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Hundetrainer: Was beinhaltet dieser Beruf

Seit ungefähr 14.000 Jahren leben Mensch und Hund zusammen. Eine langwährende Freundschaft beruht immer auch auf einem wundersamen Bündnis. Es ist eine Tatsache, dass sich der Hund und der Mensch sehr gut verstehen. Auf emotionaler Basis und mit pragmatischem Hintergrund (Wach- und Hüte-Funktion) ist das kongeniale Zusammenwirken vom Menschen und den Vierbeinern zu verstehen.

Der Beruf Hundetrainer kann aus vielerlei Gründen eine wahre Bereicherung fürs Leben darstellen. Doch wie sieht es mit der Berufung (mehr zum Thema Berufung auch hier: Berufungtier.de) aus, als Trainer für Hunde arbeiten zu wollen? Welche Arbeitsbereiche bieten sich hierfür an und welchen Anforderungen bzw. Kompetenzen sollte ein angehender Hundetrainer mitbringen bzw. erwerben?

Beruf Hundetrainer

Die persönlichen Eigenschaften eines angehenden Hundetrainers

Der Beruf Hundetrainer beinhaltet nicht nur das Wissen von Fakten und Daten. Damit ein Hundetrainer gleichwohl Leidenschaft, Begeisterung und Enthusiasmus bei seiner Arbeit ausleben und in diese einfließen lassen kann, sind die folgenden individuellen Charakterzüge von großem Wert:

  • Soziale Kompetenzen
  • Gelassenheit
  • Pflichtbewusstsein
  • Autoritäres Auftreten (Durchsetzungsvermögen)
  • Hilfsbereitschaft
  • Beobachtungsgabe
  • Wissenschaftliche Neugier
  • Lernbereitschaft
  • Konsequenz
  • Klare Kommunikation

Zur Definition des Hundetrainers:

Ein wichtiger Bestandteil dieses Berufes ist die gemeinsame Arbeit mit dem Hund und seinem Besitzer. Haben die Halter eines Hundes erzieherische Probleme, dann ist ein Hundetrainer der einzig richtige Ansprechpartner. Tierfreunde wollen zudem die Entwicklung ihrer Hunde mithilfe der Trainer fördern. Oftmals gilt es auch, erwünschte Verhaltensweisen des Hundes zu etablieren.

Weitere Anforderungen an einen angehenden Hundetrainer sind körperliche Fitness, das Interesse für Tiere und Reaktionsfähigkeit. Ein Trainer für Hunde sollte zudem selbstständig arbeiten können und ein organisatorisches Talent haben. Der Bedarf an fleißigen und kompetenten Hundetrainern steigt kontinuierlich. So wird mittlerweile auch von vielen jungen und neuen Tierbesitzern der Besuch einer ortsnahen Hundeschule als normaler Standard wahrgenommen.

berufung zum Hundetrainer

Die Berufung zum Hundetrainer

Wesentliche Voraussetzungen, sich als Hundetrainer berufen zu sehen, sind die Leidenschaft zu Hunden und die Vorstellung, mit Hunden ernsthaft arbeiten zu wollen. Die sogenannten „Wadenbeißer“ müssen adäquat abgerichtet werden. Zur Berufung eines Tiertrainers gehört natürlich auch, sich auf empathischem Wege den verschiedenen Rassen zu nähern. So üben gewisse Hunderassen wie zum Beispiel der Border Collie vielerorts nicht mehr ihren eigentlichen Beruf aus.

Ein Tiertrainer ist somit stets darauf bedacht, das Zusammenleben von Zwei- und Vierbeinern zu verbessern, sollten sich hierbei Probleme ergeben. Der Beruf Hundetrainer ist für all jene ein Traum, die sich berufen fühlen, die Beziehung zwischen Hund und Mensch in bestmöglicher Weise zu unterstützen. Selbstdisziplin, Fachkompetenz, Didaktik, Methodik und Methodenkompetenz sind die geeigneten Werkzeuge eines praktizierenden Hundetrainers.

Beruf Hundetrainer: Eine praxisorientierte Ausbildung

Interessierte sollten sich an einen Hundeprofi in ihrer Region wenden. In diversen Ausbildungszentren finden sich unterschiedliche Formen von Studiengängen. Die Ausbildung zum Trainer zeichnet sich durch einen sehr hohen Praxisanteil aus. Auszubildende durchlaufen durchschnittlich 100 Studientage in einem meist vorab abgesteckten Studiengang. Dieser kann sich auch über 20 Monaten ziehen.

