Getestet: Hundeo App – was steckt drin

Noch eine App!?

Wer kennt das nicht? Das Smartphone quellt über von wahnsinnig wichtigen Apps, wie die Messenager-App, die Nachrichten-App, die Kalorienzähl-App, die Kalender-App, die „Wie parke ich richtig-App“, Horoskop-App und so weiter und so fort. Immerhin dachte man zumindest zum Zeitpunkt des Downloads, dass diese App jetzt aber wirklich wichtig ist und das Leben ein Stück weit einfacher machen wird…

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Nun ja, wenn man sich dann mal die ganzen verstaubten Dinger auf seinem Handy anschaut, merkt man doch recht schnell, dass die wenigsten Apps auch benutzt werden, bzw. das Leben nicht wirklich einfacher oder sogar schöner durch deren Benutzung wird.

Und genau das: „Noch eine App“ habe ich gedacht, als mir gesagt wurde, ich solle mir doch mal die absolut coole neue App „Hundeo“ runterladen und darüber berichten.

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Dennoch saß ich mich, leicht augenrollend, auch die Couch und beschloss erstmal mein Handy aufzuräumen und die ganzen verstaubten Programme zu deinstallieren, bevor ich mir wieder mal eine „total“ lebensnotwendige App runterladen werde. Das ist so ähnlich wie mit dem Dachboden, dem Keller, dem Kleider-, oder Küchenschrank, irgendwann muss man mal Platz für Neues schaffen, aber ob das dann wirklich sinnvoll ist, was man sich da Neues angeschafft hat, ist fraglich, und dies galt es nun heraus zu finden.

Nachdem ich nach gefühlten hundert Stunden mein Smartphone endlich „aufgeräumt“ hatte und über Google Play die App gesucht hatte (nicht Hundedeo sondern Hundeo eingeben!), stellte ich fest, so neu ist die App gar nicht, immerhin gibt es Hundeo schon seit Februar 2021 und hat bereits über 10.000 Downloads zu verzeichnen.

Die bisherigen Bewertungen dort sind recht ordentlich. Die allermeisten scheinen mit Hundeo zufrieden zu sein. Ich habe mir allerdings angewöhnt immer hauptsächlich die negativen Bewertungen zu lesen. Die zu der Hundeo-App geschriebenen eher negativen Bewertungen sind aber auf den ersten Blick zu vernachlässigen. Manche beschweren sich, dass es auch eine Premiumversion der App gibt, also nicht alle Inhalte komplett kostenfrei sind. Nun, solche Kritiken finde ich immer total albern. Sogar ich bekomme Geld, wenn ich arbeite von daher ist das nur legitim, dass die Macher einer App, welche Inhalte und Wissenswertes zur Verfügung stellen, dort auch viel Zeit und Geld investieren, etwas dabei verdienen möchten und nicht komplett aus reinem Idealismus handeln, zumal ein sehr großer Anteil der App auch völlig kostenfrei ist, man wird also nicht gezwungen, hier zu zahlen (puh war das ein langer Satz). Andere wenige haben sich beschwert, dass man sich für diese App registrieren muss. Hier hat Hundeo allerdings kommentiert, dass es technisch nicht anders machbar sei, da man ohne Profil viele Funktionen der App nicht nutzen könne.

Los geht´s

Ich lud mir also die App herunter und konnte mich über mein Google Konto problemlos anmelden. Danach habe ich auch direkt mein Profil erstellt. Quatsch, das Profil meiner Hündin meine ich natürlich. Hier kann man die Rasse, das Geburtsdatum, das Geschlecht usw. eingeben und natürlich ein hübsches Foto von seinem Liebling hochladen.

