Zeckenzeit aber was hilft wirklich?

zecke-und-hundeAb dem Frühjahr lauern die kleinen lästigen und gefährlichen Blutsauger überall auf Waldwegen, auf Wiesen und im Gestrüpp und fallen in Scharen über unsere geliebten Vierbeiner her. Wir selbst können uns mit entsprechender Kleidung und Anti-Zecken-Spray schützen. Doch wie schützen wir unsere pelzigen Familienmitglieder vor der lauernden Gefahr, die Krankheiten wie Borreliose und Meningitis verursachen kann? Ich habe mich für euch schlau gemacht.

Welche Zeckenarten gibt es in Deutschland?

Schildzecke, Lederzecke, Taubenzecke, Hundezecke – diese Zeckenarten unterscheiden sich nur unwesentlich im Aussehen und leben überall dort, wo sich Menschen und Tiere aufhalten: in Ställen, im Garten, in Parks. Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist eine rötlich braune Zeckenart aus der Gattung der Schildzecken und kommt in Deutschland am häufigsten vor. Diese Zecke heißt nicht nur so, sie ist auch gemein und befällt Mensch und Tier gleichermaßen. Vor allem in Süddeutschland breiten sich die Zecken rasant aus; sie wandern ungebremst aus den wärmeren Ländern nach Deutschland ein und verbreiten die gefürchtete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In den besonders gefährdeten Gebieten kann sich der Mensch mit Impfungen wirksam schützen. Für Hunde gibt es solche Impfungen inzwischen ebenfalls. Dein Tierarzt weiß sicher bestens darüber Bescheid und kann dich beraten. Eine Hundekrankenversicherung übernimmt die Kosten. Unten stehend findet ihr eine Karte, auf der die FSME-Risikogebiete gut ersichtlich sind.

Stand 2014:

zeckenrisikogebiete-karte

 

Nach jedem Waldspaziergang Zecken absammeln!
Zecke
Zecke
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Nicht nur im Wald, sondern auch auf Parkwiesen, am Wegesrand und sogar im eigenen Garten lauern die Plagegeister. Kurzhaarige Hunde mit hellem Fell lassen sich gut kontrollieren. Auf kurzem Fell findet ihr die Krabbelviecher, bevor sie die Gelegenheit haben, sich festzubeißen. Deine Augen, Finger und ein Zeckenkamm die wichtigsten Utensilien bei der Zeckensuche. Im Fell langhaariger Hunde lassen sich Zecken hingegen schwer finden. Oft haben die Blutsauger schon einige Tage Blutmahlzeit hinter sich und sind entsprechend groß. Immerhin lassen sich vollgesaugte Zecken gut mit einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte entfernen. Selbst wenn der Kopf der Zecke in der Haut steckenbleibt – keine Panik! Die Rückstände der Beißwerkzeuge werden normalerweise von selbst abgestoßen. Die Ansteckungsgefahr mit Borreliose & Co. wird dadurch auch nicht erhöht. Doch bestenfalls soll es erst gar nicht so weit kommen. Im Handel gibt es eine Vielzahl an Produkten, die Zecken den Garaus machen und ihnen den Geschmack verderben sollen: Bernsteinhalsbänder, ätherische Öle, Zeckenhalsbänder, Sprays und Spot ons. Selbst mit Magnetkraft soll den gefährlichen Krabbelviechern zu Leibe gerückt werden.

 

Chemie oder sanfte Naturkraft gegen Zecken?

Ein aktueller Vergleichstest verschiedener handelsüblicher Anti-Zecken-Mittel für Tiere bringt den Verbrauchern erstaunliche Erkenntnisse. Die gute Nachricht: Es geht auch ganz ohne Chemie. Die natürlichen Mittel helfen nicht alle wirklich gut gegen Zecken. Manche gut wirksamen Mittel haben reichlich Nebenwirkungen, können die Haut reizen und Allergien verursachen. Welche Mittel am besten helfen, könnt ihr nur ausprobieren. Sobald sich Hautreizungen zeigen oder gar das Fell ausgeht, müsst ihr sofort Rücksprache mit dem Tierarzt halten.

Hier ein Testvideo zum Thema Kokosöl gegen Zecken:

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Wir wünschen euch eine möglichst zeckenfreie Zeit!

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3 Kommentare

  1. Leider fehlt auch hier, wie meistens, ein entscheidender Hinweis. Die allerbeste Zeckenprophylaxe ist ein gesunder Hund. Das bedeutet, den Hund gesund und artgerecht ernähren und keine (oder so wenig wie möglich) Chemie. Diese Komponenten sind immens wichtig für ein gesundes Milieu, was wiederum dafür sorgt, dass die Zecken den Hund nicht „mögen“. Erklären lässt sich das dadurch, dass Zecken mit ihrem sogenannten Hallerschen Organ „riechen“, ob der Hund in Frage kommt. Das, was sie da riechen, wird stark beeinflusst durch Ernährung, Medikamente und chemische Behandlungen. Eine Zeckenprophylaxe sollte deshalb in erster Linie aus den genannten Komponenten bestehen. Ein natürliches Mittel, wie z.B. Kokosöl (das Zecken nachgewiesen nicht mögen, wegen der Laurinsäure) kann dann das Tüpflechen auf dem i sein. Und dafür sorgen, dass die Hunde so gut wie keine Zecken haben.
    Viele Grüße
    Anke

  2. Hallo ihr,ich gebe meinem Hund in der Zeckenzeit so von März bis Oktober,und das schon ca3jahre lang, immer etwas Knoblauch ins Fressen,aber nur einwenig und soll ich euch sagen das hilft.Haben seither kein Zecken mehr u alles ohne teure Chemie.Sind richtig Happy

  3. Regina strobelt

    Hab leider nichts gutes zu berichten.meine beiden Hunde tragen den tic Clip seit dem 1.lebensjahr.bisher hatten wir immer glück und waren zeckens rein. Der Clip wird alle 2 Jahre gewechselt.unsere hunde sind 10 Jahre. Jedoch seit dem letzten Jahr eine Katastrophe .schwarzkümmelöl zeckens Praxis Leckerli schwarzkümmelölkps es nutzt nix.jetzt kokosöl.mal sehen ob nutzt.es sind überwiegend kl.Larven uns Nymphen. Jedoch ekelig .das braucht kein Hund und Mensch. Bernsteinketten werden wir als nächstes ausprobieren ?

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