Ein zertifizierter und sachkundiger Hundetrainer kennt die Kommunikationsformen und die Verhaltensweisen der vielen Hunderassen. Eine qualifizierte Ausbildung liefert dem zukünftigen Hundetrainer moderne Trainingsmethoden, wo allen voran lernbiologische Sachverhalte eine entscheidende Rolle spielen.

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung besteht auch darin, den Auszubildenden eine zentrale Aufgabe eines Hundetrainers nahezulegen. Es genügt nämlich nicht, gerne mit Hunden zu arbeiten. Es ist auch gleichermaßen wichtig, die Lust zu verspüren, eng und intensiv mit den Menschen (Hundebesitzern) zusammenzuarbeiten.

professionelles-Hundetraining

Die essenziellen Arbeitsbereiche und Beschäftigungsfelder

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Hundetrainern ist gesichert. Als Selbstständige können Tiertrainer die Beratung hinsichtlich artgerechter Ernährung und Haltung von Hunden übernehmen. Das freie Gewerbe ermöglicht es den Hundetrainern auch, bei der Betreuung, Pflege, Ausbildung und Vermietung von Tieren tätig zu werden. Die Arbeitsbereiche sind vielseitiger Natur. Beschäftigungsmöglichkeiten für Hundetrainer bieten u. a.:

Zu den ausschlaggebenden Arbeitsfeldern eines Hundetrainers gehören Verhaltensdiagnosen und -analysen, die Ausarbeitung von Trainingsplänen, die Verhaltensberatung sowie Gruppentraining und Einzeltraining.

Bei allen erdenklichen Beschäftigungsfeldern für Hundetrainer ist das eindimensionale Interesse jedoch fehl am Platz. Ein Hundetrainer arbeitet mit Hunden – und zwar für Menschen. Das bedeutet: In jedem Arbeitsbereich hat der Hundetrainer mit einem oder mehreren Kunden direkten Kontakt.

Um als Hundetrainer längerfristig erfolgreich tätig sein zu können, ist neben dem erforderlichen Fachwissen über einen Hund auch eine gute Mischung von mannigfaltigen Interessen und vielseitiger Lebenserfahrung vonnöten. Nur dann gelingt es den ambitionierten und frischgebackenen Trainern mit Hunden und Hundehaltern professionell zu arbeiten.

Welche konkreten Kompetenzen sind für den Beruf Hundetrainer von Bedeutung?

Für Hundetrainer sind die neuen Kernkompetenzen von höchster Relevanz. Womöglich gibt es den einen „richtigen“ Trainer für den Hund nicht. Viele althergebrachte Erziehungsmethoden wurden verworfen und andere gänzlich umgekrempelt. Ein Hundetrainer braucht ein Herz für Tiere und ein Einfühlungsvermögen für den Kunden.

Eine weitere Kompetenz, um den Beruf des Hundetrainers pflichterfüllt ausüben zu können, ist eine hohe emotionale und moralische Integrität. Dem Trainer geht es vorrangig darum, lösungsorientiert zu arbeiten und nicht den Hund moralorientiert zu therapieren. Es dürfen somit niemals Sichtweisen und Fakten durcheinandergewürfelt werden.

Die Erziehung eines Hundes sollte nicht mit der Dressur verwechselt werden, wo es zur Anwendung von Habituation und Desensibilisierung oder von Konditionierung und Gegen-Konditionierung kommt. Hundetraining macht Spaß und jede gute Hundeerziehung kommt ohne Anwendung von gewaltsamen Mitteln aus. Auch Schläge und lautes Geschrei sind niemals Bestandteil einer erfolgreichen und bewährten Erziehungsmethode.

Hunde sind individuelle Wesen und darum ist eine einzigartige Behandlung angebracht. Aus diesem Grunde kann ein Trainer für Hunde niemals nach einem „Schema F“ arbeiten. Oftmals geht es darum, die Eigenarten des vierbeinigen Kunden auszumachen, um ihn und sein Herrchen bzw. Frauchen bei der Lösung des anstehenden Problems zu unterstützen.

Eine hohe praktische Handlungskompetenz ist für Hundetrainer enorm wichtig. Diese und andere einschlägigen Kompetenzen müssen entwickelt werden. Im Zuge der Ausbildung werden die relevanten Fähigkeiten in den Theorie-Einheiten erworben und im optimal darauf angestimmten praktischen Teil erweitert.

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