Schokolade (Theobromin) ist für Hunde giftig!

Die meisten Menschen lieben Schokolade, denn einige Inhaltsstoffe im Kakao haben eine stimmungsaufhellende Wirkung auf uns. Einer dieser Stoffe ist Tryptophan. Durch diesen bildet der Körper das Wohlfühlhormon Serotonin – auch Glückshormon genannt.

Kakao enthält aber auch Theobromin. Auf den menschlichen Körper hat Theobromin ebenfalls eine angenehm stimulierende Wirkung. Für uns gilt: Je dunkler die Schokolade, desto stärker die positive Wirkung des Kakaos.

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Bei Hunden sieht das jedoch ganz anders aus! Die Stimulation durch Theobromin ist für das Nervensystem von Hunden (und auch Katzen) viel zu hoch. Die Folge: Lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen! Bei Hunden (und Katzen) gilt die Gleichung also entgegengesetzt: Je dunkler die Schokolade, desto giftiger!

Was ist Theobromin?

Theobromin ist wie Koffein auch ein Methylxanthin und wirkt ähnlich auf den Organismus. Die enthaltene Menge in Kakao und Schokolade ist für Menschen völlig ungefährlich, denn wir besitzen ein Enzym, welches die Substanz in unserem Körper abbaut. Dieses Enzym besitzen Hunde allerdings nicht. Sie können den Stoff nur schlecht abbauen, weshalb die Aufnahme des anregenden Theobromins für sie tödlich enden kann. Wichtig ist hier jedoch zu beachten: Du solltest deinem Hund auf keinen Fall Schokolade zu Fressen geben, aber du musst auch nicht bei der kleinsten Aufnahme von Schokolade in Panik ausbrechen.

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Wie viel Schokolade ist gefährlich für meinen Hund?

Sollte es doch einmal dazu gekommen sein, dass dein Hund an einer Tafel Schokolade geknabbert hat, dann lässt sich der Theobromingehalt mit Hilfe einer einfachen Gleichung feststellen. Dabei ist die Menge an Schokolade, das Gewicht deines Lieblings und der Kakaoanteil ausschlaggebend. Die Gleichung lautet wie folgt:

Menge der Schokolade in g x Theobromingehalt der Schokolade : Körpergewicht des Hundes


Um die Gleichung etwas zum Leben zu erwecken, verdeutlichen wir diese am Beispiel eines 5 Kg schweren Jack Russell Terrier namens Harry.

Harry hat eine halbe Tafel Zartbitterschokolade weg genascht bevor man ihm die Schokolade entreißen konnte. Wie viel Theobromin steckt nun im kleinen Harry? Für die halbe Tafel Schokolade (50g) berechnen wir einen Theobromingehalt von ca. 6 mg/g. In einer halben Tafel stecken also ca. 300 g Theobromin. Diese 300 g werden nun durch das Körpergewicht (5Kg) des Hundes geteilt. Wir kommen bei Harry also auf eine Gesamtmenge von 60 mg Theobromin.

Das ist viel, denn ab etwa 20 mg Theobromin pro Kg wird es für den Hund gefährlich. Es sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert und bei bereits erkennbaren Vergiftungserscheinungen schnell Hilfe geholt werden. Auch das Verpackungsmaterial kann unangenehme Reaktionen wie eine Verstopfung oder gar innere Verletzungen hervorrufen. In diesem Fall bist du mit einem Tierarztbesuch auf der sicheren Seite.

Hat dein Liebling nur ein wenig Vollmilchschokolade oder ein Stückchen Zartbitter genascht, achte aufmerksam auf eventuelle Vergiftungssymptome wie Durchfall, Erbrechen oder starken Durst. Mehr Informationen zum Thema Schokolade beim Hund findest du auch online beim Tierarzt felmo

Anzeichen für eine Vergiftung durch Schokolade

Es hängt ganz von der Hunderasse, dem Gewicht und der Sorte der Schokolade ab, ob und in welcher Intensität dein Vierbeiner Symptome einer Vergiftung zeigt. Auf die folgenden Symptome solltest du achten, um im Notfall schnell reagieren zu können:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hecheln
  • Vermehrter Durst
  • Krämpfe und Bewusstseinsstörungen
  • Kreislaufprobleme
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Was macht der Tierarzt bei einer Schokoladenvergiftung?


Ein Tierarzt gibt in den meisten Fällen ein Brechmittel, um die Schokolade aus dem Körper des Hundes zu bekommen. Das führt zu starkem und mehrfachem Erbrechen, über mehrere Stunden hinweg. Dein Hund verliert sehr viel Flüssigkeit, deshalb ist es wichtig, den gesamten Tag darauf zu achten, dass dein Hund genügend trinkt, um ihn vor einer Austrocknung zu bewahren. Für den Rest des Tages wird häufig Schonkost empfohlen, da der Magen-Darm-Trakt, sowohl durch die Schokolade als auch das Erbrechen stark beansprucht wurde.

Unser Tipp zu Weihnachten

So schön es auch ist, deine vier Wände mit bunten Tellern voll mit verführerischen Leckereien zu dekorieren – als Hundebesitzer bist du auf der sicheren Seite, wenn du keine Naschereien offen rum zu stehen hast. Denn nicht nur Schokolade kann für unsere Fellnasen gefährlich werden – auch Nüsse, Rosinen oder Obstkerne. Daher empfiehlt Tierarzt felmo, dein Zuhause so tierfreundlich wie möglich zu schmücken, denn so kann die gesamte Familie das schönste Fest im Jahr ohne unerwünschte Zwischenfälle genießen.

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