Lakeland Terrier

Ursprünglich kommt der Lakeland Terrier aus einem Seendistrikt im Norden Englands. Nach diesem kahlen, schroffen Nationalpark „Lake District“ kommt auch der Name dieses Terriers. Aus einer Kreuzung aus dem Old English Black and Tan Terrier, dem Bedlington Terrier und dem Border Terrier entstand der Lakeland Terrier.

Lakeland Terrier

Das Ergebnis: ein mutiger, agiler und robuster Hund. Er unterstütze die dortigen Farmer bei der Jagd nach Füchsen, welche dem Vieh der Farmer zu nahe kamen. Als flinker, wendiger und furchtloser Terrier eignete er sich schon damals perfekt für diese Aufgabe. Diese Eigenschaften verbunden mit der kompakten Körpergröße macht es für ihn möglich, auch in engen und unwegsamen Umgebungen seiner Arbeit nachzugehen.

Der Kennel Club erkannte den Lakeland Terrier im Jahr 1928 offiziell an. In der FCI-Gruppe 3 gehört dieser Engländer Sektion 1 (hochläufige Terrier).

Heute findet man den Lakeland Terrier in Deutschland immer noch vergleichsweise selten. Laut Zuchtverband gab es im Jahr 2019 in hierzulande nur 26 Welpen dieser Rasse. Vor allem aber in Großbritannien und den USA ist der kleine Terrier bekannt und beliebt.

Äußeres Erscheinungsbild des Lakeland Terrier

Größe:

Mit maximal 37 cm Körpergröße gehört dieser Terrier zu den kleinen Hunderassen

Gewicht:

Hündinnen sollten laut Rassestandard bis zu 6,8 kg wiegen. Die männlichen Rassevertreter sind mit maximal 7,7 kg ein wenig schwerer.

Farbe:

Den Lakeland Terrier gibt es mit vielen verschiedenen Fellfarben. Dazu zählen vor allem schwarz, blau, loh, rot, weizenfarben oder braun. Die Brust oder die Pfoten können auch weiße Abzeichen enthalten.

Farben Lakeland Terrier

Körperbau:

Unter den Terriern zählt der Lakeland Terrier zu den kleinen, kompakten Exemplaren. Klein aber oho – der Körperbau ist trotzdem kräftig und robust, wobei die Brust eher schmal gebaut ist. Der leicht gebogene, lange Hals geht in eine kräftige Rückenpartie über.

Der eher kurze Rücken mündet in einer gut angesetzten Rute. Diese passt harmonisch zur Gesamterscheinung des Lakeland Terrier. Früher wurde die Rute üblicherweise kupiert. Eine unkupierte Rute wird zwar aufrecht getragen, jedoch nicht über dem Rücken oder gekringelt.

Die starken Beine sind gerade gewachsen und enden in festen, runden Pfoten. Passend zur Körpergröße des Lakeland Terrier sind die Pfoten entsprechend klein gewachsen.

Lakeland Terrier Welpen
Welpen

Kopf und Ohren:

Der Kopf als solcher ist beim Lakeland Terrier von feiner, fast zarter Statur. Die Schnauze hingegen ist vergleichsweise kraftvoll. Die braunen Augen wirken aufmerksam und voller Tatendrang. Dieses Bild wird durch die hoch getragenen, gefalteten Ohren noch unterstrichen. Die je nach Fellfarbe schwarze bis leberfarbene Nase wird von einem üppigen Bart ummantelt. Insgesamt wirkt der Lakeland Terrier damit stolz und selbstbewusst.

Besondere Eigenschaften

Wesen:

Der Lakeland Terrier ist ein wahres Energiebündel, was natürlicherweise auch auf fast alle anderen Terrier zutrifft. Die artgerechte Haltung unterstreicht sein ausgeglichenes Wesen ohne Neigung zur Aggression.

Lakeland Terrier Action

Action und Abenteuer sind nichts, wozu der temperamentvolle Hund nein sagen würde. Dank des lebendigen und aufmerksamen Wesens ist der Abenteurer bereit zum „Pferde stehlen“. Doch auch Intelligenz, Mut und offene Freundlichkeit prägen den treuen Lakeland Terrier. Die meisten Hunde dieser Rasse lieben es mit den Kindern der Familie ausgelassen zu spielen.

Die Rasse ist in seinem Terrain besonders wachsam und schützt seine Familie in bestimmten Situationen lautstark. Seine Menschen sollten Wert auf eine konsequente Erziehung legen, denn der Lakeland Terrier kann auch gerne mal ein echter Dickschädel sein und testet seine Grenzen aus.

Mögliche Einsatzgebiete:

Wie gesagt neigt der Lakeland Terrier dazu, seine Familie zu schützen. Zu Hause eignet er sich daher als kleiner Wachhund. Er zeigt sich dabei furchtlos und meldet Eindringlinge oder Gefahren mit lautem Gebell. Wird es ernst, kann sich der Lakeland Terrier recht forsch und draufgängerisch zeigen.

Der Lakeland Terrier gilt mit seiner verspielten und fröhlichen Art außerdem als angenehmer Familienhund. Menschenbezogen ist dieser Engländer allemal. Nicht zuletzt deshalb kann der Lakeland Terrier seine standhaften Wesenszüge als Begleithund unter Beweis stellen.

Da der Lakeland Terrier ursprünglich für die Fuchsjagd eingesetzt wurde, stecken auch heute noch viele jagdliche Komponente in diesem Wirbelwind. Ob jagdliche Arbeit, Dummyarbeit, Mantrailing oder sämtliche Hundesportarten – Hauptsache es kommt keine Langeweile auf. Außerdem gilt er als echte Wasserratte. Seine Energie gepaart mit der Intelligenz können in diesen Bereichen wunderbar eingesetzt werden.

Haltung und Pflege:

Aufgrund der großen Verbundenheit zu Menschen ist die reine Zwingerhaltung nicht das richtige für den Lakeland Terrier. Mit viel Anschluss an die Familie ist er bei naturverbundenen und sportlichen Menschen perfekt aufgehoben.

Für seine Neugierde und seinen Tatendrang wäre ein großer Garten eine ideale Voraussetzung für die Haltung des Lakeland Terrier. Doch auch das Leben in der Stadt kann für das Energiebündel entsprechend gestaltet werden. Besonders in diesem Fall ist für ausreichend Beschäftigung und Bewegung mit regelmäßigen Ausflügen in die weite Natur zu sorgen.

Der robuste Jagdhund hat entsprechend wetterfeste Fellstruktur. Das raue und leicht gelockte Fell sollte aufgrund der dichten Unterwolle wöchentlich gebürstet werden.

Schmutz und Fremdkörper können damit entfernt werden, sodass häufiges baden vermieden werden kann. Das längere Fell im Gesicht und an den Beinen darf bei Bedarf ein wenig gestutzt oder getrimmt werden.

Der robusten Züchtung sei Dank, gilt der Lakeland Terrier mit einer Lebenserwartung von etwa 14 Jahren als unempfindlich in Bezug auf Krankheiten oder gesundheitliche Probleme. Rassetypische Erbkrankheiten sind beim Lakeland Terrier nicht bekannt.

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