Nur Aufregung? Ursachen für Zähneklappern bei Hunden

Zähneklappern beim Menschen bedeutet meistens, dass Sie frieren. Beim Hund kann das Zähneklappern jedoch eine andere Ursache haben. Hunde können durch Zähneklappern ihre Emotionen ausdrücken. Zudem kann das Klappern mit den Zähnen auch auf eine Krankheit, Schmerzen oder Stress hindeuten. In diesem Artikel wird näher beschrieben, welche Ursachen das Zähneklappern bei Hunden hat.

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Ursachen für das Zähneklappern bei Hunden

Als Hundebesitzer sollten Sie immer die Situation beachten, in der Ihr Hund mit den Zähnen klappert. Manche Verhaltensweisen des Vierbeiners sind normal. Beim Fressen oder bei der Zahnpflege kann es sein, dass Ihr Hund mit den Zähnen klappert oder knirscht. Hier im Folgenden werden die verschiedenen Ursachen beschrieben:

Aufregung:

Das Zähneklappern kann in vielen Situationen ein Indiz für Aufregung sein. Wenn Sie als Hundebesitzer von der Arbeit nach Hause kommen, wird sich Ihr Hund jedes Mal freuen. Die Freude oder die Aufregung kann das Tier mit Zähneklappern zum Ausdruck bringen.

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Stress oder Angst:

Hunde können auf bestimmte Situationen nervös reagieren. Diese Nervosität kann sich mit Zähneklappern zeigen. Durch das Klappern mit den Zähnen versucht Ihr Hund, sich zu beruhigen. In fremden Umgebungen mit unbekannten Menschen können Hunde gestresst reagieren. Als Hundebesitzer ist es wichtig, dass Sie auf die Körpersprache Ihres Hundes achten.
In stressigen Situationen sollten Sie für Ihren Hund da sein. Schenken Sie dem Tier besonders viel Aufmerksamkeit. Mit der Zeit wird sich Ihr Hund an die neue Situation gewöhnen und die Angst wird gemindert.

Emotionen zeigen:

Durch Zähneklappern können Hunde ihre Emotionen zeigen. Es kann ein Ausdruck von Freude, neuen Geschmäckern oder Gerüchen oder Verspieltheit sein. Beim Spielen oder vor dem Fressen sind manche Hunde freudig erregt und zeigen diese Emotionen durch Zähneklappern.

Neuer Geruch:

Durch das Klappern mit den Zähnen können Hunde Gerüche besser wahrnehmen. Der Geruchssinn eines Hundes ist um ein Vielfaches stärker ausgeprägt als beim Menschen. Durch das Jacobsonsche Organ können Hunde den Geruch nicht nur riechen, sondern schmecken. Bei der Wahrnehmung eines neuen, leckeren Geruchs können manche Hunde mit den Zähnen klappern. Am Jacobsonschen Organ werden die verschiedenen Gerüche analysiert. Durch das Zähneklappern können Hunde einen Geruch noch besser wahrnehmen.

Hund klappert nach Ablecken mit Zähnen:

Manchmal können Hundebesitzer auch beobachten, dass Hunde nach dem Ablecken eines Gegenstandes mit den Zähnen klappern. Dies ist eine Reaktion des Körpers. Der Geruchs- und Geschmackssinn eines Hundes ist hochsensibel.

Maulschmerzen:

Zähneklappern kann auch ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Vierbeiner Schmerzen am oder im Maul hat. Es ist wichtig, dass Sie auf die Reaktion des Hundes achten. Es kann schwierig sein, zu erkennen, ob Ihr Hund Schmerzen hat. Wenn Ihr Hund nach dem Fressen mit den Zähnen klappert, kann dies ein Zeichen für Maulschmerzen sein.

Zahnschmerzen:

Bei Zahnschmerzen kann Ihr Hund ebenfalls mit den Zähnen klappern. In den meisten Fällen handelt es sich um Schmerzen an einzelnen Zähnen oder Entzündungen am Zahnfleisch. Im Laufe der Jahre kann der Zahnschmelz eines Hundes zurückgehen. Eine ausgewogene Ernährung und die passende Zahnhygiene sind daher besonders wichtig, um Zahnschmerzen bei Hunden vorzubeugen. Als Hundebesitzer sollten Sie Ihren Vierbeiner so früh wie möglich an Zahnpflege gewöhnen. Professionelle Zahnpflege bei Hunden wird sich langfristig lohnen. Ihr Hund hat weniger Zahnschmerzen und riecht angenehm aus dem Maul. Im Netz können Sie sich über die verschiedenen Techniken zur Zahnreinigung und -pflege informieren.

Magen- und Darmprobleme:

Eine weitere Ursache von Zähneklappern beim Hund können Magen- und Darmprobleme sein. Wenn Ihr Hund Durchfall hat oder sich regelmäßig übergibt, kann das Zähneklappern ein Indiz für Magenprobleme sein. Manche Hunde können bei Übelkeit auch sabbern. Es ist empfehlenswert, einen Tierarzt aufzusuchen. Bei einer Endoskopie wird der Verdauungstrakt des Hundes untersucht. Bei Magenproblemen kann eine Ultraschall-Untersuchung ebenfalls helfen.

Krampfanfall:

Im schlimmsten Fall kann das Zähneklappern auch ein Indiz für einen Krampfanfall sein. Bei Krampfanfällen wird sich das Tier zurückziehen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Das Tier ist lustlos und Hundebesitzer haben Probleme, das Tier zu Aktivitäten zu animieren oder motivieren. Auf Rufe oder Befehle könnte das Tier nicht oder trotzig reagieren. Dies ist ein deutliches Zeichen für Schmerzen.

Zähneklappern zur Kommunikation:

Hunde können mit den Zähnen klappern, um mit anderen Hunden zu kommunizieren. Bei einer potenziellen Gefahr nutzt ein Hund das Zähneklappern als Drohgebärde. Das Zähneklappern kann dem Hund auch helfen, ruhig zu bleiben.

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Der Hund friert:

Das Zähneklappern kann darauf hindeuten, dass Ihr Vierbeiner friert. Beim Zähneklappern kommt es zu Muskelkontraktionen, wodurch der Körper aufgewärmt werden kann. Das Zähneklappern ist ein erstes Indiz für Kälteempfinden. In den kalten Wintermonaten sollten Sie keine langen Spaziergänge mit Ihrem Hund machen. Gegen die niedrigen Temperaturen kann ein Mantel oder ein sogenannter Hundepullover helfen.

Neurologische Krankheit oder ein anderes Problem:

Bei einer neurologischen Krankheit hat ein Hund neben dem Zähneklappern noch vergrößerte Pupillen. Wenn sich Ihr Vierbeiner ungewöhnlich verhält, sollten Sie zeitig einen Tierarzt aufsuchen.

Fortgeschrittenes Alter:

Im Alter kann ein Hund häufiger mit den Zähnen klappern. In den kalten Wintermonaten frieren ältere Hunde auch schneller als im jungen Alter. Als Hundebesitzer sollten Sie einen passenden Hundepullover kaufen. Neben der Kälte kann das Klappern auch ein Indiz auf eine Krankheit oder Unwohlsein sein. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um potenzielle Krankheiten schnell erkennen zu können.

Fazit

Zähneklappern bedeutet nicht immer, dass es Ihrem Vierbeiner schlecht geht. In vielen Fällen ist das Klappern mit den Zähnen ein Ausdruck seiner Emotionen. Allerdings ist es wichtig, dass Sie das Verhalten Ihres Hundes immer genau im Auge behalten. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie Ihren Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen.

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