Irrtum „Sieben-Jahres-Regel“: Wie alt Hunde wirklich sind

Der Mythos, ein Hundejahr entspräche sieben Menschenjahren, hält sich hartnäckig. Und in der Tat glauben viele Hundehalter auch heute noch, ihre zweijährige Fellnase sei eigentlich 14 und ihr achtjähriger Begleiter im Grunde 56. In Wirklichkeit aber ist diese Art, das Alter eines Hundes zu berechnen, grundlegend falsch. Wie alt der eigene Hund nun tatsächlich in Menschenjahren ist, muss etwas differenzierter beantwortet werden.

 

Wovon hängt das Alter des Hundes ab?

Wer sich schon einmal mit unterschiedlichen Hunderassen befasst hat, wird auch im Bereich der Lebenserwartung deutliche Unterschiede bemerkt haben. So leben große Hunde wie Doggen oder Irish Wolfhounds sehr viel kürzer als beispielsweise kleine Chihuahuas oder Malteser. Schon hier zeigt sich, dass die „Sieben-Jahres-Regel“ nicht gänzlich korrekt sein kann.

Der Unterschied zwischen großen und kleinen Hunden – und folglich auch die Grundlage für die korrekte Berechnung des Alters – ist die Geschwindigkeit, mit der der Alterungsprozess voranschreitet. Je größer der Hund ist, desto zügiger altert sein Körper und desto schneller teilen sich seine Zellen. Das ist auch ein Grund dafür, dass vor allem große Hunde ein gewisses Risiko für die Ausbildung von Tumoren mitbringen. So ist ein achtjähriger Neufundländer rechnerisch gesehen deutlich älter als ein Dackel im selben Alter. Pauschal sieben Jahre für alle Hunderassen anzusetzen, führt also zu einem Ergebnis, das den individuellen Voraussetzungen nicht gerecht wird.

 

Die folgende Tabelle zeigt, wie alt ein Hund in Menschenjahren tatsächlich ist:

 

Angesichts dieser Auflistung wird ersichtlich, dass die „Sieben-Jahres-Regel“ schon in den ersten Lebensjahren keine korrekten Ergebnisse liefert. Der eigene Hund dürfte daher älter sein, als es Halter bisher angenommen haben. Dabei ist es sogar wichtig, das Alter eines Hundes recht genau zu kennen, um ihm auch im späteren Leben noch gerecht zu werden. Immerhin haben ältere Hunde andere Bedürfnisse und benötigen häufig mehr Pflege und Unterstützung als Vierbeiner in der rechnerischen Lebensmitte.

 

Die Lebenserwartung: Nicht nur die Rasse entscheidet

Eine Tabelle zur Berechnung des aktuellen Lebensalters ist selbstverständlich kein Hilfsmittel, wenn es um die Lebenserwartung des eigenen Hundes geht. Diese richtet sich einerseits nach der jeweiligen Rasse und kann andererseits auch von weiteren Faktoren beeinflusst werden. Natürlich kommt es gelegentlich zu Erkrankungen, die sich auch mit einem gesunden Lebensstil und artgerechter Haltung nicht vermeiden lassen, allgemein aber gilt: Die Lebenserwartung eines Hundes steigt, wenn er sich genügend bewegt, eine artgerechte Haltung erfährt, ausgewogen ernährt  und richtig gepflegt wird.

 

Und wenn das Alter nicht bekannt ist?

Es gibt Fälle, in denen ist das Alter eines Hundes nicht bekannt. Bei Fund- oder Straßenhunden aus dem Tierschutz beispielsweise können Tierheime oft nur mutmaßen. Zudem fehlt ihnen häufig die Zeit, sich intensiv mit dem tatsächlichen Alter des jeweiligen Tieres zu befassen, weswegen sie Interessenten lediglich Schätzungen liefern. Wer es jedoch genauer wissen möchte, sollte seinen Hund zum Tierarzt bringen und dort untersuchen lassen. Angesichts des Zahnstatus, des Zustandes des Bewegungsapparates und der Organe sowie dem allgemeinen Erscheinungsbild des Hundes.

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