Schipperke

Der Schipperke wird oft als „kleiner Schäferhund“ bezeichnet. Und das aus gutem Grund! Diese Rasse wird oft nicht größer als 30 cm und erinnert in ihrem Erscheinungsbild tatsächlich ein wenig an den Schäferhund. Von der Größe sollte hier jedoch definitiv nicht auf den Charakter geschlossen werden. Denn: Die kleinen Hunde fühlen sich offenbar sehr groß – und verhalten sich auch so. Es mangelt ihnen weder an Sportlichkeit noch an Temperament. Oft wird der Schipperke als Wachhund genutzt. Er ist entschlossen, „seine“ Familie zu verteidigen und zeigt dies auch gern lautstark nach außen.

Schipperke

Vielleicht handelt es sich bei ihm nicht um den „perfekten Anfängerhund“. Wer diese Rasse jedoch einmal in sein Herz geschlossen hat, lässt sie oft so schnell nicht mehr los.

Diese Hunde sind quirlig und lieben die Action. Damit einem weitestgehend entspannten Leben mit ihnen aber nichts im Wege steht, braucht es in jedem Fall eine konsequente Hand. Oder anders: Im Idealfall sollte der Schipperke wissen, dass er sein Zuhause nicht gegen jeden Besucher bellend verteidigen muss. Wenn sich genau das jedoch gefestigt hat, profitieren meist alle von einem entspannten Beisammensein – sowohl Mensch als auch Tier.

Interessanterweise lässt sich bis heute noch nicht zu 100 Prozent sagen, woher der Schipperke genau kommt. Manche zählen ihn zu den mitteleuropäischen, andere zu den belgischen Schäferhunden. Im Rahmen einiger wissenschaftlicher Untersuchungen konnte jedoch gezeigt werden, dass der Schipperke Verbindungen zu den Kleinspitzen zeigt. Bekannt ist in jedem Fall, dass der Schipperke bereits im Mittelalter existierte. In Belgien entstanden im Laufe der Zeit immer mehr Varianten dieser Rasse. Gezüchtet wurde jedoch vergleichsweise wenig. So wenig, dass die Rasse in den 1940er Jahren fast komplett ausgestorben war. Und bis heute gehört der Schipperke zu den Hunderassen, von denen es nur wenige Vertreter gibt.

Das äußere Erscheinungsbild des Schipperke

Größe und Gewicht:

Der typische Schipperke kommt vergleichsweise klein daher. Bei einer Höhe von durchschnittlich circa 30 cm ist meist auch schon Schluss. Viele zeigen sich immer wieder von dem fast schon durchdringenden Blick dieses Hundes beeindruckt, der so entschlossen ist, dass er locker auch von einem deutlich größeren Exemplar kommen könnte.

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Hündinnen und Rüden zeigen mit Hinblick auf ihr Gewicht keine größeren Unterschiede auf. Beide werden zwischen drei und neun Kilogramm schwer. Das Gewicht in Kombination mit der Größe führt zu einem Hund, der weder übergewichtig noch zu leicht erscheint. Die meisten männlichen Tiere werden jedoch mit einer Schulterhöhe von 28 bis 33 cm etwas größer als die Hündinnen (25 bis 30 cm).

Farbe:

Der typische Schipperke ist schwarz. Viele seiner Fans wissen es auch zu schätzen, dass das Fell mitunter besonders glänzend in Erscheinung tritt. Viele Vertreter dieser Rasse wirken fast schon ein wenig „plüschig“.

Körperbau:

Die Brust des Schipperke ist vergleichsweise ausgeprägt, während der Rücken eher gerade daherkommt. Insgesamt kann die Körperform der Vertreter dieser Rasse als „quadratisch“ beschrieben werden.

Kopf und Ohren:

Der Fang des Schipperke ist eher kurz. Aufgrund der Schnauze und des allgemeinen Aufbaus des Kopfes vergleichen ihn viele in optischer Hinsicht mit einem Fuchs. Er wirkt freundlich und aufmerksam. Die Ohren sind dreieckig und laufen nach oben hin spitz zu. Wenn er beginnt, zu hecheln, wird fast der Eindruck vermittelt, er würde ein wenig grinsen.

 

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Besondere Eigenschaften

Wesen:

Die meisten Schipperke lieben es, ihr Leben lang zu lernen und aktiv zu sein. Langeweile können sie nur schwer ertragen. Stattdessen befinden sie sich immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern… und fordern diese auch ein. Egal, ob mit dem Kopf oder mit dem Körper: Diese Hunde lieben es, zu arbeiten. Obwohl sie charakterlich eher lebhaft sind, zeigen sie bei Spielen, dass sie durchaus auch Geduld haben können.