Es gibt einen Steckbrief den man ausfüllen kann, wenn man möchte, man muss also nicht. Das hat  mich ein wenig an die damaligen Freundschafts-Alben aus der Schule erinnert. Und da ich sowas damals liebte, habe ich das alles direkt ausgefüllt. Nach kurzer Zeit waren die Eigenschaften (aktiv, familiär, kinderlieb, unersättlich usw.) eingetragen. Hier kann man die Eigenschaften durch anklicken auswählen und muss nicht selbst stundenlang überlegen, welche besonderen Eigenschaften der Hundi hat.

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Aber auch die Herausforderungen kann man eintragen, wie Beispielsweise „kann nicht gut alleine bleiben“, oder „kommt nicht“, „Stubenreinheit“ und sehr vieles mehr. Diese Auswahlmöglichkeiten fand ich persönlich ziemlich gut, da man sich dann auch etwas genauer damit auseinander setzt, was eigentlich so die Herausforderungen bei Deinem Hund sind (schön, dass hier das Wort „Herausforderung“ gewählt wurde, und nicht „Probleme“), und in wie weit sie dich oder andere stören und ob es wirklich Herausforderungen sind die es gilt anzugehen, oder ob man sie als Charaktereigenschaften gelten lassen kann und gut damit leben kann, so am anderen Ende der Leine.

Nachdem ich mit der Hundeo-App startklar war, ging ich nun auf Entdeckungsreise. Und fand als erstes auf der Startseite bei Hundeo eine nette Begrüßung sowie eine kleine Auswahl an Hinweisen zur Benutzung der App, beim runterscrollen verschiedene „Des Tages Dinge“, also Quiz des Tages, Rezept des Tages, Trick des Tages und so weiter. Aber ich wollte mich erstmal orientieren, was die App denn generell so alles zu bieten hat und klickte am unteren Rand der App auf den Reiter „Clicker“, es öffnete sich ein virtueller Clicker mit einem dicken gelben Button. Ich drücke dort drauf und es ertönte das typische Clickgeräusch.

In dem Moment starrten mich zwei riesengroße verwirrte und verschlafene braune Augen an. Franzi lag mir auf der Couch zu Füßen und war doch etwas verwundert, warum ich Sie ausgerechnet jetzt dafür lobe, dass sie schlafend auf der Couch lag, wo sie das doch eigentlich immer macht, völlig selbstlos und ohne Lob.  Hier sei erwähnt, dass wir Franzi schon als Welpe auf das Clickern konditioniert haben, und sie deshalb auch direkt reagiert hat. Also der virtuelle Clicker hat schonmal funktioniert und ist ein gutes Feature.

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Wir probieren den „Herzchen“-Trick

Nachdem Franzi gemerkt hat, dass es nun leider doch kein Leckerli für Faulheit gibt, schlief sie leicht beleidigt und schnauben wieder ein und ich nahm mich der Hundeo-App wieder an und ging auf den Reiter „Entdecken“. Hier kann man wählen zwischen Tricks, Spiele, Rezepte und Kurse.

Als erstes gelang ich zu den Tricks. Hier fand ich zum Einen eine Auswahl recht vieler Tricks, zum Anderen allerdings auch zum ersten Mal den Unterschied zwischen der kostenfreien Version und der Premium Version.

Einige Tricks haben ein kleines Schlosssymbol, welches dir, nachdem du dort draufgehst verschiedene Abo-Möglichkeiten anbietet. Ich ging also wieder raus und schaute mal nach dem Verhältnis der „kostenfreien Tricks“ zu den „kostenpflichtigen Tricks“ und stellte fest, dass bei diesen Inhalten eigentlich eine beachtliche Menge kostenfrei sind und man nicht das Gefühl bekommt, hier nur angelockt zu werden um dann viel Geld los zu werden.

Neben solcher Tricks wie Sitz und Platz (sind das Tricks?) fand ich auch Solche wie Nasenstupser, Rückwärtslaufen, High Five und einiges mehr. Glücklicherweise hat man oben die Möglichkeit einen Schwierigkeitsgrad auszuwählen, sowie die Auswahl ob der zu lernende Trick eher für drinnen oder draußen geeignet sein soll.

