5 Faktoren für ein langes und gesundes Hundeleben

Für viele Familien ist der Hund viel mehr als nur ein Haustier. Er ist ein vollwertiges Familienmitglied und der allerbeste Freund, den man so lang wie nur möglich an seiner Seite haben möchte. Das zu erwartende, maximale erreichbare Hundealter steht in Abhängigkeit zur Rasse, Größe und Haltung. Herrchen und Frauchen können allein über die Lebensumstände alles für ein gesundes und langes Leben tun, das sie gemeinsam mit ihrem Vierbeiner verbringen. Unsere Tipps und Hinweise reichen von der Bewegung über die Fütterung bis hin zu den wichtigsten Gesundheitsvorsorgemaßnahmen.

Eine vollwertige und gesunde Ernährung

Einer der wichtigsten Punkte, die sich auf die Gesundheit und die Konstitution eines Hundes auswirken, ist die Ernährung. So sollten sich alle Zweibeiner nicht nur gesund und vollwertig ernähren, sondern auch ihren Haustieren die notwendigen Nährstoffe und ein abwechslungsreiches Futter zukommen lassen. Einer der größten Fehler wäre es, die Bedürfnisse des Hundes zu vermenschlichen. Im Prinzip muss kein Hundehalter am Herd stehen und Tag für Tag köstliche Mahlzeiten für seinen Vierbeiner zaubern. Wer sich ein bisschen mit der Anatomie, dem Verhalten und der Verdauung des Hundes auskennt und sich vor Augen führt, dass der genetische Vorgänger des Hundes der Wolf ist, wählt auch das richtige Futter.

Einen der Hauptbestandteile für eine vollwertige Hundeernährung bildet Fleisch. Dazu kommen pflanzliche Bestandteile, wie Gemüse, Gräser und Kräuter, aber auch Obst. Eben das, was ein Wolf in freier Wildbahn zu sich nimmt. So ist der Wolf nämlich ein Allesfresser und nicht ausschließlich ein Fleischfresser.

Getreide gehört nur in einem minimalen Maß in das Hundefutter. Gerade bei sehr günstigen und minderwertigen Futtersorten wird Getreide jedoch sehr intensiv eingesetzt, um an der Fleischmenge zu sparen. Ein vergleichbarer Zusatz, der minderwertiges Futter entlarvt, bilden Fleischmehl und Geflügelmehl anstelle von hochwertigen Innereien und Muskelfleisch. Diese Tiermehle bringen keinerlei Nährstoffe für den Hund mit ein.

Zu einer der „Volkskrankheiten“ und geläufigen Problemen gehört Übergewicht bei Hunden. Das wirkt sich negativ auf die Fitness, die Konditionen und die Beweglichkeit des Vierbeiners aus. Im gleichen Zug greift das Übergewicht das Immunsystem an und der Hund wird anfälliger gegenüber Infekten. Nicht zu vernachlässigen ist die Belastung der Knochen und der Gelenke, die durch das höhere Gewicht stärker in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

VORSICHT: Das gehört nicht in den Fressnapf!

Zudem gibt es eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die für Hunde unverträglich sind und daher nicht in den Futternapf gehören. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass diese außer Reichweite der Vierbeiner aufbewahrt werden. Dazu zählen etwa Kaffee, Avocados, Knoblauch, Rosinen, Schokolade und rohes Schweinefleisch. Letzteres birgt die Gefahr des Aujeszky-Virus, der über dieses Fleisch übertragen wird. Die Krankheit ist für den Menschen vollkommen ungefährlich, führt aber beim Hund im schlimmsten Fall zum Tode. Auch Zuckerersatzstoffe, Zwiebeln und Weintrauben und grüne Tomaten können gefährliche Nebenwirkungen beim Hund nach sich ziehen.

Bewegung: Täglich mindestens ein Spaziergang

Die meisten Erziehungsprobleme treten aufgrund unzureichender Bewegung und Unterforderung auf. Hunde, die nicht ausgelastet sind, lassen sich wohl oder übel an ihrem Umfeld, ihren Besitzern und dem Eigentum aus. Tatsächlich ist es ähnlich wie beim Menschen: Der Hund schüttet jede Menge Glückshormone durch die Bewegung aus.

Kein Wunder, dass die Vierbeiner schwanzwedelnd angelaufen kommen, wenn Herrchen und Frauchen mit der Leine erscheinen. Zudem bildet gerade die tägliche Bewegung ein harmonisches Maß an Ausgelassenheit für Körper und Seele. Jeder Hund sollte sich mindestens einmal jeden Tag, frei ohne Leine bewegen können und auf einem Spaziergang seine Umgebung erkunden.

Wem es zu langweilig ist, jeden Tag dieselbe Strecke abzulaufen, der trifft sich in Gruppen mit anderen Hunden und Besitzern. Hier bietet sich die Chance, auf den Hundeplatz zu gehen, an einem Kurs teilzunehmen oder die unterschiedlichen Routen in der gesamten Umgebung zu erkunden.

 

Achtung: Hundebesitzer mit einem sehr großen Garten und Grundstück sollten ihrem Vierbeiner dennoch einen Spaziergang gönnen. Dieser dient nicht nur der Bewegung, sondern auch dem Aufnehmen und Erkunden neuer Gerüche und Duftmarken.