Wie bereits erwähnt, gehört der Schipperke eher zu den wachsamen Hunden. Das bedeutet unter anderem, dass er Fremden gegenüber eher zurückhaltend ist. Hat er einen (oder „seinen“) Menschen jedoch erst einmal kennengelernt, ist alle Skepsis schnell verflogen.

Wichtig zu wissen: Diese Hunderasse verfügt über einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Gleichzeitig ist er mit anderen Hunden (und übrigens auch mit Kindern) meist gut verträglich. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

Auch wenn es sich bei ihm vielleicht nicht um den klassischen Anfängerhund handelt, lässt er sich in den meisten Fällen gut erziehen. Besonders wichtig ist es, von Vornherein darauf zu achten, dass das Bellen, zu dem der Schipperke zweifelsohne neigt, möglichst frühzeitig unterbunden wird. Auch solche Regeln lassen sich natürlich gut auf spielerische Weise lernen. Wer dem Wesen seines Schipperke etwas Gutes tun möchte, sollte regelmäßige Ausflüge ins Grüne einplanen. So bietet sich danach auch so gut wie immer die Möglichkeit, die sanfte Seite dieser Hunde kennenzulernen. Ein entspannter Schipperke kann durchaus sehr ruhig und kuschelbedürftig sein.

Mögliche Einsatzgebiete:

Der Schipperke ist nicht nur besonders gern aktiv, sondern auch sehr intelligent. Viele Exemplare sind als Fährten– oder Rettungshunde aktiv. Und wie bereits erwähnt, weiß der Schipperke auch, was es bedeutet, zu beachten. Viele Exemplare dieser Rasse sind als Wachhunde im Einsatz.

„Ganz nebenbei“ handelt es sich beim Schipperke aber auch um einen liebevollen Familienhund, der – sofern er gut erzogen wurde – viel Spaß und Abwechslung ins Leben bringt.

 

Haltung und Pflege:

Damit sich der Schipperke wohlfühlt, braucht er quasi jeden Tag neue Herausforderungen. Er liegt die Bewegung an der frischen Luft und apportiert gern. Hierbei handelt es sich um eine gute Möglichkeit, den angeborenen Jagdtrieb auszuleben. Besitzer sind gut beraten, das Verhalten (und vor allem auch das ankündigende Jagdverhalten) ihrer Tiere kennenzulernen, um bei Bedarf schnell einschreiten zu können.

Der Schipperke gehört zu den eher pflegeleichten Hunderassen. Es gilt jedoch zu beachten, dass das Fell dieser Hunde etwas hart daherkommt. Daher sollte es in regelmäßigen Abständen gebürstet werden. In der Zeit des Fellwechsels sollten die Intervalle ein wenig verkürzt werden. Denn auch wenn der Schipperke im Allgemeinen eher wenig haart, empfinden es viele natürlich als unangenehm, lange, schwarze Haare auf der Couch entdecken zu müssen. 

Viele Vertreter dieser Rasse empfinden es als angenehm, gebadet zu werden. Hierbei ist es jedoch wichtig, falls ausreichend, nur klares Wasser zu nutzen. Es reicht meist aus, nur die oberen Lagen des Fells zu befeuchten, weil die Haare so dicht liegen, dass Schmutz meist ohnehin nicht weiter kommt.

Wer dafür sorgt, dass sich sein Schipperke in regelmäßigen Abständen bewegt und immer wieder gefordert wird, bleibt mit Hinblick auf die weiteren Haltungsbedingungen weitestgehend flexibel. Das bedeutet, dass diese Rasse sowohl auf dem Land als auch in der Stadt gehalten werden kann. Wenn die Grundvoraussetzungen stimmen, muss sich hier niemand, der einen Vertreter dieser Rasse bei sich aufnehmen möchte, eingeschränkt fühlen. Wer allerdings geistiges und körperliches Fordern unterschätzt, riskiert, dass sein Hund seine „Spielfreude“ an den Möbeln auslässt.

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Gesundheit:

Der Schipperke wird durchschnittlich circa 14 Jahre alt. Er gilt gesundheitlich als robust. Dies zeigt sich auch mit Hinblick auf die Ernährung. Wie für alle Rassen gilt, dass der Schipperke nicht überfüttert werden darf… auch wenn es schwerfällt, seinem freundlichen Blick zu widerstehen. Halter können sich sicher sein: Wenn der Schipperke einmal herausgefunden hat, dass am Tisch gefüttert wird, wird er dies nicht so schnell vergessen.

Die Rasse neigt etwas zu Übergewicht. Unter anderem auch deswegen, weil er so schlau ist und dementsprechend schnell herausfindet, wo Frauchen oder Herrchen die Leckerchen lagert.

Ansonsten gibt es jedoch keine körperlichen Beschwerden oder Krankheiten, zu denen diese Rasse besonders neigen würde.

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Züchter, Vereine und Clubs

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