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Hat geklappt!

Ich beschloss direkt mal den Trick „Herzchen“ aus, denn das war laut App ein einfacher Trick. Franzi war noch etwas schlaftrunken, aber als ich die Leckerlis aus der Küche holte war sie direkt hochmotiviert, sich ein paar Leckerlies zu verdienen.

Schritt für Schritt wird der Trick erklärt und das coole dabei ist, dass unter jeden Schritt der Clicker Button angezeigt wird, so braucht man zum Erlernen eines Tricks in der Tat nur das Handy, bzw. werden einem zu Beginn der Erklärung die benötigten Materialien aufgelistet.

Meine Franzi ist eine kleine Streberin oder vielleicht auch einfach nur so verfressen, dass sie recht schnell kapierte, was ich von ihr möchte. Und Ruck Zuck war der Trick einstudiert und konnte Diesen unter Staunen meiner Kids mit Franzi vorführen. Aber ich muss zugeben, die Schritt für Schritt Anleitung ist leicht verständlich, fast schon idiotensicher aufgebaut, so dass es eigentlich kein Hexenwerk war, aber das muss man ja nicht unbedingt verraten, wenn man mit solchen Kunststückchen ein wenig angeben möchte.

Ach ja, hervorzuheben sind die kleinen sehr hilfreichen Videos bei jeder einzelnen Schritt für Schritt Anleitung, so sieht man genau, was mit der Erklärung gemeint ist. Ich war wirklich begeistert! Und das bin ich laut Aussage meines Mannes in der Regel nicht so oft…

Nachdem wir, nein, nachdem Franzi ihren ersten Trick erfolgreich absolviert hatte, klickte ich auf den Button „Geschafft“  und auf meinem Bildschirm kam ein kleines Konfettifeuerwerk und ich hatte die Möglichkeit den Trick selbst als Foto oder Video dort zu dokumentieren und zu speichern. Durch den erlernten Trick hat Franzi bei Hundeo auch einen virtuellen Pokal gewonnen. Für jede abgeschlossene Übung erhält Franzi einen Pokal und ihr Level erhöht sich.

Neben den Pokalen kann man auch noch Pfötchen sammeln, oder auch im Store kaufen. Außerdem erhält man für jeden Tag, an dem man sich auf der App befindet eine Flamme. Hat man 100 Flammen gesammelt, erhält man eine „coole Bonustrophäe“, doch Vorsicht! Meldet man sich mal einen Tag nicht bei Hundeo, verschwindet auch wieder eine Flamme.

Das erinnert mich ein wenig an die App, welche momentan meine pubertierende Tochter jeden Tag verwendet. Sie muss hierzu auch regelmäßig Flammen aufbauen, man wird schnell belohnt aber auch ganz schnell mal bestraft, lässt man sich in der App mal nicht blicken.

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Also ich glaube, dieses Feature ist für diese Hundeo-App völlig unnötig. Dieser Druck (äh ich meine Motivation), der hier aufgebaut werden soll, um die App auch täglich zu nutzen, kommt vielleicht bei jugendlichen Smartphone-Junkies gut an. Aber solch eine App wie Hundeo hat es doch eigentlich nicht nötig mit solch einem kindischen Belohn-System den Kunden an sich binden zu wollen. Es sei denn ich versuche damit meine Tochter zu täglichen Beschäftigungsmaßnahmen mit dem Hund zu motivieren. Also hier bekommt die App von mir Abzüge in der B-Note.

