Checkliste für potenzielle Hundebesitzer: Nur dann solltet ihr euch einen Vierbeiner zulegen

Dass Hunde keine Geschenke und auf keinen Fall unter dem Weihnachtsbaum landen sollten, haben wir bereits geklärt. Eine Fellnase bringt eine ganze Menge Arbeit und Verantwortung mit sich und ist kein geeignetes Geschenk. Damit ihr die Entscheidung, euch einen Hund anzuschaffen, nicht leichtfertig trefft, haben wir eine Checkliste entworfen, die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. Erst dann, wenn ihr wirklich alle Voraussetzungen erfüllt, solltet ihr euch einen Vierbeiner zulegen. Immerhin wollt ihr ihm ein schönes Zuhause bieten können.

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Zeit für das Tier

Wenn ihr selbst viel Zeit auf der Arbeit verbringt und direkt im Vorfeld bereits sicher seid, dass ihr den Hund nicht mit ins Büro oder die Werkstatt bringen dürft, dann wird es bereits schwierig, euren Plan vom Hundehaltertum in die Tat umzusetzen. Gerade in der Anfangszeit, sollte euer Tier auf keinen Fall einen längeren Zeitraum allein verbringen.

Aber auch später schafft euer Hund keinen Acht-Stunden-Arbeitstag auf sich gestellt. Ein Maximum von sechs Stunde sollte auf keinen Fall überschritten werden. Besser ist es, wenn ihr selbst zu Hause seid, ihn mitnehmen könnt oder noch mehr Menschen in eurem Haushalt leben, die sich kümmern können.

Er nimmt euch nämlich ganz schön in Anspruch. Er braucht mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag. Dann müsst ihr euch um die Fütterung kümmern und dann wurde er immer noch nicht gekuschelt und gepflegt. Außer der Reihe kann es vorkommen, dass ihr dem Tierarzt einen Besuch abstatten müsst. Ihr seht schon, dass es eine Menge Zeit braucht sich um eine Fellnase zu kümmern.

Finanzielle Mittel

Neben der Zeit, die ihr für einen Hund haben müsst, spielt natürlich das Geld eine große Rolle. Je nach Größe des Tiers ist das Futter wohl einer der teuersten Posten in der Rechnung. Allerdings könnt ihr günstig an hochwertiges Futter rankommen, wenn ihr wisst, wo ihr suchen müsst. Trotz günstigerem Futter wird das Halten eures Hundes dennoch nicht unbedingt billig.

Zu dem Futter gesellen sich nämlich Kosten für Tierarztrechnungen, Steuern und für die Versicherung. Auch in der Anschaffung kann ein Hund ziemlich teuer werden. Schaut ihr euch bei Züchtern um, kostet ein Welpe durchschnittlich rund 1.000 Euro. Allerdings ist es möglich, dass es je nach Rasse doppelt oder nur halb so viel ist. Hier spart ihr jedoch, wenn ihr euch ein Tier aus dem Heim aussucht.

Überschlagt ihr alle Kosten im Kopf kommt ihr etwa auf 30 Euro pro Monat für einen klein Hund. Für ein größeres Tier müsst ihr schon tiefer in die Tasche greifen. Hier könnt ihr mit bis zu 200 Euro rechnen.

Ist die Wohnung groß genug?

Bei der Größe eurer Wohnung oder eures Hauses kommt es ganz auf die Rasse an, die ihr euch ausgesucht habt. Demnach brauchen kleinere Hunde logischerweise weniger Platz. Bei besonders kleinen Tieren ist es zudem wichtig, dass es nicht zu viele oder am besten gar keine Stufen zu bewältigen gilt.

Klar ist auch, dass ihr in einer Einzimmerwohnung, die gerade einmal 30 Quadratmeter misst und keinen Balkon hat, maximal einen kleinen Hund halten könnt. Der fehlende Platz muss durch Gassi Gänge ausgeglichen werden. Denn damit es eurem besten Freund gut geht, braucht er Bewegung. Um herauszufinden, wie groß genau die Wohnung sein müsste, solltet ihr mit einem Tierarzt Rücksprache halten.

Im Idealfall verfügt ihr über ein Haus oder eine ausreichend große Wohnung, die Zugang zu einem Garten hat. Wichtig ist bei Mietwohnungen, dass der Vermieter mit der Haltung eines Hundes überhaupt einverstanden ist.

Bereit Verantwortung zu übernehmen

Ein Hund ist kein Ding, das ihr einfach so besitzen könnt. Es handelt sich dabei um ein Lebewesen und nicht um einen Lifestyle-Gegenstand. Ihr müsst euch also voll und ganz auf das Tier einlassen und dazu bereit sein, dass er jetzt auf Lebenszeit bei euch und mit euch lebt.

Er will eure Aufmerksamkeit, eure Liebe und eure Hilfe nicht nur in guten Zeiten, sondern auch dann, wenn es mal nicht rund in eurem Leben läuft. Ihr müsst also bereit sein, diese Verantwortung zu übernehmen, um eurer Fellnase, das bestmögliche Leben zu bieten. Denn diese Leben liegt dann in eurer Hand.

Sind alle Familienmitglieder einverstanden?

Wenn mehrere Personen in eurem Haushalt leben, sollte alle einverstanden sein, dass es ein neues haariges Familienmitglied geben soll. Denn wohl oder übel wird dann jeder von euch irgendwann einmal Verantwortung für den Hund übernehmen müssen. Außerdem sollte niemand ein grundsätzliches Problem mit Hunden haben. Unter anderem könnten euch gesundheitliche Beeinträchtigungen einen Strich durch die Rechnung machen, wenn jemand in der Familie eine Allergie hat.

Geduld und Konsequenz

Sehr wichtig im Umgang mit Hunden ist Konsequenz. Ihr müsst euren Hund richtig erziehen und konsequent mit Lob und Tadel sein. Welpen müssen beispielsweise erst einmal stubenrein werden. Darüber hinaus solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass euer Hund trotz aller Erziehung immer etwas Chaos in euren Haushalt mitbringen wird. Seid ihr also Sauberkeitsfanatiker und liebt eure Wohnung lupenrein, solltet ihr euch auf keinen Fall einen Hund zulegen.

Wenn ihr jedoch darüber hinwegsehen könnt und unsere anderen Voraussetzungen für die Haltung eines Hundes beherzigt und erfüllen könnt, steht eurem neuen Familienmitglied wohl nichts mehr im Weg.

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