Für alle „Felle“ gut gerüstet: was in jede Hundeapotheke gehört

Ob Schnittwunden, Parasiten, Ohrenentzündungen, Durchfall, Beißwunden oder gar ein Autounfall; im Laufe des Hundelebens kommt es immer wieder zu Krankheiten und kritischen Situationen. Im Ernstfall gilt es, schnell zu handeln, damit der Vierbeiner nicht unnötig leiden muss. Eine Hausapotheke für den Hund gehört daher in jeden Hundehaushalt. Welche Arznei- und Hilfsmittel in keiner Hundeapotheke fehlen dürfen, wird in diesem Beitrag beleuchtet.

Nützliche Hilfe: Hausapotheke für den Hund

Als Hundehalterin oder Hundehalter wünscht man sich, dass der eigene Vierbeiner ein Leben lang glücklich und gesund bleibt. Doch wie der Mensch werden auch Hunde hin und wieder krank oder verletzen sich. Eine gut ausgestattete Hundeapotheke erlaubt es, kleinere Probleme selbst zu behandeln oder den Hund zumindest für den Transport zum Tierarzt vorzubereiten.

Grundsätzlich ist es bei neu auftretenden Beschwerden immer sinnvoll, tierärztlichen Rat einzuholen. Vor allem akute Atemnot, allergische Reaktionen, Knochenbrüche und Vergiftungen müssen umgehend von der Tierärztin oder dem Tierarzt behandelt werden. Auch ständig wiederkehrende Probleme sollten in der Tierarztpraxis gründlich abgeklärt werden. Kleinere Verletzungen und gelegentliche Beschwerden können hingegen selbst behandelt werden, wenn das Tier ansonsten gesund ist. Dazu zählen etwa eingerissene Krallen, Insekten- und Zeckenbisse und kleine Schnittwunden.

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Grundausstattung einer Hunde-Hausapotheke

Im Ernstfall ist die Aufregung groß – beim Hund und vor allem bei Halter oder Halterin. Daher macht es Sinn, alle Hilfs- und Arzneimittel für den Hund am gleichen Ort aufzubewahren. Dort sollte auch ein Zettel mit den Telefonnummern der regulären Tierarztpraxis, eines Tiernotdienstes und einer Tierklinik hinterlegt werden. Im Notfall kann so schnell für Hilfe gesorgt werden. Darüber hinaus zählen zur Grundausstattung:

  • Maulkorb, in einer passenden Form und Größe. Schock und Schmerzen nach Unfällen und Verletzungen können dazu führen, dass der Hund schnappt und sich nicht anfassen lässt. In solchen Situationen ist ein Maulkorb unabdingbar, um den Vierbeiner versorgen beziehungsweise transportieren zu können.
  • Verbandszeug aus selbstklebendem Verbandsmaterial, Verbandwatte zur Polsterung, Klebeband zum Fixieren, Tupfer und Verbandschere mit abgerundeter Spitze.
  • Einwegspritzen ohne Kanüle. Hilfreich beim Dosieren von Desinfektionsmittel, um dem Hund Medikamente zu verabreichen oder Wasser ins Maul zu spritzen.
  • Saubere Hundeschuhe beziehungsweise Baby- oder Kindersocken als Schutz auf dem Weg zum Tierarzt bei Pfotenverletzungen.
  • Digitales Fieberthermometer mit biegsamer Spitze plus Gleitmittel (etwa Vaseline).
  • Pinzette
  • Zeckenhaken, Zeckenkarte oder Zeckenzange
  • Kälte- und Wärmekompresse
  • Einmalhandschuhe
  • Kleine Taschenlampe beziehungsweise eine LED-Stirnlampe, um Parasiten und Verletzungen in Fell und Maul besser sehen zu können.

Arzneimittel für die Hundeapotheke

Neben den Hilfsmitteln gehören auch einige Heilmittel, Lösungen und Salben zur Grundausstattung einer Hundeapotheke:

  • Wund- und Heilsalbe
  • sterile Augenspüllösung
  • Parasitenschutzmittel gegen Flöhe, Insekten, Zecken und Würmer
  • Ohrenreinigungsmittel
  • Pfotenpflegecreme
  • Desinfektionsmittel als Spray oder in Tropfenform
  • Kohletabletten für Durchfälle
  • Bachblüten als Beruhigungsmittel, etwa für Autofahrten, Silvester oder andere stressige Situationen.
  • Eventuell: Salben gegen Insektenstiche
  • Optional: spezielle Leckerlis zur Pillengabe. Diese Snacks sind dafür gemacht, um Tabletten in ihnen zu verstecken.

Hundeapotheke zusammenstellen: Bezugsoptionen

Heil- und Arzneimittel für Hunde lassen sich in der Tierarztpraxis erwerben oder bequem über eine Online Apotheke beziehen. So sind zum Beispiel viele Hundemedikamente von Shop-Apotheke erhältlich. Ganz wichtig ist, Hunden niemals für Menschen konzipierte Medikamente wie zum Beispiel Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol zu verabreichen! Sie enthalten Stoffe, die bei den Vierbeinern schwere Leberschäden und lebensgefährliche Vergiftungen hervorrufen können.

Tipp: Erste-Hilfe-Kurs für Hunde absolvieren. Dort lernen Hundehalterinnen und Hundehalter das richtige Verhalten für den Notfall und erhalten viele praktische Hinweise bezüglich der Versorgung von Verletzungen, Behandlung von Erkrankungen sowie Verabreichung von Medikamenten.

Fazit: Hundeapotheke für alle Hundehalter sinnvoll

Eine gut ausgestattete Hundeapotheke sollte in keinem Haushalt fehlen, in dem ein Hund lebt. Denn trotz bester Pflege und Fütterung können plötzlich Krankheiten und kritische Situationen aufkommen. Die Hundehausapotheke schafft Sicherheit, darauf gezielt reagieren zu können.

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