Neben der Kategorie Tricks, hat die Hundeo-App, ja noch die anderen bereits oben erwähntet anderen Reiter. Alle anderen Themen haben ebenfalls eine große Menge an Auswahlmöglichkeiten, auch ganz ohne Premiumversion. Das berühmte Becherspiel wird hier als Beispiel sehr ausführlich mit kleinen Videosequenzen erklärt. Und es sei erwähnt, dass natürlich auch einige Spiele hinter einem Schloss versteckt sind. Sollte man sich dazu entscheiden, die „Vollversion“ zu kaufen, hat man noch den Vorteil, sämtliche Inhalte der App auf Offline zu verwenden.

Interessant ist übrigens auch die Kategorie Kurse. Hier gibt es einige sinnvolle, sehr gut und detailliert erklärte Kurse, wie zum Beispiel das Boxentraining, und hiermit meine ich jetzt nicht, das Boxen mit dem Boxhandschuh und dem Schlag ins Gesicht, sondern das Training mit der Hundebox.

Dass Hunde freiwillig und vor Allem gerne in der Box sind ist für die verschiedensten Alltagssituationen sehr wichtig! In diesem Kurs wird wie in jedem anderen Kurs bei Hundeo, wiedermal sehr genau erklärend darauf eingegangen wie man seinen Hund stressfrei spielend an die Box gewöhnt.

Auch die Leinenführigkeit oder das Clickertraining findet sich hier wieder. Und da komme ich zurück zu den Herausforderungen welche man bei der Profilerstellung anklicken konnte. Man findet in der Kategorie einige sehr gute Kurse, die einem Helfen das Leben etwas einfacher zu machen und auf die speziellen Herausforderungen seines vierbeinigen Lieblings einzugehen.

Auf der Themenseite der Rezepte findet sich ausgerechnet das vermutlich leckerste Rezept hinter einem Schloss, Schande! Das Bild der pinken Hundetorte sieht sehr verlockend. Es ist kaum vorstellbar, dass es sich hierbei um eine Torte für Hunde handelt, man möchte sie am liebsten selbst probieren.

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Aber immerhin gibt es da noch eine Menge anderer kostenfreier Rezepte mit genauer Zutatenliste und Erklärung der Zubereitung. Da sich allerdings meine Kochkünste in Maßen halten, habe ich jetzt leider nicht direkt ein Rezept ausprobiert, dafür habe ich aber ganz viele Rezept in meine Favoriten gelegt. Dies kann man übrigens auch mit den Tricks, Spielen und Kursen machen. In meinem Beispiel mit dem Rezept hat man durch das Anklicken auf die drei kleinen Punkte oben rechts, die Möglichkeit Favoriten anzulegen. Die Favoriten findet man ganz easy auf der Startseite seiner Hundeo-App.

Ich habe mir bisher nur die kostenfreie Version angeschaut, aber ich muss sagen (schreiben), dass ich diese App ganz sicher nicht so schnell wieder löschen oder auf meinem Handy „einstauben lasse“. Im Gegenteil. Ich glaube, dass ich mir sogar noch die Vollversion kaufen werde, da ich ein paar Features einfach sehr verlockend finde und den günstigen Preis für diese sehr informative und schöne App absolut gerechtfertigt finde.

Bis auf diese weiter oben erwähnten, in meinen Augen unsinnigen Flammen und Pfötchen, würde ich diese App sogar meiner liebsten Freundin empfehlen. Hundeo ist fast wie ein kleiner Personal-Trainer für den Hund. Alles in Allem sehr übersichtlich strukturiert, und man bekommt richtig Bock die ganzen Tricks und Spiele auszuprobieren, welche dort angeboten werden! Bis auf die Rezepte, aber das liegt wahrlich nur daran, weil ich so unsagbar talentfrei bin, was das Kochen und Backen betrifft. Wobei die Bilder dieser leckeren Köstlichkeiten so appetitlich aussehen, dass ich es vielleicht doch mal ausprobiere. Buttermilch Melonen Eis muss man ja nicht kochen oder backen, damit werde ich anfangen.

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ein Kommentar

  1. Habe mir die App heruntergeladen und gefällt mir echt gut. Danke für den Tipp.

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