Basset Hound

Basset-HoundDer Basset Hound (frz. bas = niedrig) ist ein niederläufiger Meutehund. Seine charakteristischen Merkmale sind die kurzen Beine und die sehr langen, herabhängenden Ohren.
Bei ihm soll es sich um einen Nachfahren des Basset d’Artois handeln, einer mittlerweile ausgestorbenen Hunderasse aus Frankreich. Auch der Bloodhound zählt zu seinen Vorfahren. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in England mit der Zucht begonnen.
In den 1970er Jahren verkam der Basset Hound durch die Werbung einer Schuhmarke zeitweilig zum Modehund. Durch die gesteigerte Nachfrage fanden auch Welpen unseriöser Züchter regen Absatz, was zu einer Verbreitung von Tieren mit teils erheblichen gesundheitlichen Problemen führte.
Mit dem Abflachen des Trends verbesserte sich die Situation langsam wieder; 2011 wurde schließlich auch der Rassestandard diesbezüglich überarbeitet.
Zuchtziel ist demnach ein gesunder, arbeitstauglicher Hund ohne übertriebene Merkmale.

In der Rassensystematik der FCI wird der Basset Hound in Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.3 (Kleine Laufhunde), Standard Nr. 163, gelistet.

Äußeres Erscheinungsbild

Größe:
Die Widerristhöhe liegt bei 33-38 cm (beide Geschlechter).

Gewicht:

Basset Hound Welpe
Basset Hound Welpe

Genaue Gewichtsvorgaben sind im Rassestandard nicht vorgesehen.
Üblicherweise beträgt das Gewicht je nach Typ und Größe des Hundes bis zu 35 kg.

Farbe:
Die meisten Exemplare sind dreifarbig (schwarz-weiß-braun) oder zweifarbig lemon-weiß, aber auch alle anderen Laufhundfarben sind beim Basset Hound erlaubt.

Das kurze, dichte Fell liegt dem Körper gut an.

Körperbau:
Der Basset Hound ist ein kräftiger, im Rechteckformat stehender Hund.
Sein Kopf ist mittelgroß mit mäßig ausgeprägtem Stop. Der Oberschädel verläuft nahezu parallel zur Linie des Nasenrückens.
Die Kopfhaut ist relativ lose. Im Gesicht ist eine mäßige Faltenbildung erlaubt.
Die Lefzen der Oberlippe überlappen die der Unterlippe.
Die dunkel- bis mittelbraunen Augen haben einen ernsten, ruhigen Ausdruck.
Die schmalen, feinen Ohren sollen in ihrer Ausdehnung die Spitze des Fangs nur minimal übertreffen.
Der kräftige Hals ist relativ lang. Er trägt eine Wamme. Der gerade Rücken soll im Bereich zwischen Widerrist und Hüfte mäßig lang sein. Die säbelförmige Rute ist relativ lang.
Basset-Hound-RudelDie Brust ist ausreichend breit mit gut gewölbten, weit zurückreichenden Rippen.
Der Abstand zwischen dem unteren Brustbereich und dem Boden soll ausreichend bemessen sein, damit der Hund sich in jedem Gelände frei und ohne Einschränkungen bewegen kann.
Die Gliedmaßen sind kurz und kräftig. Der Unterarm steht in seinem oberen Bereich leicht unter dem Körper. Das Sprunggelenk steht tief. Die Pfoten sind verhältnismäßig groß.

Die Bewegungen des Hundes sind kraftvoll mit großem Schub aus der Hinterhand.

Besondere Eigenschaften

Wesen:
Der Basset Hound ist ein freundlicher und gutmütiger Hund mit einer hohen Intelligenz. Er lernt schnell, verfolgt jedoch hartnäckig seine eigenen Interessen.
Auch sein mitunter sehr stark ausgeprägter Jagdtrieb macht einen entspannten Spaziergang ohne Leine mit ihm schwierig, in Wald und Feld ist daher erhöhte Vorsicht angebracht.
Er benötigt eine geduldige, konsequente Erziehung.

Basset-Hound-mit-KnochenMit Artgenossen zeigt er sich in der Regel sehr verträglich und unkompliziert.
Als typischer Meutehund ist es für ihn besonders schwierig, alleine zu bleiben; dies muss mit ihm also besonders gründlich und behutsam trainiert werden.

Der Basset Hound hat eine sehr dunkle, melodische Stimme.

Mögliche Einsatzgebiete:
Bei der Jagd auf Niederwild ist der Basset Hound ein brauchbarer Gefährte. Er hat einen gut ausgebildeten Geruchssinn.
Hasen hinterlassen nur eine schwach riechende Fährte, die er dennoch aufnehmen und ausdauernd verfolgen kann. Dabei kommt ihm seine Niederläufigkeit zu Gute: Der Basset Hound treibt den Hasen langsam vor sich her und ermöglicht dem Jäger einen sicheren Schuss.
Auch für die Schweißarbeit und beim Einsatz in dichtem Unterholz hat sich die robuste Rasse bewährt.

Auch wenn ein jagdlicher Einsatz empfehlenswerter ist als eine reine Haltung als Familien- und Begleithund, ist Letzteres nicht ausgeschlossen.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Basset Hound bei jedem Wetter ausgiebig bewegt und seiner Veranlagung gemäß beschäftigt werden will.

Basset-Hound-liegendHaltung und Pflege
Dem Hund kommt eine Haltung auf dem Lande, im Idealfall in Kombination mit einer jagdlichen Aufgabe, sehr entgegen.
Für eine Haltung zusammen mit einem oder mehreren anderen Hunden ist der Basset Hound als Meutehund gut geeignet.
Wichtig sind in jedem Fall ausreichend Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung.

Die Fellpflege ist vergleichsweise einfach: Ein regelmäßiges Bürsten des kurzen Fells mit einer Naturhaarbürste ist ausreichend.

Gesundheit:
Die verkürzten Beine des Basset Hound basieren auf einer genetisch fixierten Störung der Knorpelbildung (sog. Chondrodysplasie). Dabei kommt es zu einem verfrühten Ende des Längenwachstums der Gliedmaßen. Diese Besonderheit kann zu einem vermehrten Auftreten von Bandscheibenvorfällen führen.

Durch die langen, herabhängenden Ohren neigt die Rasse zu teils chronischen Ohrenentzündungen. Eine regelmäßige Kontrolle der Ohren sowie die Säuberung der Ohrmuschel mit einem weichen Tuch können helfen, Entzündungen frühzeitig zu erkennen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das Ektropium (Auswärtsdrehung des Augenlids) kommt gelegentlich vor, durch die züchterischen Verbesserungen ist es jedoch weniger häufig als noch vor einigen Jahren.

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie die Ellbogendysplasie (ED) sind weitere Erkrankungen, die bei der Rasse gelegentlich auftreten.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 12 Jahren.

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Literatur

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ein Kommentar

  1. Zuchttiere mit leicht verkürztem Rücken auszuwählen ,würde einiges an Leid (durch die zu kurzen Läufe…) verhindern

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