Gelenkschmerzen bei Hunden erkennen und behandeln

Schmerzen in den Gelenken sind ein häufiges Problem unter Vierbeinern. Durch zunehmendes Alter kommt es bei den empfindsamen Tieren immer öfter zu typischen Beschwerden, wie sie auch beim Menschen vorkommen. Geeignete Maßnahmen und eine zielgerichtete Therapie sind daher essenziell.

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Starke Belastungen der Gelenke durch Bewegung

Gelegentlich kommt es zu Schmerzen im Bewegungsapparat, weil sich der Hund überanstrengt. Das kann etwa bei aktiven Rassen der Fall sein. Die Beschwerden äußern sich durch typische Verhaltensauffälligkeiten. Betroffene Tiere bewegen sich langsamer, meiden Sprünge oder zeigen lahme Beine. Aus diesem Grund müssen Tierhalter wachsam sein. Das Tier sollte nicht überbeansprucht oder zu Höchstleistungen animiert werden.

Übergewicht als Risikofaktor

Wiegt der Hund zu viel, führt dies langfristig zu großen Problemen. Übergewicht ist gemäß Studien eines der verbreitetsten Risiken für die Entwicklung von Krankheiten. Gelenkschmerzen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Die mögliche Bandbreite reicht von Altersdiabetes über Herzerkrankungen bis zum Schlaganfall. Auch Folgeerkrankungen wie das Vestibularsyndrom sind denkbar. Hundehalter sollten deshalb die fachlichen Empfehlungen zu Fütterungszeiten und Auswahl des Futters einhalten. So sollte das Gewicht unbedingt an das Alter und die Rasse des Tieres angeglichen werden. Die übermäßige Gabe von Leckerlis gilt es zu vermeiden.

Arthrose beim Hund

Bei der Arthrose handelt es sich um eine Gelenkerkrankung, die mit starken Schmerzen für den Hund einhergeht. Ursache ist im Regelfall eine Abnutzung der betroffenen Körperteile. Es kommt hierbei zu unerwünschten Reibungen, weil der eigentlich als Schutz gedachte Gelenkknorpel sich am Knochen aufreibt. Typischerweise treten Symptome wie ein verminderter Bewegungsdrang, kontinuierliches Lecken an den betroffenen Stellen oder eine ungewöhnlich langsame Fortbewegung auf. Übergewicht ist ein klar identifizierter Risikofaktor für die Entwicklung dieser Krankheit. Daneben beeinflusst die zunehmend steigende Lebenserwartung von Hunden ebenfalls, wann und wie Arthrose auftritt.

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Behandlung von Gelenkschmerzen mit natürlichen Präparaten

Beim Verdacht sollte der erste Gang stets zum Tierarzt erfolgen. Er untersucht den Vierbeiner und kann anhand von Ultraschallverfahren sowie weiteren Untersuchungen die Gründe für Gelenkschmerzen herausfinden. Zur Behandlung stehen mehrere Optionen. Präparate  für Hunde,  wie natürliches Öl aus CBD werden ebenfalls in einigen Fällen angewandt. Hierbei trägt der Halter das Mittel auf die betroffenen Gelenke auf. Alternativ ist eine Gabe über das Futter möglich. Die Dosis richtet sich nach den jeweiligen Schmerzen und variiert.

Der enthaltene Wirkstoff Cannabidiol bindet im Körper an bestimmte Rezeptoren, namentlich CB1 und CB2. Diese werden als Endocannabinoidsystem bezeichnet. Dort hemmt er die Ausschüttung von spezifischen Botenstoffen. Der genaue Mechanismus wird zurzeit noch erforscht. Auf diese Weise kann das Leiden vermindert werden. In jedem Fall kann es für Hundehalter sinnvoll sein, auf die Behandlung mit pflanzlichen Arzneien zu setzen. Öl aus Johanniskraut wird in ähnlicher Form eingesetzt. Forscher vermuten, dass Inhaltsstoffe aus der Pflanze an Rezeptoren andocken und stimmungsaufhellende sowie schmerzlindernde Eigenschaften besitzen. Nicht umsonst wird es beim Menschen zur Behandlung von Depressionen eingesetzt.

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Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Abgesehen von der Gabe von phytotherapeutischen Mitteln sind in manchen Krankheitsfällen wie der Arthrose ebenso schmerzstillende Medikamente angezeigt. Zum Einsatz kommt regelmäßig der Wirkstoff Cortison. Überdies ist die Gabe von Mavacoxib und anderen Pharmazeutika vernünftig. Dies sollte jedoch nur in Absprache mit dem örtlichen Tierarzt erfolgen.

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