charakterzug muss durch gute Erziehung von Welpenbeinen an Einhalt geboten werden.

Kaum auszutreiben ist dem Thai Ridgeback außerdem auch sein angeborener Jagdinstinkt. Hundehalter sollten nicht vergessen, dass es sich um einen Urhund handelt, dessen Vorfahren sich in der Wildnis selbst behaupten mussten. Noch mehr als manch anderer Jagdbegleiter also neigt der Thai Ridgeback dazu, Wild bei Spaziergängen nachzustellen. Ob ein Hund dieser Rasse überhaupt abgeleint werden kann, ist daher eine wichtige Frage, deren Antwort häufig negativ ausfällt.

 

Mögliche Einsatzgebiete

Die Sportlichkeit des Thai Ridgeback ist eine seiner besonderen Fähigkeiten. Mit unglaublichem Sprungvermögen und maximaler Wendigkeit kann er bei guter Erziehung zu einem guten Cani Cross Partner werden. Ob sich diese Hunderasse auch für Agility und andere Sportarten eignet, entscheidet der individuelle Charakter.

 

Haltung und Pflege des Thai Ridgeback

Erfahrung in der Hundehaltung und -erziehung ist die wohl wichtigste Voraussetzung, die künftige Besitzer eines Thai Ridgeback mitbringen müssen. Nur dann ist es möglich, den besonderen Bedürfnissen und Eigenheiten dieser Rasse so zu begegnen, dass deren gute Seiten gefördert werden.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das Bedürfnis des Thai Ridgeback nach Bewegung. In einer Stadtwohnung sollte dieser Hund auf keinen Fall leben müssen. Ein Haus mit großem Garten ist optimal, um dieser Rasse den notwendigen Auslauf zu ermöglichen. Das bereits erwähnte Sprungvermögen erfordert jedoch eine sichere und hohe Einzäunung des Grundstücks.

Abseits der Beschäftigung im Wohnumfeld benötigt der Thai Ridgeback viel sportliche Auslastung. Am besten aufgehoben sind Hunde dieser Rasse bei Menschen, die sie regelmäßig zum Joggen oder Radfahren mitnehmen und auch zusätzliche Kopfarbeit nicht scheuen.

Was die Pflege des Thai Ridgeback betrifft, dürfen sich Hundehalter zurücklehnen. Das kurze Fell muss nur gelegentlich etwas gebürstet werden, um dauerhaft schön zu bleiben.

 

Gesundheit

Thai Ridgebacks sind eine Rarität. Die Auswahl eines seriösen Züchters, der Inzucht zu verhindern weiß, ist daher das A und O beim Kauf. Auch die Gesundheit der Elternhunde spielt hier eine wichtige Rolle, denn sie können die Veranlagung für eine Krankheit namens Dermoid Sinus in sich tragen. Hier wächst Hautgewebe am Rücken des Hundes nach innen, was zu schmerzhaften Entzündungen führen und eine Operation notwendig machen kann. Gezüchtet werden sollte daher nur mit Hunden, die diese Veranlagung nicht in sich tragen.

Abgesehen von dieser Tatsache ist der Thai Ridgeback ein gesunder und robuster Geselle, dem auch widriges Wetter kaum zu schaffen macht. Seine Lebenserwartung liegt bei etwa elf bis 13 Jahren.

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