Das Bewegungspensum und die Auslastung sollten zum Altersstadium eines Hundes passen. So dürfen ein älterer Hund und ein Welpe niemals überfordert werden. Hundehalter sollten bedenken, dass er sich noch voll in der Entwicklung und im Wachstum befindet. Lange Spaziergänge sind von daher tabu. Es macht viel mehr Sinn, für ein paar Minuten mehrere Gassirunden am Tag einzulegen, um dem jungen Hund so viel Abwechslung wie möglich zu bieten. Gleiches gilt auch für ältere Hunde, die oftmals von ganz allein anzeigen, wie weit sie noch laufen wollen und welches Bewegungspensum sie erfüllen wollen.

 

Tierarzt Vorsorge: Von Kopf bis Fuß gesund

Im Prinzip sollten Herrchen und Frauchen bereits mit dem jungen Hund zum Tierarzt gehen, um ihn an die regelmäßigen Grunduntersuchungen zu gewöhnen. Zu den Basics gehören die jährliche Schutzimpfung und eine Entwurmung alle 3 Monate.

Darüber hinaus gibt es spezielle Essenzen und Öle, die ebenfalls alle drei Monate verabreicht werden, um gegen Flöhe, Zecken und Parasiten zu schützen. Wer sich diese Besuche und Vorsorgemaßnahmen spart, geht ein Risiko ein, denn die damit zusammenhängenden Infektionen stellen eine enorme Gefahr für den Hund dar.

Wer regelmäßig zum Tierarzt geht, kann mögliche Erkrankungen schnellstmöglich erkennen und eine Behandlung einleiten. So gehört für Hunde ab einem Alter von acht Jahren der Besuch zum Tierarzt alle 6 Monate zu einem absoluten Muss. Werden zum Beispiel Knoten oder kleine Verhärtungen frühestmögliche erkannt, können die Ärzte einem Hund bestmöglich helfen.

 

Zahnpflege: Schutz vor Infektionen und Bakterien

Eine ebenso große Rolle spielt die natürliche Zahnreinigung. Karies, Zahnstein und Parodontose hindern den Vierbeiner daran, ordentlich zu fressen. Hunde mit sehr schlechten Zähnen können sogar abmagern. Darüber hinaus können Parasiten in den Zähnen auch auf andere Organe übergehen und zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.

Wer seinem Hund die Narkose und das Entfernen des Zahnsteins ersparen möchte, gibt regelmäßig harte Knochen, ebenso wie Rinderkopfhaut und Dentalspielzeug. Diese Kaugegenstände reiben den Zahnbelag von der Zahnoberfläche und sorgen für strahlend weiße Zähne. Alternativ dazu gibt es im Fachhandel Zahnbürsten für die Finger und Zahnpasta für den Hund, um die Zähne regelmäßig zu reinigen.

Nicht zuletzt eine einseitige Ernährung wird maßgeblich an den Zähnen durch gelben Zahnbelag und unangenehmen Mundgeruch deutlich. An dieser Stelle ist eine Futterumstellung angesagt.

 

Regelmäßige Pflege: Haut und Haar als Schutzmantel

Für die Hunde ist die Haut und ihr Fell eine der wichtigsten Immunbarrieren, wenn es darum geht, sich vor den Umwelteinflüssen zu schützen. Ist einmal etwas mit dem Vierbeiner nicht in Ordnung, wird man es ihm am stumpfen und schuppigen Fell ansehen. Hier werden auch Mangelernährung, Stress oder Krankheiten ebenso wie Allergien am deutlichsten. Kein Wunder, dass viele Tierärzte Hautbiopsien vornehmen, um einen Infekt zu diagnostizieren. Häufig sitzen die Erreger direkt in der Haut.

Eine der geläufigen Erreger direkt auf der Haut sind die Hautpilze. Diese können bis in die Ohren und in das Gesicht hineinreichen. Da bei einem Welpen das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist, kann es hier häufiger zu Pilzerkrankungen kommen. Kreisrunde und haarlose Stellen im Fell gehören zu den häufigsten Symptomen von Pilzen oder einer Hefepilzinfektion. Nässende Wunden oder blutende Stellen sowie entzündliche Rötungen sind ein deutliches Zeichen für Bakterien, die zu desinfizieren sind und mit Antibiotika behandelt werden müssen.

Jeder Hund sollte von Anfang an eine regelmäßige Fellpflege erfahren. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, den Hund regelmäßig zu baden. Ganz im Gegenteil, denn es sollten Kämme und Bürsten zum Einsatz kommen, um das Hundefell zu pflegen. Selbst Hunde mit einem sehr kurzen Fell lassen sich mit einem Handschuh streicheln und erfahren dabei noch eine wohltuende Massage, die anregend auf den Stoffwechsel wirkt.

Wer sich an verfilzte Stellen bei einer Langhaarrasse nicht allein traut, kann sich vertrauensvoll an den Tierarzt oder an einen Hundefriseur wenden. Eine Schere und ein Trimmmesser gehören auf keinen Fall in Anfängerhände. Im Prinzip wird man einem gesunden Hund seine Pflege und das vollwertige Futter an der Nasenspitze ansehen.

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ein Kommentar

  1. Hallo,
    super Seite und viel Information.
    Danke für den Artikel über das lange Hundeleben.
    Welcher Hundehalter wünscht sich das nicht!

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