Hilft Sauerkraut Hunden bei Verstopfung?

Vor allem in der „menschlichen Küche“ ist es beliebt und mittlerweile ein absoluter Klassiker: Das Sauerkraut! Viele Menschen schreiben dieser Speise eine gesundheitsfördernde Wirkung – gerade im Bereich der Verdauung – zu.

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Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang viele stellen dürften, ist:

  • Darf mein Hund eigentlich Sauerkraut essen?
  • Wenn ja: Wie viel ist erlaubt?
  • Und wirkt sich der Konsum von Sauerkraut auch auf die Verdauung der Tiere aus?

Bitte beachten: Jeder Hund ist anders! Daher ist es – gerade mit Hinblick auf etwaige Krankheiten – wichtig, neue Nahrungsmittel im Speiseplan unbedingt mit dem Tierarzt abzuklären, um auf der sicheren Seite zu sein.

Achtung: Weinsauerkraut ist selbstverständlich tabu! Am besten ist es, das Sauerkraut selbst herzustellen. Somit wissen Sie genau, dass Sie wirklich nur das Sauerkraut und keine Gewürze, Konservierungsstoffe oder ähnliches verfüttern.

Ausgewachsene Hunde dürfen Sauerkraut essen, aber…

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Von den zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen im Sauerkraut können oft auch Hunde profitieren. In diesem Kraut sind jede Menge Vitamine enthalten. „Ganz nebenbei“ eignet sich das Kraut auch häufig als Maßnahme nach dem Verschlucken von Fremdkörpern.

Ob es roh oder gekocht verzehrt werden sollte, ist vom jeweiligen Einsatzbereich abhängig. Die folgenden Abschnitte helfen weiter.

(Bitte beachten: Einige Hunde vertragen Sauerkraut nicht gut und reagieren mit Blähungen. In diesem Fall ist es natürlich wichtig, sich nach Alternativen umzusehen. Welpen sollten generell noch kein Sauerkraut serviert bekommen.)

Sauerkraut bei Hunden gegen Verdauungsprobleme

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Wie auch beim Menschen kann Sauerkraut auch bei Hunden gegen Verstopfungsprobleme helfen. In diesem Fall ist es wichtig, das Sauerkraut vor dem Verzehr abzuspülen und zu kochen. Selbstverständlich sollte es jedoch nicht gewürzt werden. Viele Tiere nehmen das Sauerkraut vor allem dann gut an, wenn es unter das eigentliche Futter gemischt wird. In diesen Fällen wird der Geschmack weder als zu schlicht, noch als zu extrem empfunden.

Auch im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Durchfall kann Sauerkraut helfen. Ist der Stuhl zu flüssig, sollte das Kraut jedoch nicht gekocht werden. Am besten ist es, es kurz mit Wasser abzuspülen, um ihm ein wenig seiner Schärfe zu nehmen und es dann mit dem Futter zu vermengen. Durch den Verzicht auf das Kochen sorgen Sie dafür, dass möglichst viele Milchsäurebakterien bestehen bleiben, die sich dann wiederrum positiv auf die Darmflora auswirken können.

Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, ist es natürlich wichtig, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Wie viel Sauerkraut darf ein Hund fressen?

Um auch wirklich bestmöglich von den positiven Eigenschaften, die Sauerkraut in der Hundeernährung mit sich bringen kann, zu profitieren, ist es natürlich wichtig, die richtige Dosierung einzuhalten und auf das Verhalten des Hundes zu achten. Denn: Es gibt durchaus auch Tiere, die Sauerkraut nicht vertragen.

Am besten ist es, es nur dann einzusetzen, wenn wirklich Verstopfung oder Durchfall behandelt werden muss bzw. wenn ein Fremdkörper verschluckt wurde. Bei Sauerkraut handelt es sich um ein Lebensmittel, das auf keinen Fall täglich auf dem Hundespeiseplan landen sollte!

Zusatztipp: Bei der ersten Anwendung von Sauerkraut ist es sinnvoll, langsam vorzugehen und zunächst die Reaktion des Tieres zu testen. In einigen Fällen reagieren Hunde mit Blähungen.

Wenn ein Fremdkörper verschluckt wurde: Sauerkraut kann Hunde zum Erbrechen bringen

Viele Hundebesitzer kennen das Problem: Eben lag der Schlüsselanhänger noch an seinem Platz… nun sitzt der Hund daneben und leckt sich den Mund. Sauerkraut kann dabei helfen, das Tier zum Erbrechen zu bringen bzw. den verschluckten Gegenstand umschließen, um ihn so sanft zum „Ausgang“ zu befördern.

Auf diese Weise kann oft schweren Verletzungen im Magen- oder Darmbereich vorgebeugt werden.

Doch Vorsicht! Um absolut sicherzugehen, dass der Hund keiner größeren Gefahr ausgesetzt ist, ist es – vor dem Verfüttern von Sauerkraut – wichtig, den Tierarzt zu kontaktieren. Dieser kann einschätzen, ob gegebenenfalls nicht doch eine OP nötig sein könnte. Im Zweifel hilft ein Ultraschall weiter, um den Gegenstand, dessen Position und Größe ausfindig zu machen.

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Fazit: Sauerkraut und Hunde – Tierbesitzer sollten ein paar Regeln beachten

Viele Hundebesitzer haben Sauerkraut mittlerweile in ihre „Notfallapotheke“ integriert. Und tatsächlich: In vielen Fällen kann das Kraut dabei helfen, Verdauungsbeschwerden zu mindern und verschluckte Gegenstände durch Erbrechen oder Umschließen wieder nach draußen zu befördern. Die folgenden Tipps helfen weiter:

  • Vor dem erstmaligen „Servieren“ immer zunächst mit dem Tierarzt Rücksprache halten.
  • Grundsätzlich nur selbsthergestelltes Sauerkraut (kein Weinsauerkraut!) verwenden.
  • Sauerkraut nicht würzen.
  • Mit kleinen Mengen starten, um die Reaktion des Hundes zu testen und in Erfahrung zu bringen, ob das Sauerkraut grundsätzlich gut vertragen wird.
  • Welpen sind noch nicht dazu in der Lage, Sauerkraut zu verdauen. Daher sollten ausschließlich erwachsene Hunde mit dem Kraut gefüttert werden.

Wer diese Regeln beachtet, profitiert oft von einer vergleichsweise unkomplizierten Möglichkeit, seinem Hund bei Verdauungsbeschwerden und verschluckten Gegenständen auf natürliche Weise weiterzuhelfen.

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